Ein derartiges Netzwerk scheint zur Zeit um so nötiger zu sein, da es immer mehr in Vergessenheit gerät, welche intensive Zusammenarbeit vieler Gruppen es bedurfte, um die Freiheit zu erreichen, welche heute von Schwulen und Lesben als selbstverständlich angesehen wird. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Ungewissheit laufen wir alle Gefahr, dass die Freiheiten, die wir momentan haben, nach und nach wieder eingeschränkt werden.
Nach diesem Einstieg stellten alle Anwesenden unter Angabe von maximal drei Hauptaufgaben/-ziele ihre Gruppe bzw. Organisation oder ihren Verband kurz vor. Damit wurde ein besserer Überblick über die Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten der vertretenen Organisationen, Gruppen und Verbände geschaffen.
Die folgenden zwei Stunden waren dem gegenseitigen Kennenlernen und Gedankenaustausch hinsichtlich möglicher gemeinsamer Ziele und Vorhaben vorbehalten. In der anschließenden Abschlußrunde sahen die Teilnehmer/innen des Abends durchaus die Vorteile möglicher gemeinsamer Aktionen, nicht nur nach dem Motto "getrennt marschieren, vereint schlagen".
Deshalb votierten Alle geschlossen für ein erneutes Treffen in drei bis vier Monaten. Ziel ist die diesmal nicht vertretenen Gruppen und Verbände hierzu zu gewinnen, um eine noch breitere Basis zu schaffen. Gemeinsam sollten wir es schaffen, Organisationen, Verbände und Politik auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene eng zu verknüpfen.
Rolf Seide rief abschließend noch zur Unterstützung von elledorado e.V., dem lesbisch-schwulen Förderkreis Berlins auf. elledorado e.V unterstützt Projekte, die lesbische, schwule und transidente Lebenswelten positiv darstellen, sichtbarer machen und somit Ausgrenzung entgegenwirken. Dabei stehen vor allem innovative "Graswurzel"-Projekte, denen zur Verwirklichung eine Finanzspritze fehlt, im Mittelpunkt der Förderung von elledorado e.V. Die Teilnehmer/innen spendeten daraufhin spontan 112,50 EURO für den guten Zweck.
In der Gewissheit eines Wiedersehens trennten sich zufrieden die Teilnehmer/innen der Auftaktveranstaltung "Alle in einem Boot".
Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Dr. Frank Bugenhagen zur Verfügung gestellt.