Europäische Vernetzung erleben: VK zu Gast beim 30-jährigen Jubiläum von network – Gay Leadership Schweiz

Ein Wochenende voller Begegnungen, Ideen und europäischer Perspektiven: Vertreter des Berufsverband VK – Netzwerk für Vielfalt und Karriere waren in Zürich zu Gast beim 30-jährigen Jubiläum unseres Schweizer Partnerverbands network – Gay Leadership Schweiz. Die Teilnahme hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen europäischen Proud-Professionals-Netzwerken ist – fachlich, strategisch und persönlich.

Bereits der Auftakt am Freitagabend im Club HIVE setzte den Ton für ein intensives Wochenende: ein offenes Get-together mit vielen neuen Kontakten und Gesprächen in entspannter Atmosphäre. Am Samstag folgte eine abwechslungsreiche und effizient organisierte Generalversammlung, ergänzt durch Workshops, Podiumsdiskussionen und einen gemeinsamen Apéro im Lichthof der Universität Zürich – ein Format, das eindrucksvoll zeigte, wie lebendig Beteiligung in einem aktiven Mitgliederverband gestaltet werden kann.

Den Höhepunkt bildete ein festliches Galadinner mit über 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Community. Neben Rückblicken auf drei Jahrzehnte Verbandsarbeit standen insbesondere Zukunftsperspektiven für Leadership, Sichtbarkeit und Vernetzung im Mittelpunkt. Die Veranstaltung machte deutlich, welche Wirkung engagierte Netzwerkarbeit entfalten kann, wenn Mitglieder, Partnerorganisationen und gesellschaftliche Akteur:innen gemeinsam an einem Ziel arbeiten.

Für den VK bestätigt der Austausch mit europäischen Partnerverbänden wie network die große Bedeutung internationaler Zusammenarbeit. Gerade im europäischen Kontext entstehen neue Impulse für strategische Themen, für berufliche Vernetzung und für die Weiterentwicklung von Community-Strukturen.

Ein wichtiger Rahmen dafür ist unser eigenes Austauschprogramm EPIC – European Proud InterConnection. EPIC stärkt gezielt die Verbindung zwischen Proud Professionals, Organisationen und Institutionen in Europa und schafft Räume für Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, voneinander zu lernen, gemeinsame Perspektiven zu entwickeln und europäische Zusammenarbeit sichtbar zu gestalten.

Das Jubiläumswochenende in Zürich hat eindrucksvoll gezeigt: Starke Netzwerke wirken über Ländergrenzen hinweg – und genau darin liegt eine zentrale Chance für die Zukunft europäischer Zusammenarbeit im VK.

Weitere Informationen:

 

 

Eindrucksvolle Verleihung des Max-Spohr-Preises 2026 in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, April 2026 – In den Türmen der Deutschen Bank in Frankfurt am Main hat der Berufsverband VK e.V. auch in diesem Jahr den Max-Spohr-Preis verliehen. Vor mehr als 200 Gästen wurden Persönlichkeiten, Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Vielfalt, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander engagieren.

Die feierliche Veranstaltung wurde von Kurt Siering, dem Vorstandsvorsitzenden des Berufsverbandes VK e.V. eröffnet. Die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner richtete sich per Videobotschaft an die Anwesenden. Moderiert wurde der Abend von Susanne Sikora, Inclusion Lead der Deutschen Bank.

Zu den Laudatorinnen und Laudatoren zählten unter anderem Burkhard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetages, Nancy Faeser, Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemalige Bundesministerin des Innern, sowie Sophie Koch, Queerbeauftragte der Bundesregierung.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Rede von Michel Friedman, die mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations gewürdigt wurde. Ihr Zitat „Nur aus dem Ausleben des Ichs lebe ich.“ prägte die Veranstaltung und unterstrich die Bedeutung individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.

Für die musikalische Begleitung sorgte VK-Mitglied Marek Reichert, der als Bariton das Publikum mit einer eindrucksvollen Darbietung begeisterte.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Max-Spohr-Preises 2026

Jurypreise:

  • Großunternehmen: Hays AG
  • Kommunen: Stadt Bielefeld / Stadtverwaltung Bielefeld
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Allround-Team GmbH
  • Institution des öffentlichen Dienstes (Bund): Bundeskriminalamt (entgegengenommen durch den Präsidenten des BKA, Holger Münch)

Sonderpreise des Vorstands:

  • Sonderpreis Haltung: Michel Friedman
  • Kommunalpolitik:
    • Simon Blümcke, Oberbürgermeister von Friedrichshafen
    • Dirk Gene Hagelstein, Bürgermeister von Neu-Isenburg
    • Thomas Kufen, Oberbürgermeister von Essen

Weitere Sonderpreise:

  • OutInChurch e.V.
  • Welcome Out
  • Sebastian Krug
  • HPSTD-Ambulanz am Universitätsklinikum Essen
  • Internationaler Preis: Ukrainian LGBT+ Military


Mit dem Max-Spohr-Preis würdigt der Berufsverband VK e.V. seit vielen Jahren herausragendes Engagement für Vielfalt in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die diesjährige Preisverleihung hat eindrucksvoll gezeigt, wie entscheidend gelebte Vielfalt für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Innovation und eine zukunftsfähige Arbeitswelt ist.

Über den Max-Spohr-Preis
Der Max-Spohr-Preis wird vom Berufsverband VK e.V. vergeben und erinnert an den Verleger Max Spohr, der sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts für die Rechte homosexueller Menschen einsetzte. Der Preis zeichnet Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich in besonderer Weise für Akzeptanz, Gleichberechtigung und Vielfalt engagieren.

Über den Berufsverband VK e.V.
Der Berufsverband VK e.V. wurde 1991 gegründet und ist ein bundesweit tätiges Netzwerk von rund 700 queeren Berufstätigen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur. Der VK steht für Vielfalt, Solidarität und Sichtbarkeit im Berufsleben. Er bietet seinen Mitgliedern Räume für Austausch, Vernetzung und persönliche Entwicklung und setzt sich für diskriminierungsfreie, vielfältige und zukunftsorientierte Berufswelten ein.

Pressekontakt:
Berufsverband VK e. V.
Kaiserdamm 31
14057 Berlin
Telefon: +49 30 301 038 80
E-Mail: info@vk-online.de
Website: www.vk-online.de

Foto: Mario Andreya / marioandreya.de, weitere Fotos verfügbar. Bitte Pressekontakt nutzen.

Transgender Visibility Day 2026: Interview mit Anastasia Biefang

Anastasia Biefang ist seit 1994 Soldatin der Bundeswehr und war unter anderem in Afghanistan im Einsatz. 2015 outete sie sich als trans Frau. Sie war die erste trans Kommandeurin in der Geschichte der Bundeswehr und zugleich die erste Kommandeurin überhaupt. Seit mehreren Jahren engagiert sie sich zudem ehrenamtlich bei QueerBw, der Interessenvertretung queerer Angehöriger der Bundeswehr, seit 2019 als stellvertretende Vorsitzende. Anlässlich des Trans Visibility Day haben wir mit ihr über Führung, Institutionen und die Bedeutung rechtlicher Anerkennung im Berufsalltag gesprochen.

Anastasia, was bedeutet Sichtbarkeit für Dich als Führungskraft in einer staatlichen Institution wie der Bundeswehr?
Sichtbarkeit bedeutet für mich Verantwortung. Als Führungskraft bin ich nicht nur für Auftragserfüllung zuständig, sondern auch für die Werte, die wir verkörpern. Sichtbar zu sein heißt, Haltung zu zeigen – für Vielfalt, für Respekt und für die Würde jedes einzelnen Menschen. Gerade in einer Institution wie der Bundeswehr, die stark durch Tradition geprägt ist, kann Sichtbarkeit Räume öffnen: für Gespräche, für Veränderung und für Menschen, die sich sonst vielleicht nicht gesehen fühlen.

Hat sich der Umgang mit Vielfalt und insbesondere mit trans Personen in der Bundeswehr in den vergangenen Jahren spürbar verändert?
Ja, es hat sich spürbar etwas bewegt – sowohl strukturell als auch kulturell. Themen wie Vielfalt und sexuelle Identität werden heute deutlich offener angesprochen als noch vor einigen Jahren. Die aktive Arbeit von QueerBw, neue Netzwerke, Sensibilisierungsmaßnahmen und auch politische Impulse haben dazu beigetragen.
Gleichzeitig ist Veränderung in einer großen Organisation wie der Bundeswehr nie linear. Es gibt Fortschritte, aber auch Reibungen. Entscheidend ist, dass Vielfalt zunehmend nicht mehr als Randthema gesehen wird, sondern als Teil von Professionalität und Führung. Eine starke und verteidigungsbereite Bundeswehr wird es ohne Vielfalt nicht geben.

Was bedeutet rechtliche Anerkennung für trans Menschen konkret im Berufsalltag? Wo siehst Du Fortschritte, wo weiterhin Handlungsbedarf?
Rechtliche Anerkennung bedeutet im Alltag vor allem eines: Verlässlichkeit und Würde. Wenn Name und Geschlecht korrekt geführt werden, wenn Dokumente stimmen und Verfahren klar geregelt sind, reduziert dies enorm Stress und schafft Sicherheit. Fortschritte sehe ich insbesondere in der zunehmenden rechtlichen Klarheit und Sensibilisierung. Handlungsbedarf besteht aber weiterhin bei der praktischen Umsetzung: Das sehen wir aktuell bei der zuletzt erlassenen Handlungshilfe zum Selbstbestimmungsgesetz. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Auch Prozesse müssen schneller, einheitlicher und unbürokratischer werden. Und vor allem braucht es weiterhin Aufklärung – denn rechtliche Regelungen allein verändern noch keine Haltung.

Welche Rolle spielt eine inklusive Führungskultur für die Einsatzfähigkeit und Professionalität einer Organisation wie der Bundeswehr?
Eine zentrale Rolle. Einsatzfähigkeit basiert auf Vertrauen, Zusammenhalt und klarer Kommunikation. Wenn Menschen sich nicht verstecken müssen, sondern als sie selbst Teil des Teams sein können, stärkt das genau diese Faktoren. Inklusive Führung ist daher kein „Soft Skill“, sondern ein operativer Erfolgsfaktor. Sie erhöht die Motivation, reduziert Reibungsverluste und sorgt dafür, dass wir das volle Potenzial unserer Soldatinnen und Soldaten nutzen können.

Welche Botschaft möchtest Du jungen trans Menschen mitgeben, die eine Karriere in staatlichen Institutionen oder sicherheitsrelevanten Bereichen anstreben?
Traut euch. Steht zu Euch. Bringt Euch ein und gestaltet diese Institutionen mit. Ihr gehört genauso dorthin wie alle anderen auch. Es wird nicht immer einfach sein – aber Veränderung passiert genau dann, wenn Menschen den Mut haben, ihren Platz einzunehmen. Sucht euch Verbündete, vernetzt euch und bleibt euch selbst treu. Eure Perspektive ist wertvoll, auch – und gerade – in sicherheitsrelevanten Bereichen. Und: Ihr seid nicht allein.

RG Hamburg: Der „neue“ VK in der RG Hamburg

Unter dem Motto „Der ‚neue‘ VK in der RG Hamburg – wo stehen wir und wohin wollen wir?“ hat sich die Regionalgruppe Hamburg heute intensiv mit unserer eigenen Positionierung beschäftigt. Mit Erfolg.

Aufbauend auf Projekt X und den Beschlüssen der Mitgliederversammlung 2024 haben wir uns als VK neu aufgestellt. Diese Neupositionierung lebt vom Tun – und dieses findet vor Ort statt, auch ganz konkret in der RG Hamburg. Vor dem Hintergrund auch der intensiven, kontroversen Diskussionen in Campai im Herbst 2025 haben wir uns heute gefragt, wo wir stehen, wie wir uns positionieren und was das für unsere Arbeit vor Ort bedeutet.

Alle Mitglieder waren eingeladen, sich anhand von zehn Impulsfragen einzubringen. 14 Teilnehmende waren vor Ort, sechs weitere haben ihre Gedanken schriftlich geteilt. Die Diskussion war entsprechend vielfältig und nahm Historie des VK, aktuelle gesellschaftliche und berufliche Herausforderungen sowie die Perspektive kommender Generationen in den Blick, und damit sowohl die Eckpunkte der Neupositionierung als auch die Kernfragen der Kontroverse im Herbst.

Aus der Diskussion haben wir zwei Kernfragen herausgearbeitet:

  • Was ist unser Markenkern / USP?
  • Und für welche drei Ziele soll der VK stehen?

Und das sind unsere Hamburger Antworten:

Was ist unser Markenkern / unser USP?
Wir sind ein starkes, bundesweites Netzwerk für Proud Professionals mit Verantwortungsbewusstsein und Führungsanspruch.
Was sind die wichtigsten drei Ziele, für die der VK stehen und sich einsetzen sollte?

  1. Wir wollen als Berufsverband das Netzwerk der Mitglieder stärken, den Austausch fördern, Weiterentwicklung und Nachwuchsförderung ermöglichen. Wir wollen ein attraktives, vielfältiges berufliches Netzwerk auf Augenhöhe sein.
  2. Direkte Unterstützung / Begleitung beim Coming Out und bei Diskriminierung im Job. Ansprechpartner:in sein für Menschen on LGBTIQ+-Mitarbeitendennetzwerk im Unternehmen und auch für LGBTIQ+-Mitarbeitendennetzwerke
  3. Direkte Kontakte knüpfen zu politischen Mandatsträgern. Gesellschaftspolitische Sichtbarkeit (Medien). Art. 3 GG (Ergänzung um sexuelle und geschlechtliche Identität)

Nun geht es darum, diesen USP und diese Ziele in der Hamburger Verbandsarbeit weiter zu konkretisieren, umzusetzen und sichtbar zu machen. Dazu werden wir uns im Orgateam austauschen und zeitnah einen weiteren Workshop für die Mitglieder der RG Hamburg anbieten – wir freuen uns auf die Fort- und noch mehr die Umsetzung!

FG Kleine Unternehmen: Team- und Moderationstechniken

Vom 3. bis 5. Oktober 2025 traf sich die Fachgruppe Kleine Unternehmen in Augsburg zur Fachgruppentagung. Die Veranstaltung war ebenfalls für  Vereinsmitglieder anderer Fachgruppen geöffnet – eine wertvolle Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und den Austausch im Verein zu vertiefen.

Ein gelungener Auftakt

Am Feiertag startete das Wochenende mit einem kulturellen Programm und gemeinsamen Aktivitäten. Schon am ersten Tag herrschte eine lebendige, offene Stimmung – und beim Abendessen wurde nicht nur gelacht, sondern auch gefeiert, denn ein Mitglied hatte Geburtstag.

Praxisnah lernen und erleben

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Team- und Moderationstechniken. Am Vormittag: „Lieblingstools aus der Toolbox“ mit Guido Zebisch und Übungen, die zeigten, wie schnell aus einer Gruppe ein echtes Team entstehen kann. Am Nachmittag: „Führung von Teams“ mit Nils Kasties, der praxisnah und mit Humor vermittelte, wie gute Besprechungen gelingen und wie man konstruktiv mit Störungen umgeht. Ein herzliches Dankeschön an beide Referenten für die engagierte, inspirierende und kurzweilige Durchführung!

Fachgruppenarbeit & Ausblick

Der Sonntag war der Fachgruppenarbeit gewidmet: Die Regularien wurden überarbeitet, die Planung für 2026 verfeinert und erste Ideen für die kommenden Jahre gesammelt.

Fazit: Drei Tage voller Austausch, Lernen und Gemeinschaft – ein Wochenende, das zeigt, wie lebendig und engagiert die Fachgruppe Kleine Unternehmen arbeitet.

 

 

Der Völklinger Kreis e. V. hat einen neuen Vorstand

Bei der Mitgliederversammlung des Völklinger Kreis e. V. im Oktober in Nürnberg wurde ein neuer Vorstand für die kommenden 24 Monate gewählt. Zu den wiedergewählten 5 Vorständen der letzten Amtsperiode kommen nun 3 neue Gesichter dazu, die den Vorstand erweitern und verstärken.

Kurt Siering bleibt Vorstandsvorsitzender, er wurde noch in Nürnberg vom neuen Vorstand einstimmig gewählt. Künftig gibt es 2 stellvertretende Vorsitzende; der neue Vorstand wählte dazu Stefan Katt und Frank Sarfeld.

Ebenfalls wurden die Ressorts im VK teilweise neu zugeordnet. Die einzelnen Ressorts sind nun wie folgt im Vorstand verteilt:

  • Kurt Siering, Vorsitzender des Vorstands: Finanzen und Personal/HR
  • Stefan Katt, stv. Vorsitzender: Diversity und Future Leaders
  • Frank Sarfeld, stv. Vorsitzender: Politik
  • Sascha Blank: Internationales/Europa
  • Uli Fassbinder: Kommunikation
  • Dr. Ulrich Thomas Gabor: Operations und IT
  • Ingo Hahn: Recht
  • Markus Wagner: Verbandskoordination, Max-Spohr-Preis, Mitgliederversammlung

 

Der Vorstand ist direkt erreichbar unter vorstand@verteiler.vk-online.de oder via Geschäftsstelle unter info@vk-online.de.

 

Besten Dank für die Portraits: Copyright by Moritz Leick – www.moritzleick.de

Max-Spohr-Preis 2024 – Diversity in der deutschen Wirtschaft: Deutsche Bank, LBBW Landesbank Baden-Württemberg und Providens Sicherheit Hamburg sind die Gewinner:innen – Sonderpreis geht an „Vielfältig. Pflege in allen Facetten“

Die Preistragenden wurden auf einer Verleihung in Baden-Baden geehrt.

 

Gruppe mit den Preisträger:innen des Max-Spohr-Preises 2024 in Baden-Baden bei der Verleihung.

Die Gewinner:innen des diesjährigen Max-Spohr-Preises zusammen mit Daniel Born, Vizepräsident des Landtags Baden-Württemberg, dem geschäftsführenden Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld Helmut Metzner, dem Vorsitzenden des Vorstands des VK Kurt Siering und dem zuständigen Vorstand Matthias Weber.

Im Rahmen einer festlichen Verleihung in Baden-Baden wurden am Freitagabend, den 20. September die diesjährigen Preistragenden des Max-Spohr-Preises geehrt.

Der Max-Spohr-Preis steht dieses Jahr unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Kai Wegner und Teresa Schlichting, Chief People & Culture Officer der Gewinnerin des Max-Spohr-Preises 20222 Riverty (ein Unternehmen der Bertelsmann Group).

„Diversity ist im Kern nichts anders als ein anderer Begriff für Miteinander“; betonte der Schirmherr des Max-Spohr-Preises, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner in seinem Grusswort.

„Diversity Management in Unternehmen ist nicht irgendein neumodischer Kram, keine Spielerei. Diversity Management ist auch ein ökonomischer Wettbewerbsvorteil.  Genauso wichtig ist aber auch für unser Land ein starker Zusammenhalt, ein gutes Miteinander.

Der Vizepräsident des Landtags von Baden-Württemberg Daniel Born hob in seinem Grußwort den Beitrag hervor, den modernes Diversity-Management für unser Land erbringt, denn, so Born „Wir erleben aktuell, dass es politische Kräfte in unserem Land gibt, die gegen jede ökonomische Vernunft, gegen jede Menschlichkeit die Offenheit, Freiheit und Demokratie bekämpfen wollen.“

Kurt Siering, Vorsitzender des Völklinger Kreises, bei der Verleihung: „In ganz Europa versuchen radikale Parteien, den in den letzten Jahrzehnten erreichten gesellschaftlichen Fortschritt zurückzurollen. Auch daher gewinnt der Max-Spohr-Preis weiter an Bedeutung, und das nicht nur für die LGBTQIA-Community“.

Matthias Weber, verantwortlicher Vorstand im VK für den Max-Spohr-Preis und in der Vergangenheit auch langjähriger Vorstand für Diversity: “Wir bedanken uns vor allem bei allen Unternehmen und deren Mitarbeitenden, die in diesem Jahr in hohem Maße engagierte Bewerbungen eingereicht haben. Dies ist Zeichen für steigende Bemühungen rund um Diversity-Management.“

Der geschäftsführende Vorsitzende der Bundesstiftung, Magnus Hirschfeld, Helmut Metzner übergab den diesjährigen Sonderpreis. Helmut Metzner über die Preisträgerin: „Die Vielfältig. GmbH ist eine Pionierin in der Vermittlung von Verständnis und Respekt für Vielfalt in Pflege und Alter. Hier wird Basisarbeit für Queersensibilität in allen Lebensphasen geleistet.“

Die diesjährigen Preisträger:innen der vier Kategorien sind:

Deutsche Bank AG (Unternehmen), LBBW (Öffentlicher Sektor), Providens Sicherheit UG (KMU – Kleine- und Mittlere Unternehmen), und die Vielfältig. GmbH – Pflege in allen Facetten (Max-Spohr-Sonderpreis).

 

Zum Max-Spohr Preis

Der Max-Spohr-Preis ist der Diversity-Preis des Völklinger Kreis, Deutschlands größtem Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger. Er besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre durch eine unabhängige Jury vergeben. 2024 wurde er zum 13. Mal überreicht. Mit ihm werden in den Kategorien öffentliche Arbeitgeber:innen, Wirtschaftsunternehmen und bereits zum zweiten Mal auch KMU (Kleine- und mittlere Unternehmen) für ihr vorbildliches Diversity Management ausgezeichnet.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei einem vorurteilsfreien und wertschätzenden Arbeitsumfeld für die lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Beschäftigten (LGBTI*).

Auch dieses Jahr wurde wieder zusätzlich ein Sonderpreis vergeben. Dieser geht an eine Person oder Organisation, die in der deutschen Gesellschaft dafür gesorgt hat, dass Vielfalt mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit bekommt. Dieses Jahr vergab die Jury den Preis an die Vielfältig. GmbH – Pflege in allen Facetten. Die Jury möchte mit dieser Preisverleihung den Fokus auf LBGTIQ+ im Bereich Pflege lenken, welche in unserer Gesellschaft in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen wird.

Die Verleihung fand am Freitagabend in Baden-Baden statt. Traditionell richten vorherige Preisträger:innen die Verleihung aus. Ausrichter der diesjährigen Veranstaltung in Baden-Baden waren die Preistragenden von 2022: Riverty und die Polizeiakademie Niedersachsen.

Weiterführende Informationen finden sich hier:

 

Der Berufsverband Völklinger Kreis e.V. (VK) ist das Netzwerk schwuler Führungskräfte und Selbständiger und der Partner für berufliche Förderung, Wertschätzung und Chancengleichheit am Arbeitsplatz.

Das Video des Grussworts von Kai Wegner als auch weitere Informationen zum Preis: www.max-spohr-preis.de

Mehr zum Völklinger Kreis unter www.vk-online.de

Pressekontakt Völklinger Kreis: frank.sarfeld@vk-online.de (Frank Sarfeld, Ressortleiter Politik und Kommunikation, Völklinger Kreis)

Treffen des Regionalrats des Völklinger Kreises (VK)

Am 14. September 2024 fand das halbjährliche Treffen des Regionalrats des Völklinger Kreises (VK) im Hotel Drees statt. Das Rahmenprogramm wurde von Markus Erlenbruch organisiert und bot den Teilnehmern neben dem fachlichen Austausch auch kulturelle Erlebnisse.

 

Wahl der neuen Regionalratssprecher

Ein zentraler Punkt der Tagung war die Wahl der neuen Regionalratssprecher. Christoph Podszun, der für eine weitere Amtsperiode nicht kandidierte, wurde (in Abwesenheit) für sein langjähriges Engagement gewürdigt. Die bisherigen Sprecher Thomas Dietrich, Jörg Augustin und Dirk Schusdziara stellten sich erneut zur Wahl. Zusätzlich trat Benedikt Rothhagen von den Young Professionals als neuer Kandidat an. Alle vier wurden einstimmig gewählt.

 

Berichte aus den Gruppen

Im Anschluss berichteten die Vertreter der verschiedenen Gruppen über aktuelle Projekte und Initiativen:

  • Future Leaders Programm: Stefan Katt informierte über den erfolgreichen Verlauf des Programms, bei dem die Mentee-Mentor-Paare sich bereits regelmäßig treffen. Für das nächste Jahr ist eine frühzeitige Programmplanung vorgesehen, um eine breite Teilnahme an den gemeinsamen Veranstaltungen zu ermöglichen.
  • Marktplatz der Fachgruppen: Benedikt Rothhagen berichtete über die Planungen für den „Marktplatz der Fachgruppen“ auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung. Dort sollen die verschiedenen Fachgruppen des VK ihre Arbeit präsentieren.
  • Queeres Business Netzwerk Rhein-Neckar: Robert Nessing stellte die Kooperation zwischen verschiedenen queeren Gruppen der Region vor, die erfolgreich zusammenarbeiten. Diese Struktur könnte als Vorbild für andere Regionalgruppen dienen.
  • Projekt der Young Professionals: Sascha Blank präsentierte die geplante Reise der Young Professionals nach Brüssel, bei der politische Vertreter der EU getroffen werden sollen. Frank Sarfeld bot seine Unterstützung an und betonte die Notwendigkeit, alle Aktivitäten eng mit dem Vorstand abzustimmen.

 

Vorstandsthemen und Satzungsänderungen
Der im Vorfeld zur Verfügung gestellte Vorstandsbericht wurde in einzelnen Punkten (insbesondere Finanzen, Kommunikation, Vereinsbenefits) durch Vorstandsmitglieder vorgestellt und in der Gruppe diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens waren die vorgeschlagenen Änderungen der Verbandssatzung, die im Rahmen von Projekt X erarbeitet wurden. Der Vorstand stellte den Vorschlag vor, der in 1,5 Jahren aus vielen Diskussionen mit den VK-Gruppen und einzelnen Mitgliedern erstellt wurde. Dieser Vorschlag wird der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Distanzierung des VK von extremistischen Parteien und Gruppierungen. Aus der Mitgliedschaft kam der Vorschlag, eine klare Haltung in der Satzung zu verankern. Der Vorstand brachte daraufhin einen Entwurf ein, der in der Präambel der Satzung die Werte des VK hervorhebt und klarstellt, dass die Mitgliedschaft in extremistischen Vereinigungen unvereinbar mit der Mitgliedschaft im VK ist. Dabei wird bewusst vermieden, konkrete Parteibezeichnungen zu nennen, um flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagieren zu können.

 

Rahmenprogramm
Am Vortag, dem 13. September 2024, fand ein gelungenes Get-Together im Hotel Drees statt. Am Abend nach der Tagung versammelten sich die Mitglieder des Regionalrats für eine Führung durch die stillgelegte Zeche Zollern, eine der Vorzeigezechen des Ruhrgebiets. Die Teilnehmer besichtigten die Förderanlagen, die Maschinenhalle und das Verwaltungsgebäude. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen im „Pferdestall“ der Zeche.

 

Abschluss und Ausblick
Das Treffen bot erneut einen spannenden Austausch und eine hervorragende Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung im Oktober in Nürnberg. Das nächste Regionalratstreffen ist für den 8.3.25 angesetzt. Die RR-Sprecher danken allen, die bei der Organisation und Durchführung der Tagung geholfen haben und bei allen, die mit ihren Beiträgen ein lebendiges interessantes Treffen ermöglicht haben!

Westfalen UNTERWEGS, Jahresfahrt der RG Dortmund nach Straßburg und ins Elsass

Ein fester Bestandteil im Programm der Regionalgruppe Dortmund ist die Networking-Reise, die in diesem Sommer bereits in die 15te Auflage ging. In den vergangenen Jahren führten die Touren in die unterschiedlichsten europäischen Städte wie z.B. Budapest, Brüssel, Potsdam, Florenz, Wien, Madrid, Stockholm und Den Haag.
Anfang August machten sich 30 Dortmunder VK-Freunde unter dem Motto „Reines, églises, cardinaux et grande histoire! Auf den Spuren von Marie Antoinette, König Ludwig I von Bayern und des Kardinals Richelieu…“ auf den Weg nach Straßburg und ins Elsass.

Am ersten Tag der Reise entdeckten die VKler Straßburg im Rahmen einer geführten Bootstour und erhielten erste Eindrücke der großen Architekturgeschichte der Stadt, die vom Wasser aus besonders gut zu entdecken ist.

Den zweiten Tag verbrachte die Gruppe mit der engagierten Guidin in der Altstadt und dem Gebiet der nach 1871 durch preußische Architekten angelegten Stadterweiterung, die durch die wilhelminischen Gebäude des Historismus dominiert wird und Erinnerungen an das Berliner Regierungsviertel rund um den Boulevard Unter den Linden aufkommen ließ.

 

Kaiserin Augusta hätte jeden Moment mit der Kutsche vorbeifahren können. Der Nachmittag gehörte der Erkundung der beeindruckenden Kathedrale der Stadt, einer Kirche, die durch ihre tlw. 650 Jahre alten Buntglasfenster bei Sonnenschein einen unvergesslichen Eindruck hinterließ.

Der dritte Tag widmete sich der elsässischen Weinstraße mit ihren malerischen, in die Hänge der Vogesen eingebetteten Dörfern und einer Tour nach Colmar, wo die Kirchen fast so prächtig wie in Straßburg sind und sich gefühlt noch mehr Touristen aufhielten. An diesem Tag verstärkt durch 30 VK-Freunde aus Westfalen.

 

Den vierten Tag verbrachte die Gruppe wieder in Straßburg und besuchte das Europäische Parlament, den Europarat und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, die ihren Sitz in der Stadt haben. Gruppendiskussionen oder einen Austausch mit Abgeordneten / Parteien gab es nicht, da die Wahlen zum Europäischen Parlament und die damit verbundene neue Zusammensetzung des Hauses dies organisatorisch nicht zugelassen haben.

Nach fünf Tagen in Frankreich mit Get-together, gefühlten 234 Weinverkostungen, Stadtrundgängen und einem einmaligen Nachmittag in und um die Straßburger Kathedrale herum, in der Kardinal Richelieu einst auf der Kanzel stand, bleibt als Fazit:
Es war eine gelungene Tour für Teilnehmer mit zwei entspannten Organisatoren, die sich am letzten Abend auf die Reiseziele der kommenden Jahre festgelegt haben, wenn es erneut nach Österreich und Norditalien gehen soll und hoffentlich wieder heißt: Das gibt es nur bei uns in Dortmund…

 

Wir danken unserem stellv. Vorstandsvorsitzenden Markus Erlenbruch für den Beitrag.

LGBT+ im Job: Erwartungen, Erfahrungen und Träume

Der VK – Völklinger Kreis hat im Rahmen der Münchner PRIDE-Week zum Gespräch zu Realitäten und Erwartungen für LGBT+-Menschen im beruflichen Kontext eingeladen: Der Schwule aus der Buchhaltung, der Polizistin, die mit ihrer Frau zusammenlebt, die Transperson auf Montage. Das sind Realitäten von LGBT+, die bereits heute gelebt und erlebt werden. Das Podium war besetzt mit Personen, die an unterschiedlichen Zeitpunkten in ihrer Karriere stehen. Sie berichteten über Erfahrungen, tauschten sich über Erwartungen aus und wagten ein wenig zu träumen.

Es waren eindrückliche Einblicke und Perspektiven aus unterschiedlichen Branchen und Altersgruppen. Wie so oft sind die Erfahrungen unterschiedlich und doch ähnlich. Wir danken unseren Panel-Gästen aus den Bereichen Social Media, der Diversity-Forschung, Unternehmensberatung, Pharma-Industrie, Polizei und einem Verein, der noch größer ist als der VK. Last but not least danken wir unserem Mitglied Frank Sarfeld für die lebendige Moderation.

Wir danken René Müller für den Beitrag