Spende an Queer Jewish Days 2026
Unser Förderverein hatte bereits im März 2.000 € an die Alte Synagoge in Essen gespendet, um die Queer Jewish Days 2026 zu unterstützten, welche kürzlich stattfanden.
Das Programm war bunt, wie der Regenbogen und auch so leuchtend!
Anbei Eindrücke von unserem VK-Mitglied Dr. Peter Mutscheller, Regionalgruppe Düsseldorf.
Montag: Der „Ost“-Blick. Prof. Dr. Voß – akademisch fundiert und kein bisschen langweilig! Der DDR Film „Coming Out“ war sehr berührend, zeigt er doch die Zerrissenheit wenn ein schwuler Mann meint, gesellschaftlichen Konventionen gerecht werden zu müssen. Begleitend das „Buffet“ – eine Sammlung von DDR Artikeln, mit viel Liebe zum Detail zusammengestellt, ganz wie in der im Haus der Geschichte in Bonn gerade neu gestalteten Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte. Deutschland seit 1946″.
Sehr spannend auch das am Rande erwähnte Buch „Ganz normal anders“. Ein Erlebnis, wie das Buch des ehemaligen VK-Mitglieds Harm-Peter Dietrich „Danke Gustav“, der es allen VK-Mitgliedern großzügigerweise bei der Mitgliederversammlung des VK geschenkt hat.
Dienstag: Jan Wilkens mit einem Blick hinter die Kulissen der queer-jüdischen Selbstorganisation. Akademisch nicht weniger solide als der Vorabend und wirklich bereichernd.
Mittwoch: Atahan Demirel mit den Lebensrealitäten und Herausforderungen queerer Muslim*innen in Deutschland.
Donnerstag: Jalda und Anna. Zwei außergewöhnliche Frauen, die was zu erzählen haben. Großartig auch wie viele FLIPs vor Ort waren. FLIP (FrauenLiebe im Pott) war noch eine Horizonterweiterung – die Gruppe macht einen sehr lebendigen Eindruck.
Freitag: KEFB (Katholische Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen).
Dort hat Marc-Bernhard Gleißner förmlich mitgerissen mit „Esther – die queere Queen der Bibel“. Eloquent, witzig und packend. Das Buch Esther war mir bis dato nicht präsent, jetzt vergesse ich es nie wieder. Einfach großartig. Wenn mehr solche Menschen in unseren Kirchen unterwegs wären, müssten die Gemeinden wachsen. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch gerne an Alice Baron, Pfarrerin in der evangelischen Gemeinde in Essen-Frohnhausen und mit einer Frau verheiratet, die 2025 als Gast auf dem KEFB Podium war. Die machen was die Katholiken. Die Ausstellung „Gut.Katholisch. Queer. – Für eine Kirche ohne Angst“ im Maxhaus in Düsseldorf würde ich auch in dieser Rubrik einsortieren.
Samstag: Sabbat, nehme ich an.
Sonntag: Finale mit Paukenschlag!
Erst einmal auf den queeren Spuren in Essen mit Wolfgang Berude. Schon wieder eine neue, spannende Begegnung. Eine Geschichte nach der anderen, Einblicke, Hintergründe und jede Menge Information. Ein Hammer.
Im Anschluss Divine Decadence in der Alten Synagoge. DAS Fest für alle Sinne.
Wir freuen uns alle auf das Programm im Jahr 2027!


