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Wien, Mai 2008

Als Fachgruppenleiter und deutscher Organisator dieser Tagung gleich Vorweg: Ohne die tatkräftige Unterstützung durch den österreichischen Partnerverband agpro und insbesondere dessen Präsidenten, Manfred Wondrak, hätten wir diese Tagung nicht so durchführen können. Nur ein herzliches Dankeschön ist viel zu wenig, für das was wir geboten bekamen. Das Mindeste was wir zudem machen konnten: wir haben agpro nach Deutschland eingeladen.

Drei abwechslungsreiche Tage standen uns vom 16.05. bis 18.05.2008 bevor. Die hohe Teilnehmerzahl für diese Auslandstagung – im übrigen die Zweite nach Zürich – deutete auf den richtigen Mix der Themenauswahl hin trotz des deutlich im Vordergrund stehenden Bezuges zum österreichischen Finanzbereich. Da uns bereits am Freitagmittag der erste Referent zur Verfügung stand, reiste die überwiegende Anzahl der Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet bereits am Donnerstagabend an. Viel Zeit für individuelle Besichtigungstouren oder anderweitiger Exkursionen blieb dennoch nicht.

Mit dem Wiener Architekten Prof. Dr. Gerd Endmayr starteten wir bereits am Freitag um 13.00 Uhr; Thema: „Investitionen in österreichischen Immobilien und deren steuerliche Auswirkung“. Anschaulich und informativ verstand es der Professor uns trotz der trockenen Materie von denkmalgeschützten Bauten, Investitionen und Erneuerungen sowie dem Spagat zwischen Bauherrenwünschen und Architektenvorstellungen 4 Std. in seinen Bann zu ziehen.

Am Samstag setzten wir die Tagung hochkarätig fort. Univ.-Ass. MMag Dr. Christoph Urtz aus dem Fachbereich Öffentliches Recht – Finanzrecht der Universität Salzburg klärte uns zum Thema „Veranlagen in Österreich“, über das Bankgeheimnis und das österreichische Stiftungsrecht auf. Ergänzt wurde das letzte Thema beleuchtet durch einen Überblick zum deutschen Stiftungsrecht, gehalten von dem Verfasser dieser Zeilen, sowie durch die konkrete Fragestellung zur Arcus-Stiftung mit Sitz in Köln von Andreas Wahl-Ulm.

Mag. Josef Pfannenstill, Vorstand der Versiko AG und in Personalunion Geschäftsführer der Ökoworld Lux S.A., schaffte es, den Teilnehmern nachhaltiges Asset-Management näher zu bringen. Die sehr rege Diskussion drehte sich um die ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien.

Nachdem Freiberufler diesmal als Teilnehmer an der Tagung nicht teilnahmen, beschränkte Stephan Umann von der Standard Life Versicherung seinen ursprünglich über die deutschen Versorgungswerke konzipierten Vortrag auf die betriebliche Altersvorsorge.

Mit den drei weiteren Themen „Abgeltungssteuer“, „Subprime-Krise = Finanzkrise oder doch Wirtschaftskrise?“ (Referent Rolf Seide) sowie „Österreich als Einwanderungsland“ (Referent Andreas Wahl-Ulm) und der Abschlussdiskussion mit den Teilnehmern sowie der Information über die kommenden Tagungen in Köln (10. bis 12.10.2008) und Hamburg (13. bis 15.03.2009) endete am Sonntagmittag die Tagung.

Ein herzliches Dankeschön an alle Referenten. Betonen möchte ich ausdrücklich, dass sämtliche Referenten kostenlos für uns referierten. Gerade dadurch werden wir in die Lage versetzt, die Tagungspauschale selbst für eine solch hochkarätige Veranstaltung extrem niedrig halten zu können und den Mitgliedern einen echten Mehrwert gegenüber anderweitigen externen Tagungen zu bieten.

Mein Fazit: Wir, als Fachgruppe, haben es mal wieder geschafft über den eigenen Tellerrand hinüber zu schauen, andere Blickwinkel aufzunehmen und durch die Zusammenarbeit mit der agpro neue interessante Kontakte zu schließen. Die lebhaften Diskussionen und der Gedankenaustausch untereinander zu Themen, die nicht unser tägliches Brot sind, zeigen zudem die Bereitschaft der Teilnehmer, unsere Tagungen auch als Medium der Fort- und Weiterbildung zu nutzen.

Berlin, 19.05.2008

Rolf Seide