Transgender Visibility Day 2026: Interview mit Anastasia Biefang

Anastasia Biefang ist seit 1994 Soldatin der Bundeswehr und war unter anderem in Afghanistan im Einsatz. 2015 outete sie sich als trans Frau. Sie war die erste trans Kommandeurin in der Geschichte der Bundeswehr und zugleich die erste Kommandeurin überhaupt. Seit mehreren Jahren engagiert sie sich zudem ehrenamtlich bei QueerBw, der Interessenvertretung queerer Angehöriger der Bundeswehr, seit 2019 als stellvertretende Vorsitzende. Anlässlich des Trans Visibility Day haben wir mit ihr über Führung, Institutionen und die Bedeutung rechtlicher Anerkennung im Berufsalltag gesprochen.

Anastasia, was bedeutet Sichtbarkeit für Dich als Führungskraft in einer staatlichen Institution wie der Bundeswehr?
Sichtbarkeit bedeutet für mich Verantwortung. Als Führungskraft bin ich nicht nur für Auftragserfüllung zuständig, sondern auch für die Werte, die wir verkörpern. Sichtbar zu sein heißt, Haltung zu zeigen – für Vielfalt, für Respekt und für die Würde jedes einzelnen Menschen. Gerade in einer Institution wie der Bundeswehr, die stark durch Tradition geprägt ist, kann Sichtbarkeit Räume öffnen: für Gespräche, für Veränderung und für Menschen, die sich sonst vielleicht nicht gesehen fühlen.

Hat sich der Umgang mit Vielfalt und insbesondere mit trans Personen in der Bundeswehr in den vergangenen Jahren spürbar verändert?
Ja, es hat sich spürbar etwas bewegt – sowohl strukturell als auch kulturell. Themen wie Vielfalt und sexuelle Identität werden heute deutlich offener angesprochen als noch vor einigen Jahren. Die aktive Arbeit von QueerBw, neue Netzwerke, Sensibilisierungsmaßnahmen und auch politische Impulse haben dazu beigetragen.
Gleichzeitig ist Veränderung in einer großen Organisation wie der Bundeswehr nie linear. Es gibt Fortschritte, aber auch Reibungen. Entscheidend ist, dass Vielfalt zunehmend nicht mehr als Randthema gesehen wird, sondern als Teil von Professionalität und Führung. Eine starke und verteidigungsbereite Bundeswehr wird es ohne Vielfalt nicht geben.

Was bedeutet rechtliche Anerkennung für trans Menschen konkret im Berufsalltag? Wo siehst Du Fortschritte, wo weiterhin Handlungsbedarf?
Rechtliche Anerkennung bedeutet im Alltag vor allem eines: Verlässlichkeit und Würde. Wenn Name und Geschlecht korrekt geführt werden, wenn Dokumente stimmen und Verfahren klar geregelt sind, reduziert dies enorm Stress und schafft Sicherheit. Fortschritte sehe ich insbesondere in der zunehmenden rechtlichen Klarheit und Sensibilisierung. Handlungsbedarf besteht aber weiterhin bei der praktischen Umsetzung: Das sehen wir aktuell bei der zuletzt erlassenen Handlungshilfe zum Selbstbestimmungsgesetz. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Auch Prozesse müssen schneller, einheitlicher und unbürokratischer werden. Und vor allem braucht es weiterhin Aufklärung – denn rechtliche Regelungen allein verändern noch keine Haltung.

Welche Rolle spielt eine inklusive Führungskultur für die Einsatzfähigkeit und Professionalität einer Organisation wie der Bundeswehr?
Eine zentrale Rolle. Einsatzfähigkeit basiert auf Vertrauen, Zusammenhalt und klarer Kommunikation. Wenn Menschen sich nicht verstecken müssen, sondern als sie selbst Teil des Teams sein können, stärkt das genau diese Faktoren. Inklusive Führung ist daher kein „Soft Skill“, sondern ein operativer Erfolgsfaktor. Sie erhöht die Motivation, reduziert Reibungsverluste und sorgt dafür, dass wir das volle Potenzial unserer Soldatinnen und Soldaten nutzen können.

Welche Botschaft möchtest Du jungen trans Menschen mitgeben, die eine Karriere in staatlichen Institutionen oder sicherheitsrelevanten Bereichen anstreben?
Traut euch. Steht zu Euch. Bringt Euch ein und gestaltet diese Institutionen mit. Ihr gehört genauso dorthin wie alle anderen auch. Es wird nicht immer einfach sein – aber Veränderung passiert genau dann, wenn Menschen den Mut haben, ihren Platz einzunehmen. Sucht euch Verbündete, vernetzt euch und bleibt euch selbst treu. Eure Perspektive ist wertvoll, auch – und gerade – in sicherheitsrelevanten Bereichen. Und: Ihr seid nicht allein.

RG Hamburg: Der „neue“ VK in der RG Hamburg

Unter dem Motto „Der ‚neue‘ VK in der RG Hamburg – wo stehen wir und wohin wollen wir?“ hat sich die Regionalgruppe Hamburg heute intensiv mit unserer eigenen Positionierung beschäftigt. Mit Erfolg.

Aufbauend auf Projekt X und den Beschlüssen der Mitgliederversammlung 2024 haben wir uns als VK neu aufgestellt. Diese Neupositionierung lebt vom Tun – und dieses findet vor Ort statt, auch ganz konkret in der RG Hamburg. Vor dem Hintergrund auch der intensiven, kontroversen Diskussionen in Campai im Herbst 2025 haben wir uns heute gefragt, wo wir stehen, wie wir uns positionieren und was das für unsere Arbeit vor Ort bedeutet.

Alle Mitglieder waren eingeladen, sich anhand von zehn Impulsfragen einzubringen. 14 Teilnehmende waren vor Ort, sechs weitere haben ihre Gedanken schriftlich geteilt. Die Diskussion war entsprechend vielfältig und nahm Historie des VK, aktuelle gesellschaftliche und berufliche Herausforderungen sowie die Perspektive kommender Generationen in den Blick, und damit sowohl die Eckpunkte der Neupositionierung als auch die Kernfragen der Kontroverse im Herbst.

Aus der Diskussion haben wir zwei Kernfragen herausgearbeitet:

  • Was ist unser Markenkern / USP?
  • Und für welche drei Ziele soll der VK stehen?

Und das sind unsere Hamburger Antworten:

Was ist unser Markenkern / unser USP?
Wir sind ein starkes, bundesweites Netzwerk für Proud Professionals mit Verantwortungsbewusstsein und Führungsanspruch.
Was sind die wichtigsten drei Ziele, für die der VK stehen und sich einsetzen sollte?

  1. Wir wollen als Berufsverband das Netzwerk der Mitglieder stärken, den Austausch fördern, Weiterentwicklung und Nachwuchsförderung ermöglichen. Wir wollen ein attraktives, vielfältiges berufliches Netzwerk auf Augenhöhe sein.
  2. Direkte Unterstützung / Begleitung beim Coming Out und bei Diskriminierung im Job. Ansprechpartner:in sein für Menschen on LGBTIQ+-Mitarbeitendennetzwerk im Unternehmen und auch für LGBTIQ+-Mitarbeitendennetzwerke
  3. Direkte Kontakte knüpfen zu politischen Mandatsträgern. Gesellschaftspolitische Sichtbarkeit (Medien). Art. 3 GG (Ergänzung um sexuelle und geschlechtliche Identität)

Nun geht es darum, diesen USP und diese Ziele in der Hamburger Verbandsarbeit weiter zu konkretisieren, umzusetzen und sichtbar zu machen. Dazu werden wir uns im Orgateam austauschen und zeitnah einen weiteren Workshop für die Mitglieder der RG Hamburg anbieten – wir freuen uns auf die Fort- und noch mehr die Umsetzung!

FG Kleine Unternehmen: Team- und Moderationstechniken

Vom 3. bis 5. Oktober 2025 traf sich die Fachgruppe Kleine Unternehmen in Augsburg zur Fachgruppentagung. Die Veranstaltung war ebenfalls für  Vereinsmitglieder anderer Fachgruppen geöffnet – eine wertvolle Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und den Austausch im Verein zu vertiefen.

Ein gelungener Auftakt

Am Feiertag startete das Wochenende mit einem kulturellen Programm und gemeinsamen Aktivitäten. Schon am ersten Tag herrschte eine lebendige, offene Stimmung – und beim Abendessen wurde nicht nur gelacht, sondern auch gefeiert, denn ein Mitglied hatte Geburtstag.

Praxisnah lernen und erleben

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Team- und Moderationstechniken. Am Vormittag: „Lieblingstools aus der Toolbox“ mit Guido Zebisch und Übungen, die zeigten, wie schnell aus einer Gruppe ein echtes Team entstehen kann. Am Nachmittag: „Führung von Teams“ mit Nils Kasties, der praxisnah und mit Humor vermittelte, wie gute Besprechungen gelingen und wie man konstruktiv mit Störungen umgeht. Ein herzliches Dankeschön an beide Referenten für die engagierte, inspirierende und kurzweilige Durchführung!

Fachgruppenarbeit & Ausblick

Der Sonntag war der Fachgruppenarbeit gewidmet: Die Regularien wurden überarbeitet, die Planung für 2026 verfeinert und erste Ideen für die kommenden Jahre gesammelt.

Fazit: Drei Tage voller Austausch, Lernen und Gemeinschaft – ein Wochenende, das zeigt, wie lebendig und engagiert die Fachgruppe Kleine Unternehmen arbeitet.

 

 

Der Völklinger Kreis e. V. hat einen neuen Vorstand

Bei der Mitgliederversammlung des Völklinger Kreis e. V. im Oktober in Nürnberg wurde ein neuer Vorstand für die kommenden 24 Monate gewählt. Zu den wiedergewählten 5 Vorständen der letzten Amtsperiode kommen nun 3 neue Gesichter dazu, die den Vorstand erweitern und verstärken.

Kurt Siering bleibt Vorstandsvorsitzender, er wurde noch in Nürnberg vom neuen Vorstand einstimmig gewählt. Künftig gibt es 2 stellvertretende Vorsitzende; der neue Vorstand wählte dazu Stefan Katt und Frank Sarfeld.

Ebenfalls wurden die Ressorts im VK teilweise neu zugeordnet. Die einzelnen Ressorts sind nun wie folgt im Vorstand verteilt:

  • Kurt Siering, Vorsitzender des Vorstands: Finanzen und Personal/HR
  • Stefan Katt, stv. Vorsitzender: Diversity und Future Leaders
  • Frank Sarfeld, stv. Vorsitzender: Politik
  • Sascha Blank: Internationales/Europa
  • Uli Fassbinder: Kommunikation
  • Dr. Ulrich Thomas Gabor: Operations und IT
  • Ingo Hahn: Recht
  • Markus Wagner: Verbandskoordination, Max-Spohr-Preis, Mitgliederversammlung

 

Der Vorstand ist direkt erreichbar unter vorstand@verteiler.vk-online.de oder via Geschäftsstelle unter info@vk-online.de.

 

Besten Dank für die Portraits: Copyright by Moritz Leick – www.moritzleick.de

Max-Spohr-Preis 2024 – Diversity in der deutschen Wirtschaft: Deutsche Bank, LBBW Landesbank Baden-Württemberg und Providens Sicherheit Hamburg sind die Gewinner:innen – Sonderpreis geht an „Vielfältig. Pflege in allen Facetten“

Die Preistragenden wurden auf einer Verleihung in Baden-Baden geehrt.

 

Gruppe mit den Preisträger:innen des Max-Spohr-Preises 2024 in Baden-Baden bei der Verleihung.

Die Gewinner:innen des diesjährigen Max-Spohr-Preises zusammen mit Daniel Born, Vizepräsident des Landtags Baden-Württemberg, dem geschäftsführenden Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld Helmut Metzner, dem Vorsitzenden des Vorstands des VK Kurt Siering und dem zuständigen Vorstand Matthias Weber.

Im Rahmen einer festlichen Verleihung in Baden-Baden wurden am Freitagabend, den 20. September die diesjährigen Preistragenden des Max-Spohr-Preises geehrt.

Der Max-Spohr-Preis steht dieses Jahr unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Kai Wegner und Teresa Schlichting, Chief People & Culture Officer der Gewinnerin des Max-Spohr-Preises 20222 Riverty (ein Unternehmen der Bertelsmann Group).

„Diversity ist im Kern nichts anders als ein anderer Begriff für Miteinander“; betonte der Schirmherr des Max-Spohr-Preises, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner in seinem Grusswort.

„Diversity Management in Unternehmen ist nicht irgendein neumodischer Kram, keine Spielerei. Diversity Management ist auch ein ökonomischer Wettbewerbsvorteil.  Genauso wichtig ist aber auch für unser Land ein starker Zusammenhalt, ein gutes Miteinander.

Der Vizepräsident des Landtags von Baden-Württemberg Daniel Born hob in seinem Grußwort den Beitrag hervor, den modernes Diversity-Management für unser Land erbringt, denn, so Born „Wir erleben aktuell, dass es politische Kräfte in unserem Land gibt, die gegen jede ökonomische Vernunft, gegen jede Menschlichkeit die Offenheit, Freiheit und Demokratie bekämpfen wollen.“

Kurt Siering, Vorsitzender des Völklinger Kreises, bei der Verleihung: „In ganz Europa versuchen radikale Parteien, den in den letzten Jahrzehnten erreichten gesellschaftlichen Fortschritt zurückzurollen. Auch daher gewinnt der Max-Spohr-Preis weiter an Bedeutung, und das nicht nur für die LGBTQIA-Community“.

Matthias Weber, verantwortlicher Vorstand im VK für den Max-Spohr-Preis und in der Vergangenheit auch langjähriger Vorstand für Diversity: “Wir bedanken uns vor allem bei allen Unternehmen und deren Mitarbeitenden, die in diesem Jahr in hohem Maße engagierte Bewerbungen eingereicht haben. Dies ist Zeichen für steigende Bemühungen rund um Diversity-Management.“

Der geschäftsführende Vorsitzende der Bundesstiftung, Magnus Hirschfeld, Helmut Metzner übergab den diesjährigen Sonderpreis. Helmut Metzner über die Preisträgerin: „Die Vielfältig. GmbH ist eine Pionierin in der Vermittlung von Verständnis und Respekt für Vielfalt in Pflege und Alter. Hier wird Basisarbeit für Queersensibilität in allen Lebensphasen geleistet.“

Die diesjährigen Preisträger:innen der vier Kategorien sind:

Deutsche Bank AG (Unternehmen), LBBW (Öffentlicher Sektor), Providens Sicherheit UG (KMU – Kleine- und Mittlere Unternehmen), und die Vielfältig. GmbH – Pflege in allen Facetten (Max-Spohr-Sonderpreis).

 

Zum Max-Spohr Preis

Der Max-Spohr-Preis ist der Diversity-Preis des Völklinger Kreis, Deutschlands größtem Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger. Er besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre durch eine unabhängige Jury vergeben. 2024 wurde er zum 13. Mal überreicht. Mit ihm werden in den Kategorien öffentliche Arbeitgeber:innen, Wirtschaftsunternehmen und bereits zum zweiten Mal auch KMU (Kleine- und mittlere Unternehmen) für ihr vorbildliches Diversity Management ausgezeichnet.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei einem vorurteilsfreien und wertschätzenden Arbeitsumfeld für die lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Beschäftigten (LGBTI*).

Auch dieses Jahr wurde wieder zusätzlich ein Sonderpreis vergeben. Dieser geht an eine Person oder Organisation, die in der deutschen Gesellschaft dafür gesorgt hat, dass Vielfalt mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit bekommt. Dieses Jahr vergab die Jury den Preis an die Vielfältig. GmbH – Pflege in allen Facetten. Die Jury möchte mit dieser Preisverleihung den Fokus auf LBGTIQ+ im Bereich Pflege lenken, welche in unserer Gesellschaft in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen wird.

Die Verleihung fand am Freitagabend in Baden-Baden statt. Traditionell richten vorherige Preisträger:innen die Verleihung aus. Ausrichter der diesjährigen Veranstaltung in Baden-Baden waren die Preistragenden von 2022: Riverty und die Polizeiakademie Niedersachsen.

Weiterführende Informationen finden sich hier:

 

Der Berufsverband Völklinger Kreis e.V. (VK) ist das Netzwerk schwuler Führungskräfte und Selbständiger und der Partner für berufliche Förderung, Wertschätzung und Chancengleichheit am Arbeitsplatz.

Das Video des Grussworts von Kai Wegner als auch weitere Informationen zum Preis: www.max-spohr-preis.de

Mehr zum Völklinger Kreis unter www.vk-online.de

Pressekontakt Völklinger Kreis: frank.sarfeld@vk-online.de (Frank Sarfeld, Ressortleiter Politik und Kommunikation, Völklinger Kreis)

Treffen des Regionalrats des Völklinger Kreises (VK)

Am 14. September 2024 fand das halbjährliche Treffen des Regionalrats des Völklinger Kreises (VK) im Hotel Drees statt. Das Rahmenprogramm wurde von Markus Erlenbruch organisiert und bot den Teilnehmern neben dem fachlichen Austausch auch kulturelle Erlebnisse.

 

Wahl der neuen Regionalratssprecher

Ein zentraler Punkt der Tagung war die Wahl der neuen Regionalratssprecher. Christoph Podszun, der für eine weitere Amtsperiode nicht kandidierte, wurde (in Abwesenheit) für sein langjähriges Engagement gewürdigt. Die bisherigen Sprecher Thomas Dietrich, Jörg Augustin und Dirk Schusdziara stellten sich erneut zur Wahl. Zusätzlich trat Benedikt Rothhagen von den Young Professionals als neuer Kandidat an. Alle vier wurden einstimmig gewählt.

 

Berichte aus den Gruppen

Im Anschluss berichteten die Vertreter der verschiedenen Gruppen über aktuelle Projekte und Initiativen:

  • Future Leaders Programm: Stefan Katt informierte über den erfolgreichen Verlauf des Programms, bei dem die Mentee-Mentor-Paare sich bereits regelmäßig treffen. Für das nächste Jahr ist eine frühzeitige Programmplanung vorgesehen, um eine breite Teilnahme an den gemeinsamen Veranstaltungen zu ermöglichen.
  • Marktplatz der Fachgruppen: Benedikt Rothhagen berichtete über die Planungen für den „Marktplatz der Fachgruppen“ auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung. Dort sollen die verschiedenen Fachgruppen des VK ihre Arbeit präsentieren.
  • Queeres Business Netzwerk Rhein-Neckar: Robert Nessing stellte die Kooperation zwischen verschiedenen queeren Gruppen der Region vor, die erfolgreich zusammenarbeiten. Diese Struktur könnte als Vorbild für andere Regionalgruppen dienen.
  • Projekt der Young Professionals: Sascha Blank präsentierte die geplante Reise der Young Professionals nach Brüssel, bei der politische Vertreter der EU getroffen werden sollen. Frank Sarfeld bot seine Unterstützung an und betonte die Notwendigkeit, alle Aktivitäten eng mit dem Vorstand abzustimmen.

 

Vorstandsthemen und Satzungsänderungen
Der im Vorfeld zur Verfügung gestellte Vorstandsbericht wurde in einzelnen Punkten (insbesondere Finanzen, Kommunikation, Vereinsbenefits) durch Vorstandsmitglieder vorgestellt und in der Gruppe diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens waren die vorgeschlagenen Änderungen der Verbandssatzung, die im Rahmen von Projekt X erarbeitet wurden. Der Vorstand stellte den Vorschlag vor, der in 1,5 Jahren aus vielen Diskussionen mit den VK-Gruppen und einzelnen Mitgliedern erstellt wurde. Dieser Vorschlag wird der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Distanzierung des VK von extremistischen Parteien und Gruppierungen. Aus der Mitgliedschaft kam der Vorschlag, eine klare Haltung in der Satzung zu verankern. Der Vorstand brachte daraufhin einen Entwurf ein, der in der Präambel der Satzung die Werte des VK hervorhebt und klarstellt, dass die Mitgliedschaft in extremistischen Vereinigungen unvereinbar mit der Mitgliedschaft im VK ist. Dabei wird bewusst vermieden, konkrete Parteibezeichnungen zu nennen, um flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagieren zu können.

 

Rahmenprogramm
Am Vortag, dem 13. September 2024, fand ein gelungenes Get-Together im Hotel Drees statt. Am Abend nach der Tagung versammelten sich die Mitglieder des Regionalrats für eine Führung durch die stillgelegte Zeche Zollern, eine der Vorzeigezechen des Ruhrgebiets. Die Teilnehmer besichtigten die Förderanlagen, die Maschinenhalle und das Verwaltungsgebäude. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen im „Pferdestall“ der Zeche.

 

Abschluss und Ausblick
Das Treffen bot erneut einen spannenden Austausch und eine hervorragende Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung im Oktober in Nürnberg. Das nächste Regionalratstreffen ist für den 8.3.25 angesetzt. Die RR-Sprecher danken allen, die bei der Organisation und Durchführung der Tagung geholfen haben und bei allen, die mit ihren Beiträgen ein lebendiges interessantes Treffen ermöglicht haben!

Westfalen UNTERWEGS, Jahresfahrt der RG Dortmund nach Straßburg und ins Elsass

Ein fester Bestandteil im Programm der Regionalgruppe Dortmund ist die Networking-Reise, die in diesem Sommer bereits in die 15te Auflage ging. In den vergangenen Jahren führten die Touren in die unterschiedlichsten europäischen Städte wie z.B. Budapest, Brüssel, Potsdam, Florenz, Wien, Madrid, Stockholm und Den Haag.
Anfang August machten sich 30 Dortmunder VK-Freunde unter dem Motto „Reines, églises, cardinaux et grande histoire! Auf den Spuren von Marie Antoinette, König Ludwig I von Bayern und des Kardinals Richelieu…“ auf den Weg nach Straßburg und ins Elsass.

Am ersten Tag der Reise entdeckten die VKler Straßburg im Rahmen einer geführten Bootstour und erhielten erste Eindrücke der großen Architekturgeschichte der Stadt, die vom Wasser aus besonders gut zu entdecken ist.

Den zweiten Tag verbrachte die Gruppe mit der engagierten Guidin in der Altstadt und dem Gebiet der nach 1871 durch preußische Architekten angelegten Stadterweiterung, die durch die wilhelminischen Gebäude des Historismus dominiert wird und Erinnerungen an das Berliner Regierungsviertel rund um den Boulevard Unter den Linden aufkommen ließ.

 

Kaiserin Augusta hätte jeden Moment mit der Kutsche vorbeifahren können. Der Nachmittag gehörte der Erkundung der beeindruckenden Kathedrale der Stadt, einer Kirche, die durch ihre tlw. 650 Jahre alten Buntglasfenster bei Sonnenschein einen unvergesslichen Eindruck hinterließ.

Der dritte Tag widmete sich der elsässischen Weinstraße mit ihren malerischen, in die Hänge der Vogesen eingebetteten Dörfern und einer Tour nach Colmar, wo die Kirchen fast so prächtig wie in Straßburg sind und sich gefühlt noch mehr Touristen aufhielten. An diesem Tag verstärkt durch 30 VK-Freunde aus Westfalen.

 

Den vierten Tag verbrachte die Gruppe wieder in Straßburg und besuchte das Europäische Parlament, den Europarat und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, die ihren Sitz in der Stadt haben. Gruppendiskussionen oder einen Austausch mit Abgeordneten / Parteien gab es nicht, da die Wahlen zum Europäischen Parlament und die damit verbundene neue Zusammensetzung des Hauses dies organisatorisch nicht zugelassen haben.

Nach fünf Tagen in Frankreich mit Get-together, gefühlten 234 Weinverkostungen, Stadtrundgängen und einem einmaligen Nachmittag in und um die Straßburger Kathedrale herum, in der Kardinal Richelieu einst auf der Kanzel stand, bleibt als Fazit:
Es war eine gelungene Tour für Teilnehmer mit zwei entspannten Organisatoren, die sich am letzten Abend auf die Reiseziele der kommenden Jahre festgelegt haben, wenn es erneut nach Österreich und Norditalien gehen soll und hoffentlich wieder heißt: Das gibt es nur bei uns in Dortmund…

 

Wir danken unserem stellv. Vorstandsvorsitzenden Markus Erlenbruch für den Beitrag.

LGBT+ im Job: Erwartungen, Erfahrungen und Träume

Der VK – Völklinger Kreis hat im Rahmen der Münchner PRIDE-Week zum Gespräch zu Realitäten und Erwartungen für LGBT+-Menschen im beruflichen Kontext eingeladen: Der Schwule aus der Buchhaltung, der Polizistin, die mit ihrer Frau zusammenlebt, die Transperson auf Montage. Das sind Realitäten von LGBT+, die bereits heute gelebt und erlebt werden. Das Podium war besetzt mit Personen, die an unterschiedlichen Zeitpunkten in ihrer Karriere stehen. Sie berichteten über Erfahrungen, tauschten sich über Erwartungen aus und wagten ein wenig zu träumen.

Es waren eindrückliche Einblicke und Perspektiven aus unterschiedlichen Branchen und Altersgruppen. Wie so oft sind die Erfahrungen unterschiedlich und doch ähnlich. Wir danken unseren Panel-Gästen aus den Bereichen Social Media, der Diversity-Forschung, Unternehmensberatung, Pharma-Industrie, Polizei und einem Verein, der noch größer ist als der VK. Last but not least danken wir unserem Mitglied Frank Sarfeld für die lebendige Moderation.

Wir danken René Müller für den Beitrag

FG Kommunikation und Politik „Gesellschaftliche Krisenkommunikation – Umgang mit Radikalisierung, Fake News und KI“

Am 7.-8. Juni kam es zu einer großen Fachtagung der Fachgruppe Kommunikation und der Fachgruppe Politik, in Düsseldorf. Oberthema der Fachtagung lautet: „Gesellschaftliche Krisenkommunikation – Umgang mit Radikalisierung, Fake News und KI“

Pascal Hesses Vortrag zu Fake News und KI:

In einer gemeinschaftlichen Tagung der Fachgruppe Kommunikation und der Fachgruppe Politik am Sa. 08.06., hielt Investigativjournalist und VK-Mitglied Pascal Hesse einen ausgiebigen Vortrag über die historische Entwicklung von Fake News und über den aktuellen Entwicklungsstand von KI In der Kommunikationsbranche.

Zum Rahmenprogramm gab es noch zusätzliche Führungen im Landtag, der Staatskanzlerei und dem Düsseldorfer Theatermuseums.

 

Erster Rahmenprogrammpunkt:

Am Freitag, dem 7. Juni empfing Landtagspräsident NRW André Kuper eine über 40-köpfige Gruppe des Völklinger Kreises (bestehend aus Mitglieder der FG Kommunikation, FG Politik, RG Düsseldorf, RG Dortmund, sowie des Vorstandes und einiger Interessenten), in den Räumen des Landtages. Neben einer Führung durch den Parlamentssaal, kam es zu einem Empfang, bei dem die Delegation mit Herrn Kuper ins Gespräch kommen konnte. Die Themen waren hierbei die anstehende Europawahl und der Umgang mit Radikalisierung in der Gesellschaft.

Zweiter Rahmenprogrammpunkt:

Am Samstag, dem 8. Juni empfing stellvertretender Regierungschefsprecher, Jan Miebach wieder eine Delegation aus Fachgruppe Kommunikation, Fachgruppe Politik, Regionalgruppe Düsseldorf, Regionalgruppe Dortmund und Vorstandsvorsitzenden Kurt Siering in den Räumen der Düsseldorfer Staatskanzlei, um über seine Arbeit als  Kommunikator der Landesregierung NRW zu referieren.

 

 

Als Ausklang der Fachgruppentagung empfing Dr. Sascha Förster Mitglieder der Fachgruppe Kommunikation im Düsseldorfer Theater-Museum, um durch die Ausstellung zu führen. Zudem referierte er über die LSBTI-Projekte und -veranstaltungen, die er als Museumsleiter in seinem Haus etabliert hat (zum Beispiel den „Pink Palace“).

 

Wir danken Fachgruppenleiter und Regionakoordinator Moritz Leick für den Beitrag

 

VK-Exkursion nach Tarnow in Polen

Es war ein bedeutender Moment , als die Teilnehmer der VK-Exkursion in Tarnow im Umland von Krakau eine der „LGBT-freie Zone“ in Polen besuchten. Hier hat unsere polnische Partnerorganisation selbstbewusst und zielgerichtet ein Selbsthilfezentrum eröffnet. Während der Veranstaltung sprach Vorsitzender Kurt Siering bewegende Worte über die polnisch-deutschen Beziehungen und die Verantwortung, die sich aus unserer Vergangenheit ergibt.

Tarnow ist auch der Ort, von dem aus erstmalig Menschen von den Nazis ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurden. Damals wurde die Region als „judenfreie Zone“ von den Nazis deklariert.
Die Erkenntnisse des Tages wirkten lange nach, machten bedrückt und nachdenklich.

Matthias Weber, VK-Vorstand für Internationales und Chairman unseres Europa-Verbandes EPBN, wollte mit der Exkursion bewusst die Gelegenheit zur Reflexion geben und auch zum Vergleich der sehr unterschiedlichen Lebenswelten für LGBT in Europa.
Es war eine gute Gelegenheit, Solidarität zu zeigen und ein Bewusstsein für die Herausforderungen zu schaffen, mit denen viele Menschen in unserem Nachbarland konfrontiert sind.

Hier die Rede von Kurt Siering im Wortlaut (in Englisch):

My dear friends,

I am deeply moved by the history that pervades this place. The burden of the past with its dark chapters – full of sorrow and suffering – weighs heavily in the air.
As a German it feels a bit less shameful to speak to you in English and not in the language of the perpetrator. As a German it is impossible for me not to see the poignant presence of the Holocaust, not to hear the stories of Polish forced laborers and all other victims, not to feel the suffering of all the killed human beings.
This knowledge of this part of history, our history, painfully reminds me today of the complex and sometimes tense relationship between our two nations.
It is a burden we must bear, a legacy that we must face with humility and determination.
Tarnow, your city, where you welcome us today as guests, fell under the control of the General Government after the German invasion of Poland in 1939 – a regime of terror and oppression imposed by the German occupiers. The actions of the Gestapo cast a shadow over this city and sent the first prisoner transport to Auschwitz on June 14, 1940. The shocking reality is that many of those – who embarked on this journey – never returned. Only a fraction of the 728 souls on this transport survived the end of the war. And after this transport, many more followed. Many voices were silenced in the camps during the war, especially those of marginalized groups, people like us today, people of the LGBT community.

And Tarnow itself bears the scars of war and occupation. Large parts of this city were devastated, leaving behind a landscape marked by tragedy and loss. These memories are now an essential part of our collective memory. But amid the shadows of the past, there is a common thread that binds us as part of one community – shared experiences of resilience and courage that have shaped our respective journeys.

Despite the geographical and ideological divides that once separated us we have all felt the bitter pain of oppression in the post-war period. It is this shared struggle, this collective spirit of resilience, that unites us. In this context, I am deeply touched by the indomitable spirit of your community and impressed by the founding of RAINBOW (TECZOWY) TARNOW as a safe space for LGBTQAIP+ people. The unwavering commitment to equality and justice is hope in a world too often marked by intolerance and prejudice. It is evidence of the transformative power of collective action and reminds us of the importance of standing together in solidarity against injustice.

We stand on the shoulders of those who came before us, those who endured unimaginable hardships so that we can live freely and authentically.
We honor their memory and commit to never forgetting their sacrifices in the fight for justice and equality. But our commitment extends beyond remembrance. We must actively uphold the values of tolerance, diversity, and inclusion. We must strive to create a community where each individual is accepted and embraced for who they are – regardless of their sexual orientation or gender identity. Only through our collective efforts can we build a future where discrimination and prejudice have no place. Especially in today’s world, we are confronted with pressing challenges, particularly the LGBT community in Poland, but also in other parts of our continent. Therefore, as we come together today, it is crucial to acknowledge the shared experiences and challenges that unite us as LGBT+ individuals in both Germany and Poland.

Our call for legal protection, social acceptance, and support for LGBT+ rights movements is a call that should not be ignored or underestimated. In modern Europe, it is essential that we recognize and uphold the rights of all people, regardless of their sexual orientation or gender identity. Social acceptance is not a privilege – it is a fundamental human right that every individual deserves. Together, we must strive to foster a culture of inclusivity and understanding across Europe. Only a Europe where diversity is not just tolerated but celebrated can tackle the challenges of the future.

Therefore, our political leaders and institutions bear the solemn responsibility to advocate for equality and human rights for all their citizens. They must be steadfast in their commitment to legal reforms, that ensure equal treatment before the law and actively combat discrimination in all forms. Only through concerted collective action and political will can we bring about meaningful change. I implore our political leaders and institutions to listen to the voices of the marginalized and oppressed. Let us join forces to build a society, where every individual is valued and respected, and where everyone has the same rights and opportunities.

Our commitment to equality and justice must remain steadfast, for it is the cornerstone upon which a truly democratic and inclusive society is built. Let us together forge ahead on this path towards a better, fairer future. A future where every person, regardless of who they are or whom they love, can live freely and authentically, and where every individual is treated with dignity and respect. The road ahead may be challenging, but with unity and determination, we can overcome any obstacle.
Let us march forward hand in hand towards a future where love and equality reign supreme.