Virtuelle DiverseCity Düsseldorf 2021: PINK AGING oder anders altern?

Am 30. November 2021 findet zum wiederholten Mal die erfolgreiche Diversity Management Veranstaltung DiverseCity im virtuellen Format statt. Von 14:00 bis 16:30 Uhr kann jede:r online und kostenfrei teilnehmen. Zusammen mit dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung der Landeshauptstadt Düsseldorf organisiert der Völklinger Kreis e. V. die Veranstaltung zum fünften Mal.

„PINK AGING oder anders altern?“, ist das diesjährige Kongressthema, unter dem diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Zum einen werden Fragen der Community beantwortet: Wie wollen sie im Alter leben? Wie wichtig sind Sensibilisierung und Schulung von Mitarbeitenden sowohl in der stationären als auch der mobilen Pflege? Wie unterscheidet sich die Lebenssituation älterer schwuler oder lesbischer Menschen, die in Ihrer Jugend und im Erwachsenenalter strafrechtlich unter §175 StGB verfolgt oder zumindest sozial stigmatisier worden sind vor der Lebensrealität heterosexueller Senior:innen?

Zum anderen werden verschiedene Einrichtungen, die Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten auch zu folgenden Fragen Stellung beziehen: Wie müssen sich Seniorenheime oder mobile Pflegedienste als Wirtschaftsunternehmen aufstellen, um adäquate Pflegedienstleistungen erbringen zu können? Wie müssen sie als Arbeitgeber:innen handeln? Brauchen Mitarbeitende im pflegerischen Bereich eine besondere LSBTIQ* Ausbildung? Sind unsere Seniorenheime bereit dafür, gleichgeschlechtliche Ehepaare oder Paare aufzunehmen?

Wir freuen uns auf Grußworte vom Staatssekretär im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Andreas Bothe, des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Düsseldorf, Dr. Stephan Keller, der Vorständin unseres Partnerverbandes, der Wirtschaftsweiber, Steffi Grimm und unseres Vorsitzenden Matthias Weber.

„Vielfalt leben und pflegen. Lasst uns LSBTIQ* in der Pflege willkommen heißen“, lautet der Titel der Keynote von Dr. Heiko Gerlach.

In der darauffolgenden Paneldiskussion werden unsere Gäste: Dr. Inka Wilhelm von der Fachstelle „Altern unterm Regenbogen“/frauenberatungsstelle düsseldorf e. V., Ralf Hansen, Geschäftsführer von „Pflege und Beratung Heinzelmännchen GmbH“, Jürgen Dörr vom Wohnprojekt „VieleWändePlus“ und Dr. phil. Heiko Gerlach, Diplom Pflegewirt über die unterschiedlichen Aspekte des Themas beleuchten und uns an ihren praktischen Erfahrungen im Bereich Senior:innenarbeit teilhaben lassen.

Die Veranstaltung DiverseCity Kongress Düsseldorf 2021 wird durchgeführt vom Völklinger Kreis in Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung der Landeshauptstadt Düsseldorf mit freundlicher Unterstützung durch das Queere Netzwerk NRW. Sie wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Alle aktuellen Informationen im Detail und den Link zur Veranstaltung finden Sie unter: www.pink-aging.de

Dialog „Diversity im Mittelstand – Möglichkeiten der jungen Wirtschaft“

Der Völklinger Kreis zu Gast bei den Wirtschaftsjunioren.

Am Montag, den 1.November 2021 fand im Haus der Deutschen Wirtschaft das Dialoggespräch der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) statt.
Unser Vorstand Holger Reuschling vertrat vor Ort den Völklinger Kreis und war mit dabei, als Fragen zur Diversity und Inklusion in Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMUs) erörtert wurden. Die Charta der Vielfalt wurde vertreten durch die stellvertretende Geschäftsführerin Frau Corina Christen und Projektleiterin Juliane Schlei. Ebenfalls mit dabei: Evelyne de Gruyter, Geschäftsführerin vom Verband deutscher Unternehmerinnen e. V. und Manfred Otto-Albrecht vom Unternehmensnetzwerk Inklusion. Vom Bundesvorstand der Wirtschaftsjunioren waren Bundesvorsitzender Sebastian Döberl und seine Vertreterin und Nachfolgerin ab 2022, Denise Schurzmann, mit in der Diskussion.

Gerade hinsichtlich der Bedeutung von Diversität und Inklusion verweist Holger Reuschling auf die Vorteile von Veränderungen in Unternehmen:
„Anderssein ist eine Stärke und die Voraussetzung dafür, die Kraft von Vielfalt für Gesellschaft und Unternehmen zu nutzen“

Wir danken dem WJD für die Organisation eines inspirierenden Dialogs mit guten Diskussionen und die Begleitung via Instagram/Stories (siehe Bilder).

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld mit neuem Vorstand

Bereits im Sommer diesen Jahres gab der bisherige Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld Jörg Litwinschuh-Barthel (53) auf seiner Rede zum 10jährigen Jubiläum der Stiftung offiziell bekannt, dass er für eine weitere Amtszeit nicht mehr kandidieren werde.

Litwinschuh-Barthel hat die Stiftung seit ihrer Gründung 2011 aufgebaut und in vielen bedeutenden Projekten begleitet. Das Archiv der anderen Erinnerungen, die Hirschfeldtage, die Veröffentlichungen und die vielfältigen Projektunterstützungen haben die Stiftung zu einer wesentlichen Institution innerhalb der LSBTI* Community werden lassen.

„Es gab damals noch keine Räumlichkeiten, geschweige denn eine Geschäftsstelle oder Liegenschaft, es waren noch keine Mitarbeiterinnen genehmigt, es gab kein Forschungs- und Bildungsprogramm, kein einziges Projekt. Das Kuratorium und der Fachbeirat hatten sich noch nicht konstituiert und das Gründungsvermögen in Höhe von zehn Millionen Euro mussten noch vor Jahresende beim Bundesministerium der Finanzen angefordert werden“, so Litwinschuh-Barthel in seiner Rede zum Jubiläum 2021.

10 Jahre später ist die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld auch Dank Litwinschuh-Barthel eine relevante Größe in Forschung und Aufklärung und Beraterin der Politik und Gesellschaft.

Seit Stiftungsgründung begleitet auch der Völklinger Kreis mit Sitz im Kuratorium die Arbeit der MHS.

In der Sitzung am 30.09.21 hat das Kuratorium Dr. Gero Bauer als Nachfolger für Jörg Litwinschuh Barthel gewählt. Dr. Bauer ist bisher Geschäftsführer des Zentrums für Gender- und Diversitätsforschung der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Kuratoriumsmitglied und Politikvorstand Alf Spröde dankt im Namen des VKs seinem langjährigen Mitglied Jörg Litwinschuh-Barthel für seine Verdienste um die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Dr. Gero Bauer.

Future-Leader-2021

Neue (Future) Leader braucht das Land… und der Verband

Die pandemische Situation in Deutschland hat auch das Future Leader Programm des VK vor einige Herausforderungen gestellt, da das beliebte und bewährte Sommercamp zum Start des neuen Programms im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte.

Nachdem Holger Reuschling im Oktober 2020 in den Bundesvorstand gewählt wurde, hat er das Future Leader Programm (FLP) auf seine Agenda gesetzt und mit Ex-FL Nicolai Tschirner einen Projektleiter gewinnen können, mit dem er das Programm weiterentwickelte.

Neben einem Mentoringprogramm umfasst das FLP Workshops zu Leadership- und Persönlichkeitsthemen und vernetzt die jungen Talente mit erfahrenen Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Nach dem virtuellen Start im Dezember 2020 schlossen sich in Folge der Berichterstattung über Social Media weitere junge Männer dem Programm an. Insgesamt starteten 22 junge Talente aus vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft und damit so viele wie nie zuvor. Von diesen haben sich zwischenzeitlich bereits drei für eine dauerhafte Mitgliedschaft im Verband entschieden.

Neu ist, dass jeder FL ein Interview mit einem Vorstandsmitglied absolviert hat, auf dessen Basis passende VK-Mitglieder als Mentor für das einjährige Programm gefunden wurden. Der Start des Mentorings und das Matchen von Mentoren und Mentees fand digital statt und wurde von allen Beteiligten als ein guter Auftakt für die Integration der FL´s empfunden.
Neben dem Mentoringprogramm wurden die 22 Talente bereits Anfang des Jahres Regional- und Fachgruppen zugeordnet, um sie frühzeitig ins Verbandsleben des VK zu integrieren. Bei der Veranstaltung der RG´s Dortmund/ Düsseldorf und Köln waren im Juni zahlreiche FL´s, um sich mit den drei Regionalgruppen zu vernetzen.

Neben dem Mentoringprogramm konnte bislang fast jeden Monat ein digitales Angebot mit erfahrenen Trainern zu Themen der Persönlichkeitsentwicklung, Führung oder beispielsweise Resilienz angeboten werden. Darüber hinaus haben Holger Reuschling und Nicolai Tschirner interessante Manager und Fachleute für Diskussionsforen gewinnen können. So diskutierte VK-Mitglied Jens Schadendorf mit den FL´s über seine Recherchen des GAYMECHANGERS und die Herausforderungen einer neuen schwulen Führungsgeneration. Im Juli konnte der ehemalige Sprecher der Handelsblatt Media Group, Frank Dopheide, für eine Diskussionsrunde zu Purpose und Führung geworben werden.

Unterstützt wird das diesjährige Programm inhaltlich und finanziell von der Deutschen Bank AG.

RR in Mainz: Zweite Sitzung des VK Regionalrats

Mitte September trafen sich RR-Mitglieder, VK-Vorstand und der Ehrenrat zur zweiten Sitzung des Regionalrates in Mainz am Rhein. Nach einem Jahr war es die erste Präsenzveranstaltung des RR, da die Frühjahrssitzung aufgrund der viralen Krise Ende April per Onlinekommunikation stattfand.

Get-Together im Heiliggeist, einem geschichtsträchtigen Gebäude im Herzen der Stadt.

Get-Together im Heiliggeist, einem geschichtsträchtigen Gebäude im Herzen der Stadt.

Das Treffen begann am Freitagabend mit einem Get-Together im Heiliggeist, einem geschichtsträchtigen Gebäude im Herzen der Stadt. Das Heiliggeist war einst das älteste Bürgerspital Deutschlands und wird seit über 150 Jahren gastronomisch genutzt. Eine wunderbare Location für ein Wiedersehen in lockerer Runde als Auftakt zum RR- Wochenende.

Für die Sitzung kam der RR am Samstag in der Kongressetage des Hilton Hotels der Stadt zusammen und widmete sich ab 09.00 Uhr der umfangreichen Tagesordnung. Am Vormittag informierte der Vorstand über den aktuellen Planungsstand zur MV im Oktober in Erfurt und zu den bevorstehenden Veranstaltungen im Rahmen des 30-jährigen Bestehens des VK, das die kommenden Monate wesentlich bestimmen wird.

Anschließend gab es eine Rückschau zum neuen Mitgliederaufnahmeprozess, dessen Einführung im Oktober 2020 durch die MV verabschiedet wurde. Nach anfänglichen Problemen, wer macht wann was, hat sich das unbürokratische Verfahren bewährt und trotz der schwierigen Zeit während der Pandemie zu steigenden Mitgliederzahlen geführt.

Teilnehmer des Regionalrat beim Stadtrundgang

Teilnehmer des Regionalrat beim Stadtrundgang

Der Nachmittag der RR-Sitzung stand ganz im Zeichen des neuen Internetauftritts auf den Seiten von VK-Online und der Einführung von „Chapster“, des Tools für die interne Verbandskommunikation. Geschäftsstellenleiter Alexander Grimm gab einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten und innovativen Lösungen der App, die den RG´s und FG´s bei der Organisation ihrer Aktivitäten eine große Hilfestellung sein wird.

Im Anschluss an die RR-Sitzung organisierte die RG Mainz/Wiesbaden einen geführten Stadtrundgang durch die historische Mitte der Stadt, bei dem die RR-Teilnehmer die beeindruckende Historie des alten Bischofssitzes kennenlernten.

Der Abend wurde mit „Weck, Worscht un Woi“ (Brötchen, Wurst und Wein) in einer der vielen Weinstuben der Innenstadt fortgesetzt.

Herzlichen Dank an die RG Mainz/Wiesbaden für die Ausrichtung der zweiten RR-Sitzung in diesem Jahr.

Das nächste Treffen des Regionalrates findet Mitte März 2022 in München statt.

 

DiverseCity: 30 Jahre schwules Leben in Deutschland – Veränderungen in Gesellschaft und Beruf

Am 14. September von 15 bis 17 Uhr gehen wir in einem Generationenpanel mit Gästen unterschiedlichen Alters, Berufen und Backgrounds der spannenden Frage nach:
Wo standen wir Schwule als Teil der LGBTQ*-Community vor 30 Jahren und wo stehen wir heute?
Was bewegte den queeren Mann damals privat als auch beruflich? Und wie stellt sich heute die Lage dar?

Anhand der vielfältigen Lebensgeschichten unserer Panelgäste, allesamt Mitglieder des Völklinger Kreis, beleuchten wir so die Lebensrealität schwuler Männer unterschiedlicher Generationen in Deutschland damals und heute. Ein Fokus wird dabei auch auf den Unterschieden von Karrieren von LBGTIQ* damals und heute liegen und warum LGBTIQ* heute eine Karriere im Konzern oder einer Behörde gegenüber dem Mittelstand oder dem kleinen Unternehmen vorziehen.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Zoom Link zur Veranstaltung: www.30-Jahre-VK.de

Die Veranstaltung erfolgt mit Unterstützung durch Queeres Netzwerk NRW.
Sie wird gefördert durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

30 Jahre VK - Interview 1

30 Jahre VK: Kamera läuft … beim Völklinger Kreis

Der Völklinger Kreis feiert in den nächsten Monaten sein 30. Jubiläum.

Viel Zeit ist seither vergangen. Aus ursprünglich zwei Regionalgruppen wurden 22. Gleichzeitig beschäftigen sich 17 Fachgruppen mit den unterschiedlichsten Themenfeldern. Die Verbandsvorstände widmen sich komplexen Aufgabenstellungen und leiten die bundesweiten Projekte, der Regionalrat trifft sich zum gegenseitigen Austausch.

Während der letzten Regionalratssitzung Ende April hat der Vorstand die Idee einer Videoproduktion zum 30. Jubiläum angeregt, zu deren Realisierung sich im Nachgang der Regionalratssitzung eine Arbeitsgruppe gefunden und Detailplanungen erarbeitet hat.

Inhaltlich sollten sich zwei Mitglieder des Völklinger Kreis, eines aus der Gründungszeit des Verbands und eines, das erst vor kurzer Zeit in den VK eingetreten ist, sich in einem Dialogformat über ihre Erwartungen an den Verband austauschen.

Protagonisten waren Kurt Schultze von der Regionalgruppe Düsseldorf, seit über 25 Jahren im VK und Dennis Terhoeven von der Regionalgruppe Dortmund, seit Anfang 2020 VK-Freund und aktueller Teilnehmer am Future Leaders Programm.

 

Unterschiedlichste Fragestellungen wurden behandelt:

Warum bin ich in den Völklinger Kreis eingetreten? Was hat der VK vor 25 Jahren für mich getan? Welche Erwartungen habe ich heute an den Verband? Wie kann ich mich aktiv in die Themenfelder des VK einbringen?

Das Video ist Mitte August in Düsseldorf aufgezeichnet worden, befindet sich aktuell in der Nachbearbeitung und soll zur Mitgliederversammlung in Erfurt im Oktober veröffentlicht werden. Zuschauer unseres Generationenpanels konnten hier bereits eine Vorpremiere erleben.

 

Herzlichen Dank an die Arbeitsgruppe für Idee und Umsetzung:

Moritz Leick, Dennis Terhoeven, Kurz Schultze, Bernd Theo Schäfer, Sven Tomschin und Alf Spröde

 

 

 

 

Nachruf Dr. Thomas Norpoth

Mit tiefem Bedauern informieren wir Euch darüber, dass der ehemalige Vorsitzender des Vorstands Dr. Thomas Norpoth verstorben ist.

Den langjährigen Mitgliedern ist Dr. Thomas Norpoth kein Unbekannter. Er kam im Sommer 1994 zum VK, wurde 1998 in den Vorstand gewählt und amtierte ab 2006 zwei Jahre als dessen Vorsitzender.

Alexander Schirmer, damals mit im Vorstand, erinnert sich: „Thomas Norpoth wurde zu einer Zeit Vorsitzender des Vorstands, als vieles im Umbruch war und es jemanden brauchte, der die Pflicht übernahm die anstehenden Veränderungen auch zu meistern. Dafür gebührt ihm Dank.“

In diese Zeit des Umbruchs fiel der Umzug der VK-Geschäftsstelle und somit der Sitz des Verbands von Köln nach Berlin. Dieser Umzug brachte vieles in Bewegung.

Sein Nachfolger im Amt des Vorsitzenden des Vorstands Bernd Schachtsiek hierzu: „Unter Thomas Norpoth wurden Strukturen geschaffen, welche es dem Verband in den kommenden Jahren erlaubten, seiner Verantwortung in Politik, Wirtschaft und Medien umfassender gerecht zu werden.“

Rückblickend sind dieser Umzug und der damit verbundenen Veränderungen als ein entscheidender Meilenstein in der Geschichte des Verbands anzusehen.

Thomas Norpoth war bis zu seinem Tode Mitglied im Völklinger Kreis. Leider erlaubte es ihm seine Gesundheit in den letzten Jahren nur noch selten, an den Verbandsaktivitäten teilzunehmen. Sein Engagement und seine Verdienste für den VK bleiben unvergessen.

Oliver Kühn und Markus Löw vor dem Rainbow ICE der Deutschen Bahn

Für mehr Toleranz – Der Regenbogen-ICE der Deutschen Bahn

Zum CSD in München am 10.Juli startete der ICE München seine erste Fahrt in neuem Kleid des Regenbogens. Mit Hochgeschwindigkeit fährt er seither für Vielfalt und Toleranz durchs Land. Viele große Medien berichteten über diese Aktion, unter anderem der STERN.

Die Deutsche Bahn würdigt mit dieser und weiteren Aktionen das langjährige Engagement der Mitarbeitenden, die sich innerhalb und außerhalb des Konzerns für Respekt, Vielfalt, Toleranz und der Freiheit der Liebe einsetzen. Das Railbow-Netzwerk der Deutschen Bahn feiert in diesem Jahr 10 jähriges Bestehen und hat mittlerweile über 700 Mitglieder.

Unser neues Mitglied Markus Löw ist bei der Deutschen Bahn AG im Finanzbereich beschäftigt und seit Jahren für das Railbow-Netzwerk aktiv. Daneben engagiert sich Markus intensiv für die LGBT Community in Osteuropa und ist dort sehr präsent. Er ist somit auch ein Gewinn für die internationale Arbeit unseres Verbandes. Mit unserem Stellvertretenden Vorsitzenden Oliver Kühn, der bekanntlich ebenfalls DB-Mitarbeiter ist, und vielen DB-Mitarbeitenden feierte er die erste Fahrt eines ICE mit Regenbogen-Streifen.

Oliver Kühn und Markus Löw vor dem Rainbow ICE der Deutschen Bahn

Vorstand Oliver Kühn mit Neumitglied Markus Löw vor dem Rainbow ICE der Deutschen Bahn.

Sowohl als deutliches Statement des Unternehmens als auch in Hinsicht auf die Lage in Osteuropa ist ein solch starkes Zeichen der Solidarität der Deutschen Bahn gegenüber der Community von großer Bedeutung,
denn der ICE München trägt den Regenbogen in den nächsten Monaten in viele große Städte Deutschlands.

Tausende von Fahrgästen aus aller Welt werden somit täglich mit dem bekanntesten Symbol der LGBT-Bewegung in Kontakt kommen. Das dies einmal Realität werden würde, hätten viele von uns vor einigen Jahren nicht zu hoffen gewagt. Vor diesem Hintergrund sollte es dann auch erlaubt sein, daran zu glauben, dass auch der vom EU-Parlament in diesem Frühjahr geforderte EU-Freiheitsraum für LGBT-Personen Wirklichkeit wird.
Der Völklinger Kreis dankt der Bahn und allen Beteiligten für Ihr Engagement für dieses starke und weithin sichtbare Statement!

 

EU-Staat Ungarn verabschiedet menschenverachtendes Gesetz

Am vergangenen Montag, den 14. Juni 2021, hat die Regierungspartei von Ministerpräsident Viktor Orbán ein Gesetz durch das Parlament gebracht, dass die Sichtbarkeit Homo- und Transsexualität in der dortigen Öffentlichkeit verschwinden lässt. Im Gesetz vermischt die Regierungspartei Fidesz Strafverschärfungen für Pädophilie, Kinderschutz und ein Verbot der Propagierung von Homosexualität bei unter 18-Jährigen.

Ein empfindlicher Rückschlag für die Rechte von LGBTIQ+ im Land.

Victor Orbán sagt: „Ungarn ist hinsichtlich der Homosexualität ein tolerantes, ein geduldiges Land […] Doch gibt es eine rote Linie, die man nicht überschreiten darf: Lasst unsere Kinder zufrieden!“ Mit dieser Aussage zieht er eine verstörende Parallele zwischen Homosexualität und Pädophilie.

Matthias Weber, Vorsitzender des Vorstandes des Völklinger Kreises und Präsident des European Business Networks dazu: „Es ist zermürbend, wie Victor Orbán sich auf dem Rücken der Community profiliert. Dieses Gesetz ist konträr zu einer Vielzahl der von den Vereinten Nationen beschlossenen Menschenrechten.“

Das verabschiedete Gesetz wird entscheidenden Einfluss auf den Unterricht an ungarischen Schulen haben, auf die Jugendarbeit und auf das Rundfunkprogramm. Darüber hinaus wird es Unternehmen beispielsweise im pride month Juni nicht mehr möglich sein, ihre Solidarität mit LGBTI+ öffentlich mittels des Regenbogens im Firmenemblem kundzutun.

„Die Bilder sind erschütternd, vor dem Parlament demonstrierten 10.000 Menschen mit Regenbogenflaggen gegen das Propagandagesetz und drinnen wird es verabschiedet. Eine solche massive Beschneidung der Meinungsfreiheit und der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Ungarn, die klar gegen europäische Werte verstößt, lehnen wir eindeutig ab. Das Gesetz weckt böse Erinnerungen an das Verbot von so genannter homosexueller „Propaganda“ in Russland 2013“, so Jörg Höhn, Generalsekretär des European Pride Business Networks und Mitglied des Vorstands des Völklinger Kreises.

Unlängst berichtete die ungarische Boulevardzeitung „Blikk“ über einen Suizid eines 13-jährigen Jungen, der sich aufgrund seiner Homosexualität das Leben genommen hat. Auch solche tragischen Folgen kann eine eingeschränkte Sexualaufklärung haben, deshalb „fordern wir unsere Regierung dazu auf, deutlich gegen dieses menschenverachtende Gesetz Stellung zu beziehen, des Weiteren würden wir eine Prüfung dieses Gesetzes durch die Europäische Kommission ausdrücklich begrüßen“, so Matthias Weber und Jörg Höhn.