Unser Programm für zukünftige Führungskräfte.

Future Leaders

Future Leaders

Das Programm für den schwulen Führungsnachwuchs

Flyer zum Programm

Anmeldeformular

Hinweis zu den Teilnahmebedingungen:

Zum Future Leaders Programm können sich qualifizierte Personen aus dem akademischen und nicht-akademischen Bereich bewerben, z. B. Studierende ab Endphase des Bachelorstudiums sowie (angehende) Führungskräfte, (angehende) Jungunternehmer und Selbständige.

Als schwuler und bisexueller Mann erfolgreich im Beruf

Schwul und Führungskraft, schwul und Unternehmer oder Selbständiger – wie geht das? Welche Erfahrungen haben andere Männer im Berufsleben gemacht? Und wie kann ich als offen schwuler oder bisexueller Mann erfolgreich im Beruf sein?

Future Leaders will Antworten geben. Und konkrete Hilfestellung leisten.

 

Was passiert bei Future Leaders?

Future Leaders besteht aus vier Bausteinen:

1.       Dem Summercamp als Kick-off

2.       Der aktiven Mitarbeit bei den Young Professionals im VK

3.       Den Angeboten ausgewählter Regionalgruppen des VK

4.       Dem Mentoring-Programm

 

Wer kann an Future Leaders teilnehmen?

Zum Future Leaders Programm können sich qualifizierte Personen aus dem akademischen und nicht-akademischen Bereich bewerben, z. B. Studierende ab Endphase des Bachelorstudiums sowie (angehende) Führungskräfte, (angehende) Jungunternehmer und Selbständige.

Die Young Professionals

Die Young Professionals sind die jungen Führungskräfte und Selbständigen im VK. Die Altersgrenze liegt bei 35 Jahren. Die Young Professional laden alle Teilnehmer des Future Leaders Programms zur aktiven Mitarbeit ein. Spannende Leute kennenlernen, voneinander lernen, Projekte entwickeln. Wir treffen uns in regelmäßigen Abständen deutschlandweit an Wochenend-Terminen.

 

Die Regionalgruppen-Angebote

Das berufliche und persönliche Netzwerk des VK wird in 21 Regionalgruppen gelebt. Auf regelmäßigen Veranstaltungen trifft man schwule Führungskräfte und Selbständige aller Altersgruppen. Die Teilnehmer des Programms können aus ausgewählten Veranstaltungen der Regionalgruppen teilnehmen.

 

Das Mentoring-Programm

Von Erfahrungen lernen, Kontakte aufbauen, Rat erhalten – und das Ganze individuell im Austausch mit einer erfahrenen Führungskraft. Das bietet das Mentoring innerhalb von Future Leaders. Ehrenamtliche Mentoren und interessierte Mentees werden möglichst beruflich passend zusammengeführt. Damit sich Future Leaders weiter entwickeln.

 

Anmeldung und Konditionen

Zum Future Leaders Programm können sich qualifizierte Personen aus dem akademischen und nicht-akademischen Bereich bewerben, z. B. Studierende ab Endphase des Bachelorstudiums sowie (angehende) Führungskräfte, (angehende) Jungunternehmer und Selbständige..

Summercamp und Mentoren-Programm haben eine Kapazitätsbeschränkung. Der VK-Vorstand trifft ggf. eine Auswahl unter den Teilnehmern. Beim Mentoring-Programm kann nicht garantiert werden, dass eine funktionierende Mentoren-Mentee-Beziehung zustande kommt. Teilnehmer, die keinen Platz im Summercamp erhalten, können sich innerhalb von 4 Wochen nach der Information wieder kostenfrei vom Programm abmelden.

Die Teilnahme am Programm läuft über ein Jahr. Um eine Verbindlichkeit für die Teilnahme zu erreichen, erheben wir eine Teilnahmegebühr. Sie beträgt 99 Euro (inkl. MwSt) und ist mit Aufnahme in das Programm fällig. Zusätzlich beträgt der Kostenbeitrag für die Teilnahme am Summercamp 69 Euro.

 

Melde Dich jetzt bei Future Leaders an!

 

Völklinger Kreis e.V.
Kaiserdamm 31, 14057 Berlin
Tel.: 030 - 30 10 38 80, Fax:  030 - 30 10 38 81
buero(at)vk-online.de

 

  Teilnehmer des Summer Camp 2016. Text: Janek Scholz

Erfahrung aus dem ersten Summer Camp

(12.-14.08.2016 in Bonn)

Der Völklinger Kreis öffnet sich für Nachwuchs – der Hinweis eines Freundes hat mich neugierig gemacht und zum Programm „Future Leaders“ geführt. Schon nach einem kurzen Blick auf die Internetseite lag das Anmeldeformular ausgefüllt in der Post und meine Vorfreude auf das Summer Camp war geweckt. Den VK kannte ich, aber als „Verband schwuler Führungskräfte in Deutschland“ war er zwar interessant, in meiner derzeitigen Lebensphase allerdings nicht weiter relevant. Das beworbene Nachwuchsprogramm mit Summer Camp und Mentorenprogramm änderte diese Einschätzung.

 

Den Auftakt des Programms bildete das Summer Camp vom 12. bis 14. August im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn. Vor uns lagen drei prall gefüllte Tage mit anregendem Programm und allabendlichem „Get together“. Die sieben Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland und waren in ihrer beruflichen Ausrichtung bunt gemischt: Jura, Chemietechnik/Ingenieurswesen, Geistes- und Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Psychologie waren nur einige der Branchen, aus denen sich unsere Runde zusammensetzte. Der Freitag begann mit dem Abendessen und einer Vorstellungsrunde. Vom Vorstand des Völklinger Kreises waren Michael Kauch, René Oehler und Matthias Weber anwesend. René ist auch die Organisation des Summer Camps zu verdanken. Außerdem war Stefan Brandt aus Hamburg als Referent von Beginn an Teil unserer Runde. Es dauerte nicht lange und das Eis war gebrochen: Schon am Freitag zeigte sich, wie sympathisch alle einander waren und dass uns drei sehr angenehme Tage bevorstehen würden. Der Abend in der hauseigenen „Piano Bar“ brachte daher bereits erste lustige, wie auch tiefsinnige Gespräche.

Ein vielfältiges Programm erwartete uns dann am Samstag. Los ging es mit Mathias Weber und Michael Kauch, die von ihren Erfahrungen als schwule Führungskraft in den männerdominierten Bereichen Bankenwesen und Politik sprachen. Ihre Offenheit beeindruckte uns und sorgte für einen regen Gedankenaustausch. Anschließend führte uns René Oehler durch eine Phase der Selbstreflexion: Was sind meine Wünsche, Ängste und Ziele als schwule Führungskraft von morgen? Welche Charaktereigenschaften, die ich durch mein Coming-Out gewonnen habe, können mir für eine Führungsposition nützlich sein? Es wurde deutlich, dass viele von uns sehr ähnliche Gedanken umtreiben. Der vertrauliche Austausch in der Kleingruppe und mit den Referenten, die uns in diesen Punkten um einiges voraus sind, war wertvoll und gewinnbringend für uns alle. 

Nach der Mittagspause ergänzten drei weitere Referenten die Gruppe, um von ihrem Werdegang und ihrer Arbeit zu berichten: Daniel Worat konnte zwar aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht anreisen, war aber bereit, mit einigen Teilnehmern zu der Frage „Schwul in der Männerdomäne Handwerk?“ zu skypen. Dr. Sebastian Schröder zeigte der Parallelgruppe, dass die beiden Welten „Schwul und Jurist“ durchaus zusammenpassen können und ermutigte uns zu einem offenen Umgang, auch in Unternehmen, die vermeintlich ein eher konservatives Auftreten haben. Er erzählte uns auch von Firmen, die sich ganz bewusst mit ihren schwulen Mitarbeitern im Wettbewerb positionieren, um eine andere Außenwirkung zu erzielen. Abschließend präsentierte uns Dr. Dominic Frohn seine Arbeit zu Diversity-Management in Unternehmen. Auch er sprach von seinem Werdegang und stellte uns darüber hinaus die Ergebnisse der Studie „Out im Office“ vor. Nach dem Abendessen ist unsere Gruppe in die Bonner Innenstadt gefahren, um den Tag in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.

„In Führung gehen“ war das Thema am Sonntagvormittag. Stefan Brandt flog mit uns in zwei Stunden über die wichtigsten Inhalte zum Thema „Leadership“ und griff dabei einige Inhalte und Ideen aus den vorherigen Tagen noch einmal auf. Was macht eine gute Führungskraft aus und wie passt das zu unserem schwulen Selbstkonzept? Seine Präsentation rundete das Wochenende ab und versorgte uns mit vielen Anregungen für unsere weitere berufliche Laufbahn und die Übergangsphase vom Kollegen zur Führungskraft. Die abschließende Feedback-Runde zeigte den Erfolg des Wochenendes: Alle äußerten sich begeistert über die drei Tage, sowohl inhaltlich, wie auch zwischenmenschlich. Neben den Vorträgen ergab sich auch in den Pausen immer wieder die Möglichkeit für Gespräche, Erfahrungsaustausch und Albernheiten. Nach dem Mittagessen sind wir am Sonntag alle mit einem Rucksack voller neuer Bekanntschaften, anregender Gedanken und konkreten Plänen für die Zukunft nach Hause gefahren.

Ein besonderer Dank gebührt René Oehler für die Organisation und allen Referenten, für den offenen Austausch, in den sie mit uns getreten sind. Das Programm „Future Leaders“ ist definitiv gut gestartet und eine hervorragende Möglichkeit, junge Nachwuchsführungskräfte, die sich bisher wenig bis gar nicht mit dem VK identifizieren, an den Verband zu binden. Ich freue mich sehr auf die kommenden 12 Monate „Future Leaders“ mit Mentorenprogramm, Besuch der „Young Professionals“ und Teilnahme an den Treffen der Regionalgruppe. Auch unsere Gruppe aus Bonn wird sich mittelfristig wieder treffen, um den Austausch nicht abreißen zu lassen. Schließen möchte ich mit einem Gedanken von Julian: „Für mich war das gemeinsame Wochenende unheimlich bereichernd und ich konnte viele Eindrücke, Gedanken und Ideen mitnehmen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen!“

 

 

 

Im Summercamp mit zukünftigen Führungskräften in Kontakt kommen.