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Auswertung der Wahlprüfsteine

 Gleichstellung von LSBTI im Beruf:

Völklinger Kreis (VK) veröffentlicht Auswertung seiner Wahlprüfsteine

Der Völklinger Kreis hat die Auswertung seiner Wahlprüfsteine vorgestellt. Der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger hatte die Parteien nach ihren Positionen zur Gleichstellung und Diversity Management in der Arbeitswelt befragt. VK-Politikvorstand Alf Spröde fasst das Ergebnis zusammen: "CDU/CSU schnitten am schlechtesten, die FDP am besten ab. Die AfD hatte erst gar nicht geantwortet."

Alle Parteien außer der CDU/CSU unterstützten die Forderung des VK, die sexuelle Orientierung und das Alter in den Nicht-Diskriminierungskatalog des Artikels 3 des Grundgesetzes aufzunehmen - so wie es in der europäischen Grundrechte-Charta festgelegt ist. "Das ist für den VK wichtig, da so eine auf Gleichstellung ausgerichtete Rechtsprechung auf Dauer gesichert wäre", so Alf Spröde.

Bei der Förderung des Diversity Managements in der Wirtschaft sieht die CDU/CSU anders als der VK keinen Handlungsbedarf. Alle anderen Parteien wollen gerade kleine und mittlere Unternehmen beim Diversity Management unterstützen. Abzüge in der Bewertung gab es dabei für die Grünen, da sie keine klare Haltung in der Frage der Zuständigkeit von Wirtschafts- und Arbeitsministerium treffen. Abzüge erhielt auch die Linke, da sie das flexible unternehmerische Konzept des Diversity Managements durch harte gesetzliche Regelungen inklusive Verbandsklagerecht konterkarieren würde. SPD und FDP treffen Aussagen im Sinne des VK.

Der VK fordert darüber hinaus Initiativen für ein ganzheitliches Diversity Managements beim Bund als Arbeitgeber. Die Union spricht sich zwar für Diversity Management aus, nennt aber nur Frauen und Behinderte - nicht jedoch Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle (LSBTI). Bei der Linken gibt es Abzüge, da sie keine eigenen Vorschläge macht, sondern nur auf den Dialog mit Gewerkschaften und Verbänden verweist. Abzüge erhalten ebenfalls die Grünen, da sie zwar allgemein den Anwendungsbereich des AGG ausweiten wollen, aber keine Aussagen zu Anstrengungen in den Behörden selbst treffen. SPD und FDP machen Aussagen im Sinne des VK.

Weder CDU/CSU noch SPD sind zu Initiativen bereit, die Privilegien der Religionsgemeinschaften im Arbeitsrecht und Betriebsverfassungsgesetz einzuschränken. Der VK fordert dagegen, sozialen Unternehmen der Kirchen außerhalb des Verkündigungsbereichs das Recht zu nehmen, Betriebsräte zu verhindern und Beschäftigte wegen Homosexualität zu entlassen oder zu benachteiligen. Grüne und Linke wollen dies wie der VK ändern. Die FDP erhält Abzüge, weil sie konkrete Aussagen zwar für das Betriebsverfassungsgesetz, nicht aber für das Arbeitsrecht trifft.

Generelle Unterstützung zur besseren Arbeitsmarktintegration von homo-, bi- und transsexuellen Flüchtlingen gibt es bei allen Parteien. Abzüge gibt es bei der Union, da sie sehr vage bleibt, was konkrete Maßnahmen angeht.

 

Eine bildliche Übersicht der einzelnen Bewertungen findet sich in beigefügter Grafik.

Ausführliche Antworten der Parteien:

SPD CDU/CSU LINKE GRÜNE FDP

Der VK im Dialog

Der VK nutzt wie jedes Jahr die so genannte "CSD-Saison" um mit Besuchern von CSDs und LGBTI-Straßenfesten in den Dialog zu treten, mit anderen Verbänden und Unternehmen aus der LGBTI-Community über ganzheitliches Diversity Management und unsere zahlreichen Projekte zu sprechen. Unsere Business Empfänge laden Führungskräfte ein, sich direkt miteinander zu vernetzen.

Wann und wo finden Sie den VK:

 

Köln (Business Empfang
und Straßenfest): 07. - 09.07.17
  München (Infostand): 15.07.17
Berlin (Motzstraßenfest): 15. 07 + 16.07.17Braunschweig (Sommerlochfestival): 29.07.17

Hamburg (VK-Meetingpoint): 05.08. -09.08.17

Bonn (Schwul-lesbisches Sommerfest): 05.08.2017

Mannheim (Parade, Straßenfest, Messe): 12.08.17Bremen (CSD): 26.08.17

 

 

 

100% gleich - auch im Job

Unsere politischen Forderungen sind im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 entstanden und als bereits im Entstehungsprozess der Wahl- und Parteiprogramme an die poltischen Akteure versandt worden. Hier sind sie in übersichtlicher Form zusammengefasst:

 

25 Jahre VK: Jubiläum

Der Völklinger Kreis wurde 1991 gegründet und feierte 2016 sein erstes Vierteljahrhundert!

Jahresempfang, Mitgliederversammlung, Gala

Der Völklinger Kreis (VK), der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, hat einen neuen Vorstand.

Der neue Vorsitzende Michael Kauch dankte insbesondere dem ausscheidenden Vorsitzenden René Behr für seine erfolgreiche Arbeit. Behr trat wegen eines beruflichen Wechsels in die Schweiz nicht mehr an.

In einer Resolution forderte die Mitgliederversammlung des VK den Deutschen Bundestag auf, die Rehabilitierung und Entschädigung der von § 175 StGB nach 1949 Betroffenen noch in der laufenden Legislaturperiode zu regeln. „Schon der Respekt vor dem Alter vieler noch lebender Männer, die nach § 175 StGB verurteilt wurden, gebietet dies. Sie wurden ihrer Berufs- und Lebenschancen beraubt“, betonte VK-Vorsitzender Michael Kauch. Die betroffenen Männer sollten noch zu ihren Lebzeiten rehabilitiert werden und auch durch eine Entschädigung eine späte Genugtuung erfahren.

Zuvor feierten am Freitag etwa dreihundert Mitglieder und Gäste aus Unternehmen, Verbänden und Politik das 25-jährige Jubiläum des Verbandes. Die Festrede hielt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Brigitte Zypries. Die Gratulation aus der Wirtschaft überbrachte Dr. Roland Leroux, Präsident der ULA, der Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände. Beide stellten heraus, wie wichtig ein aktives Diversity Management für die deutsche Wirtschaft ist - für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für den Erfolg der Unternehmen. „Dies zu unterstützen und voranzutreiben, ist und bleibt die zentrale Aufgabe für den VK als Berufsverband“, so Michael Kauch.

Verbandsmagazin "VK-News"

Unser Verbandsmagazin erscheint dreimal pro Jahr intern und digital, einmal im Jahr gedruckt und öffentlich. Diese Ausgabe wird auf den lokalen CSDs, Straßenfesten und Empfängen verteilt. Es hat eine verteilte Auflage von 2500 Stück.

Die aktuellsten Ausgaben können Sie über das Vorschaubild herunterladen.

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