Die Preisträger

2014 - Stadt Dortmund und Daimler AG

Die Preisträger des Max-Spohr-Preis 2014, die Daimler AG und die Stadt Dortmund, mit dem Vorstand des Völklinger Kreis e. V.

Am 31.10.2014 hat der VK zwei Arbeitgeber, einen aus dem öffentlichen unn einen aus dem privaten Bereich mit dem Max-Spohr-Preis 2014 ausgezeichnet. Ein Filmteam hat den Abend begleitet, Film hier.

Die Preisträger 2012, die Deutsche Telekom AG und die Landeshauptstadt München, haben die Preisverleihung zusammen mit dem Völklinger Kreis e. V. ausgerichtet.

Die Gewinner 2014 waren die Daimler AG und die Stadt Dortmund. Katrin Adt, Vice President HR der Daimler AG und Ullricht Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund nahmen die Auszeichnung für Ihre Organisationen entgegen und bedankten sich.

2012 - Landeshaupstadt München und Deutsche Telekom AG

von links nach rechts: A. Kehrer - Juryvorsitzender MSP 2012, A. Unterforsthuber - Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen München, T. Niederbühl - Stadtrat München, M. Maier - Leiterin Group Diversity Management Deutsche Telekom AG, R. Behr - Vorstand Diversity des VK.

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, Schirmherrin des Max-Spohr-Preises 2012, verkündete im Vorfeld zur Bekanntgabe der Preisträger 2012: „Erstmals wird neben einem Unternehmen aus der freien Wirtschaft auch ein Arbeitgeber der öffentlichen Hand ausgezeichnet – auf diesen Preisträger bin ich besonders gespannt.“ Aufgrund zahlreicher Anfragen seitens öffentlicher Arbeitgeber und um ihr Diversity-Engagement angemessen zu würdigen, hat der VK 2012 den Preis erstmalig auch in der Kategorie öffentliche Einrichtungen ausgeschrieben.

Der erste Max-Spohr-Preis für öffentliche Arbeitgeber ging an die Landeshauptstadt München, die sich durch vielschichtige Unterstützung der LGBTI-Mitarbeiter verdient gemacht hat, beispielsweise durch eine sehr erfolgreich wirkende Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen sowie Anti-Homophobie-Trainings für Stadtangestellte.

Deutsche Telekom AG, Preisträger 2012 in der Kategorie Unternehmen, treibt seit Jahren erfolgreich und sehr öffentlichkeitswirksam einen umfassenden Diversity-Ansatz voran. Das Mitarbeiternetzwerk für Schwule, Lesben, Bi und Trans* Mitarbeiter "queerbeet" wird von der Unternehmensspitze bedeutend durch finanzielle und personelle Ressourcen unterstützt.

2010 – Commerzbank AG und IBM Deutschland GmbH

von links nach rechts: Ajlen Pasalic (Sprecher von ARCO, dem GLBT-Netzwerk der Commerzbank AG), Doreen Trolldenier (Sprecherin von ARCO), Christian D. Weis (Sprecher von ARCO), Albert Reicherzer (Bereichsvorstand HR, Commerzbank AG), Barbara David (Diversity Managerin, Commerzbank AG), Dieter Scholz (Geschäftsführer Personal, IBM Deutschland GmbH), Albert Kehrer (Vorstand Diversity, Völklinger Kreis e.V.), Uta Menges (Diversity and Inclusion Leader Germany/Switzerland, IBM Deutschland GmbH)

Im Jahr 2010 sind ausnahmsweise zwei Unternehmen mit dem Max-Spohr-Preis ausgezeichnet worden. Die Jury war der Meinung, dass beide Unternehmen in diesem Jahr den Preis gleichermaßen verdient haben. Beide Unternehmen legen ein einzigartiges Engagement an den Tag in Ihren Bemühungen, Employer of Choice zu sein für Ihre Mitarbeiter, aber auch Partner of Choice für Ihre Kunden. Jedes Unternehmen hat ein sehr eigenes Vorgehen entwickelt lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Mitarbeitende wertzuschätzen und das Thema der sexuellen Identität ins Unternehmen zu tragen. So hat die Commerzbank mit dem größten GLBT-Mitarbeiternetzwerk in Deutschland ein sehr gut entwickeltes Instrument geschaffen, um die Belange der betroffenen Mitarbeiter ernst zu nehmen. Bei IBM sind es die Vielzahl an Aktivitäten und die bewusste Offenheit, mit der das Unternehmen auch in der Außendarstellung zu diesem Thema punktet, die zur Verleihung des Max-Spohr-Preises 2010 geführt haben.

2008 – SAP AG

von links nach rechts: Prof. Hans-Olaf Henkel (Gastredner, 1.v.l.), Torsten Kluge (Vorstand, 5.v.l.), Albert Kehrer (Vorstand, 4.v.r.), Dr. Natalie Lotzmann (Head of Health & Diversity bei SAP, 3.v.r.), Prof. Reinhold Roski (Jury-Sprecher, 2.v.r.), Ulrich Meier (Moderator, 1.v.r.), Vertreter des GLBT-Firmennetzwerkes HomoSAPiens

Die SAP AG ist der neue Preisträger 2008. Die Vielfalt der Mitarbeiter wird bei SAP als Potenzial verstanden und spielt in der Personalauswahl und -entwicklung eine entscheidende Rolle. Betroffene der einzelnen Kerndimensionen werden individuell gefördert und Arbeitsteams werden gezielt heterogen zusammengesetzt. Seit Juli 2008 sind neu entwickelte Gender Transition Guidelines für alle SAP Mitarbeiter und SAP Manager in Kraft. Diese sollen Diskriminierung gegen einzelne verhindern, die explizit auf Gender, Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung zielt. Diese Guidelines wurden in Zusammenarbeit vom Mitarbeiternetzwerk HomoSAPiens mit dem Global Diversity Office und Global Communications offiziell entwickelt.

Gastredner Hans-Olaf Henkel, ehemaliger IBM-Europa-Chef und BDI-Vorsitzender, eröffnete seine Rede mit dem Statement: "Das Gegenteil von Vielfalt ist Einfalt!" Seine Überzeugung sei es, dass Marktwirtschaft, Menschenrechte und Demokratie ein Dreieck bilden, in dem sich die Eckpunkte wechselseitig bedingen. Die Globalisierung, so Henkel, der Einfluss des anglo-amerikanischen Managementsystems sei aber die Chance: "Die Globalisierung wird dafür sorgen, dass Werte, Menschenrechte und damit auch ein Bewusstsein von Diversity um die Welt gehen werden."

2006 – Volkswagen Bank GmbH

von links nach rechts: Torsten Kluge (Vorstand VK), Huibert van Rossum (Vorstand VK), Barbara Rupprecht (Diversity Managerin Volkswagenbank GmbH), Prof. Dr. Reinhold Roski (Laudator), Jörg Melsbach (damaliger Geschäftsführer VK)

Systematisch hat die VW Bank (heute Volkswagen Financial Services AG) Diversity-Management in einem jahrelangen Prozess in allen relevanten Bereichen implementiert, wobei das Thema in der Geschäftsleitung und im Fachreferat Diversity-Management verankert ist. In Workshops, an denen 99 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnehmen, werden Werte und Leitlinien erarbeitet und vermittelt. Der Öffentlichkeit gegenüber werden die Diversity-Maßnahmen der Volkswagen Financial Services AG auf einer Internetseite, in allen Stellenanzeigen und durch die Veröffentlichung der Konzernleitlinien herausgestellt. Vorbildlich ist zudem, dass es offen schwul oder lesbisch lebende Führungskräfte bei der Volkswagen Financial Services AG gibt.

2004 – Deutsche Bahn AG

von links nach rechts: Prof. Dr. Klaus Streeck (Laudator), Birgit Reinhard (Diversitybeauftragte Dt. Bahn), Dr. Norbert Bensel (Personalvorstand Dt. Bahn), Birgit Gantz-Rathmann (Bereichsleiterin Soziales Dt. Bahn), Klaus R. Weinrich (VK-Vorstandsvorsitzender 1998-2004)

Die Deutsche Bahn AG wurde aufgrund ihres besonderen Engagements um die Erziehung zu Toleranz und Wertschätzung in der Berufsausbildung ausgezeichnet. In vielen unterschiedlichen Bereichen des Konzerns werden in Broschüren und mit Aktionen, durch Gesprächsangebote und in der Öffentlichkeitsarbeit junge Menschen dazu ermutigt, als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Deutschen Bahn Vielfalt zu erkennen und durch gegenseitige Achtung ein Vorbild in ihrer Altersgruppe und darüber hinaus zu sein.

2002 – Deutsche Bank AG

von links nach rechts: Prof. Franz-Josef Wetz (Philosoph), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Bundesjustizministerin a. D.), Heinz Fischer (Bereichspersonalvorstand Dt. Bank), Klaus R. Weinrich (VK-Vorstandsvorsitzender 1998-2004), Lea Rosh (Medienunternehmerin)

Die Gründe für die Verleihung des Max-Spohr- Preises an die Deutsche Bank AG sind vielfältig, stellt sich das Unternehmen doch mit nachhaltigem institutionellem Engagement den Herausforderungen des Diversity-Managements. Dies schließt unter anderem die weitgehende soziale Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften innerhalb des Unternehmens ein sowie einen entsprechenden firmeninternen Verhaltenskodex und besondere Betriebsvereinbarungen. Die Einrichtung und Förderung vernetzter Teams, die sich hauptberuflich mit den Diversity-Belangen der Deutschen Bank beschäftigen, arbeiten als Informations- und Schiedsstelle.

2001 – Ford Werke AG

von links nach rechts: Bettina Böttinger (Moderatorin) und Klaus Weinrich (VK-Vorstandsvorsitzender 1998-2004) überreichen den Max-Spohr-Managementpreis an Wilma Borghoff (Diversity Managerin Ford Deutschland)

Die Ford Werke GmbH war der erste Preisträger des Max-Spohr-Preises. Ausgezeichnet wurde Ford unter anderem dafür, dass die Gleichstellung sämtlicher partnerschaftlicher Lebensformen und sexueller Identitäten weit über gesetzliche Notwendigkeiten hinausgeht. Vorbildlich ist auch, dass die Tätigkeiten von unternehmensinternen GLBT-Netzwerken wie Ford Globe in ihrer Arbeit ausdrücklich und auch fnanziell gefördert werden. Im Personalmarketing wird aktiv mit Diversity-Grundsätzen geworben, schwule und lesbische Zielgruppenstrategien sind Teilaspekte des Marketings.