Neuer Vorstand stellt sich den gesellschaftlichen Herausforderungen in der neuen Normalität

Am Samstag, den 10. Oktober 2020 hat der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger Völklinger Kreis seinen neuen Vorstand gewählt.

Die Wahl fand im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung im Berliner Hotel Estrel statt. Aufgrund der durch Covid-19 bedingten Sonderauflagen hatten die 700 Mitglieder des Verbands die Möglichkeit, sowohl live vor Ort als auch online an der Mitgliederversammlung und der geheimen Wahl teilzunehmen.

Der neue, nun nur fünf-köpfige Vorstand besteht aus den langjährigen VK-Vorständen Matthias Weber als Vorsitzender sowie Oliver Kühn und Alf Spröde als seine Stellvertreter. Hinzu kommen zwei neu gewählte Vorstände: Jörg Höhn und Holger Reuschling.

In der neuen Legislaturperiode liegt der Fokus auf Wachstum und Digitalisierung. Ziel ist die bundesweit noch stärkere Wahrnehmung als Diversity-Institution. Hierfür wird das erfolgreiche Projekt „Future Leaders“ weiterentwickelt, eine neue Diversity Studie veröffentlicht, die Wahrnehmung für den Max-Spohr-Preis für vorbildliches Diversity Management erhöht und das Erfolgskonzept „DiverseCity“ digitalisiert.

Ebenfalls sollen die Angebote für Mitglieder weiter gesteigert werden. Aufgrund der oftmals bundesweiten Ausrichtung der Angebote werden hierzu verstärkt digitale Formate entwickelt und die Online-Kommunikation des Vereins angepasst.

Mit der wachsenden Zahl von Mitgliedern verstärkt sich auch die Verantwortung. Dabei profitiert der Verein bereits jetzt von seinen starken Verbindungen in Politik, Wirtschaft und LGBT+ Netzwerken in Deutschland und übernimmt auch im neuen europäischen Dachverband EPBN eine zentrale Rolle.

Mit diesen Projekten würdigt der Völklinger Kreis 2021 gebührend sein 30jähriges Bestehen.

Matthias Weber, bisheriger und erneut bestätigter Vorsitzender des Völklinger Kreis hierzu: „Die heutige Mitgliederversammlung hat uns durch ihre Beschlüsse neue Möglichkeiten eröffnet. Neben zukunftsorientierten digitalen Veränderungen hinsichtlich des Aufnahmeprozesses unserer Mitglieder, deren Betreuung und Kommunikation ist sie auch Beleg für das Funktionieren komplexerer hybrider und digitaler Veranstaltungen. Hiervon werden wir zukünftig verstärkt Gebrauch machen.“

 

Robert Bosch GmbH und Landeshauptstadt Düsseldorf glänzen mit vorbildlichem Diversity Management

Der Völklinger Kreis (VK), der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, hat heute die diesjährigen Gewinner des Max-Spohr-Preises bekanntgegeben. Der Max-Spohr-Preis steht dieses Jahr unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht. Er ist eine der gewichtigsten Auszeichnungen für Diversity Management in Deutschland.

Die diesjährigen Preisträger_innen in den vier vergebenen Kategorien sind:

•             Robert Bosch GmbH (Unternehmen)

•             Landeshauptstadt Düsseldorf (Öffentlicher Arbeitgeber)

•             Landeshauptstadt München (Nachhaltigkeit im Diversity Management)

•             Evangelische Schulstiftung in der EKBO (Max-Spohr-Sonderpreis)

 

Jurypräsidentin des Max-Spohr-Preis Margarete Voll bei der Preisübergabe an die Robert Bosch GmbH

Zum Max-Spohr Preis

Der Max Spohr Preis besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre vergeben. 2020 wird er zum 11ten Mal überreicht. Mit ihm werden in den Kategorien öffentliche Arbeitgeber_innen, Wirtschaftsunternehmen und Nachhaltigkeit Preisträger_innen für ihr vorbildliches Diversity Management ausgezeichnet.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei einem vorurteilsfreien und wertschätzenden Arbeitsumfeld für die lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Beschäftigten (LGBT+).

Auch dieses Jahr wird zusätzlich ein Sonderpreis an eine Person oder Organisation vergeben, die in der deutschen Gesellschaft dafür gesorgt hat, dass Vielfalt mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit bekommt.

Die diesjährige Vergabe des Max-Spohr-Preises wird dankenswerterweise unterstützt von der Landeshauptstadt Hannover und der Siemens AG.

Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis Matthias Weber bei der Preisübergabe an die Landeshauptstadt Düsseldorf

Zur Ehrung der Preisträger_innen

Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis Matthias Weber bei der Preisübergabe an die Landeshauptstadt Düsseldorf

Der aktuellen Covid 19-Lage geschuldet, fand die Preisverleihung im kleinen festlichen Rahmen bei den Preisträger_innen vor Ort statt. Auf Max-Spohr-Preis.de finden sich nach Bekanntgabe die jeweiligen Preisträger_innen-Videos.

Zur Preisvergabe äußerten sich die Preisträger_innen Robert Bosch GmbH und die Landeshauptstadt Düsseldorf. So begrüßt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH die Auszeichung:

„Als Sponsor unseres LGBT*IQ Mitarbeiter*innen-Netzwerks freue ich mich ganz besonders über diesen Preis. Die Auszeichnung ist für uns sowohl eine große Ehre als auch Antrieb, das Thema Diversity & Inclusion weiterhin mit so viel Engagement und Herzblut anzugehen. Gemeinsam gestalten wir eine offene und wertschätzende Arbeitskultur, in der alle Mitarbeiter*innen ihre Talente und verschiedene Perspektiven bestmöglich einbringen können. Nur so erreichen wir innovative Lösungen und schaffen Technik fürs Leben. Ich bin davon überzeugt: Vielfalt ist unser Vorteil.“

Und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf Thomas Geisel kommentiert:

„Ich freue mich sehr, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Max-Spohr-Preis ausgezeichnet wurde. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst, wenn es darum geht, Sichtbarkeit insbesondere für LSBTIQ+ Lebensweisen zu schaffen. Gemeinsam mit verschiedenen Initiativen möchten wir weiterhin in die Stadtgesellschaft wirken und somit gemeinsam dafür sorgen, dass Düsseldorf eine vielfältige und damit lebenswerte Stadt für alle ist.“ Der Oberbürgermeister weiter: „Daneben freut es mich, dass mit dem Max-Spohr-Preis auch die Landeshauptstadt Düsseldorf als Arbeitgeberin ausgezeichnet wurde. Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass Wertschätzung in der Stadtverwaltung gelebt wird.“

Matthias Weber, Vorsitzender des Vorstands Völklinger Kreis, gratuliert den Preisträger_innen:

„Der Max-Spohr-Preis erhielt in diesem Jahr so viele Bewerbungen wie nie zuvor in den immerhin 20 Jahren seines Bestehens. Dies ist einerseits ein Beleg für das steigende Interesse und auch den Fortschritt des Diversity Managements bei vielen Arbeitgeber_innen in Deutschland, andererseits müssen wir aber auch feststellen, daß nach wie vor zu viele öffentliche und private Unternehmen mehr für Vielfalt am Arbeitsplatz tun müssen. Unsere Preisträger_innen jedoch sind echte Vorbilder!

Sie haben ihre Verantwortung als Arbeitgebende gegenüber ihren Mitarbeiter_innen erkannt und tragen die Idee des ganzheitlichen Diversity Managements in Wirtschaft und Verwaltung weiter. So wird Wertschätzung gegeben, Vielfalt am Arbeitsplatz kann stattfinden und neben ihrer sozialen Verantwortung werden diese Unternehmen auch ihrem Auftrag gerecht, Werte zu schaffen, Talente zu finden und zu halten und die Leistungskraft ihrer Mitarbeiter_innen zu erhöhen.“

 

Weiterführende Informationen finden sich hier:

Mehr zum Max-Spohr-Preis unter Max-Spohr-Preis.de

Mehr zum Völklinger Kreis unter Vk-Online.de

Stärkung von Gleichstellungsmaßnahmen erforderlich

Zu diesem Fazit kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in seinem aktuellen Wochenbericht (siehe ebenfalls Link am Ende), in welchem es neue Zahlen zu LGBT+ im Arbeitsumfeld veröffentlicht.

Die Studie bestätigt, dass es sich bei LGBT+ Menschen um eine überdurchschnittlich hoch qualifizierte Gruppe auf dem Arbeitsmarkt handelt, die somit für Unternehmen attraktive Mitarbeiter_innen darstellen. Und dennoch sind fast ein Drittel aller LGBT+ am Arbeitsplatz ungeoutet. Hier herrscht Handlungsbedarf von Seiten der Unternehmen.

 

Im Fazit der Studie hierzu:

„Die vorliegenden Ergebnisse lassen vermuten, dass LGBTQI*-Menschen ihre Berufswahl auch von der Offenheit der Branchen gegenüber der sexuellen Orientierung abhängig machen, dass sie also bestimmte Branchen meiden, um Diskriminierung zu umgehen und offen mit ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität am Arbeitsplatz umgehen zu können. Für Unternehmen scheint es somit besonders ratsam, ein offenes und diskriminierungsarmes Umfeld am Arbeitsplatz zu schaffen, um LGBTQI*-Menschen als Mitarbeiter*innen gewinnen zu können. Um dies zu erreichen, müssen Betriebe dafür sorgen, dass Gleichstellungsmaßnahmen sowie Toleranz und Vielfalt am Arbeitsplatz etabliert werden.“

Das Fazit spricht damit einen entscheidenden Punkt in der Arbeit des Völklinger Kreises zu Diversity und Diversity Management in Unternehmen an.

Matthias Weber, Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreises hierzu heute im Interview mit dem Südwestrundfunk:

„Gerade auch das Top Management eines Unternehmens sollte eine klare Botschaft senden, welche Kultur im Unternehmen erwünscht ist und auch, welche nicht.“

Der Völklinger Kreises engagiert sich seit Jahren mit zahlreichen Aktivitäten für Diversity Management in den Unternehmen. So veranstaltet er z.B. die jährlich mehrmals stattfindenden DiverseCitys oder verleiht demnächst am 17.September bereits zum 11. Mal den Max-Spohr-Preis.

Dieser ist eine der gewichtigsten Auszeichnungen für Diversity Management in Deutschland. Er besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre vergeben. Mit ihm werden in den Kategorien öffentliche Arbeitgeber, Wirtschaftsunternehmen und Nachhaltigkeit die Preisträger für ihr vorbildliches Diversity Management ausgezeichnet. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei einem vorurteilsfreien und wertschätzenden Arbeitsumfeld für die lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Beschäftigten (LGBT+). Auch dieses Jahr wird zusätzlich ein Sonderpreis an eine Person oder Organisation vergeben, die in der deutschen Gesellschaft dafür gesorgt hat, dass Vielfalt mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit bekommt.

 

Weiterführende Links:

Beitrag zu den Erkenntnissen der Studie auf Queer.de mit Möglichkeit zu Kommentierung:

Studienfazit: Die Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)

Webseite des Max-Spohr-Preises, online ab 05.092020 mit Vorab-Informationen. Bekanntgabe der Preisträger am 17.9.2020:  Max-Spohr-Preis.de

Website DiverseCity: DiverseCity.de

Es steht fest: Wer bekommt den Max-Spohr-Preis 2020?

Am vergangenen Wochenende fielen die Entscheidungen: 4 Preisträger_innen des renommierten Max-Spohr-Preises stehen fest. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht und ist DER Preis des Berufsverbandes Völklinger Kreis für Unternehmen und öffentliche Organisationen hinsichtlich Diversity und vorbildlichem Diversity-Management in Deutschland.

Um den Max-Spohr-Preis bewarben sich dieses Jahr mehr Unternehmen und Kommunen als je zuvor, dennoch gelang es der Jury eindeutige Spitzenreiter zu identifizieren.

„Unser Preis wird dieses Jahr nicht nur jeweils an ein Unternehmen und eine öffentliche Institution verliehen – mit einem weiteren Preis ehrt die Jury dieses Jahr auch eine/n der bisherigen Gewinner/innen für die Nachhaltigkeit der Diversity-Maßnahmen und vergibt einen Sonderpreis“, berichtete Matthias Weber, Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis.

Aufgrund der noch anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen wird die Bekanntgabe der Preisträger_innen und die Verleihung dieses Jahr anders verlaufen, als in den vorherigen Jahren. So traf sich die Jury dieses Jahr vorwiegend online zur zwei-tägigen Jurysitzung und hat sich auf Basis der eingesandten Unterlagen mit jedem einzelnen Unternehmen intensiv auseinander gesetzt.

Auch dieses Jahr war die Jury wieder hochrangig besetzt:
Margarete Voll – Präsidentin der Jury und Initiatorin von Wirtschaftsweiber e.V., dem Netzwerk für lesbische Fach-und Führungskräfte
Dr. Roland Leroux – Präsident der ULA, der Vereinigung deutscher Führungskräfteverbände
Helga Diers – Landeshauptstadt Hannover – Leitung Personal und Organisation – Max-Spohr-Preisträger 2018
Dr. Robert Neuhauser – Siemens AG – Global Head of Siemens People and Leadership – Max-Spohr-Preisträger 2018
Eva Kreienkamp – Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH
Albert Kehrer – Vorstand der PROUT AT WORK Foundation
Matthias Weber – Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis.

Die Bekanntgabe der Gewinner_innen findet im Herbst statt.
Mehr Informationen finden sich unter: max-spohr-preis.de

Diversity zahlt sich aus!

Der renommierte Max-Spohr-Preis wird 2020 nun zum ersten Mal auch in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ verliehen.

Dieses Jahr ist es wieder soweit. Der Völklinger Kreis – Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger verleiht zum 11ten Mal seit 2001 den Max-Spohr-Preis, mit welchem alle zwei Jahre Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland geehrt werden, die auf vorbildliche Weise Vielfalt in ihren Organisationen durch umfassendes Diversity Management unterstützen.

In diesem Jahr haben sich die Jury unter der Leitung der Jurypräsidentin Margarete Voll und der Völklinger Kreis entschieden, den Max-Spohr-Preis in einer weiteren Kategorie zu vergeben. Angeschrieben wurden alle ehemaligen Preisträger*innen. Sie wurden gebeten, ihren Hut noch einmal in den Ring zu werfen und untereinander um den ersten Max-Spohr-Preis „Nachhaltigkeit“ zu konkurrieren. Bewertet wird, wie sich die Preisträger*innen der Unternehmen und Verwaltungen nach dem Erhalt des Preises weiterentwickelt haben. Damit ehrt der Preis nicht nur Kontinuität und Weiterentwicklung von Diversity Maßnahmen, sondern trägt dazu bei, Wirksamkeit und Erfolg durch umfassendes Diversity Management aufzuzeigen.

 

Über den Max-Spohr-Preis

Die Verleihung des Max-Spohr-Preises 2018. In 2020 wird auch die Nachhaltigkeit mit einem Preis ausgezeichnet.

Der Max-Spohr-Preis weist seit 2001 öffentlichkeitswirksam auf die Vorteile eines ganzheitlichen Diversity Managements hin und setzt ein positives Zeichen, indem er die Unternehmen und öffentlichen Arbeitgeber*innen auszeichnet, die erfolgreich und richtungsweisend auf diesem Weg fortschreiten. Die diesjährige Preisverleihung am 17. September in Hannover steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Frau Christine Lambrecht.

 

Mehr Infos unter

Max-Spohr-Preis.de

European Pride Business Network (EPBN) – Neugründung des europäischen Dachverbandes der LGBTI+ Berufsverbände in Berlin

Am Mittwoch, den 29.04.20 gründeten in Berlin Vertreter_innen von LGBTI+ Berufsverbänden aus ganz Europa das European Pride Business Network (EPBN). Das EPBN ist der neue europäische Dachverband für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Führungskräfte und die Nachfolgeorganisation des bisherigen europäischen Dachverbandes EGMA.

Das EPBN stützt sich in seiner Arbeit auf das Netzwerk seiner bereits zahlreichen Gründungsmitglieder und lädt europaweit weitere LGBTI+ Berufsverbände zur Beteiligung ein, um zukünftig noch stärker als zuvor mit einer Stimme gemeinsam die Anliegen der LGBTI+ Berufsverbände in Europa zu vertreten.

Dieses Anliegen ist gerade hinsichtlich der teilweise besorgniserregenden Entwicklungen bei unseren Nachbarn in Mittel- und Osteuropa von entscheidender Bedeutung, da das EPBN so einen Beitrag auf europäischer Ebene leisten kann, diesen Entwicklungen mit Aufklärung und Engagement entgegenzutreten.

Die EPBN bietet eine europäische Plattform für alle nationalen Mitgliedsverbände und wird darüber hinaus als verlässlicher Ansprechpartner für internationale Belange und europäische Institutionen fungieren. Sitz des neuen Dachverbandes ist Berlin.

Zum Präsidenten des Verbandes wurde Matthias Weber (Völklinger Kreis) gewählt, seine Stellvertretende sind Steffi Grimm (Wirtschaftsweiber), Feri Thierry (AGPRO) und Daniel Seiler (Network). Schatzmeister ist Christophe Margaine (Autre Cercle). Jörg Höhn (Völklinger Kreis) unterstützt als Generalsekretär den Vorstand in seiner Arbeit.

Matthias Weber dazu: „Diversität ist auch für die Wirtschaft ein wesentlicher Faktor geworden. Unser Anliegen ist es, die Dimension LGBTI+ europaweit stärker in den Fokus zu rücken und die Kräfte in diesem Bereich zu bündeln. Wir bieten allen Organisationen, die sich hier engagieren, eine Plattform zum Kompetenzaustausch. Mit gemeinsamen Aktivitäten wollen wir auch gegenüber den europäischen Institutionen Flagge zeigen und für ein weltoffenes und vielfältiges Europa einstehen. Ich freue mich auf diese Arbeit – gemeinsam mit einem starken, europäischen Team.“

Gründungsmitglieder sind: AGPRO (Österreich), Autre Cercle (Frankreich), EDGE (Italien), Network (Schweiz), Völklinger Kreis (Deutschland), Wirtschaftsweiber (Deutschland), Wybernet (Schweiz)

Konversionstherapien verbieten: Führungskräfte fordern Schärfung

Der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, Völklinger Kreis e. V. begrüßt den Fortschritt am Gesetzesentwurf im vorparlamentarischen Verfahren. Im Parlament sind weitere Verbesserungen nötig.

Der Vorsitzende des Vorstand, Matthias Weber: „Homosexualität und Trans*-Sein sind keine Krankheiten. Die sexuelle Identität aus dem pathologischen Kontext zu lösen, baut Vorurteile und Fehleinschätzungen ab. Unsere Mitglieder sind aufgrund ihrer sexuellen Identität nicht krank oder gar arbeitsunfähig. Wertgeschätzte Vielfalt ist gesund für die Unternehmenskultur.“

Der Stv. Vorsitzende Alf Spröde ergänzt: „Die Öffnung für Angebote im nichtöffentlichen Bereich darf kein Gummiparagraf werden. Das Vertrauensverhältnis in besonderen Nähebeziehungen, in Kirchengemeinden und kulturellen Weltanschaungsvereinen, könnte einen sozialen Druck auch auf Erwachsene darstellen. Das muss die Bundesregierung auch durch intensive Aufklärung in solche ‚geschlossene Kreise‘ verhindern. Konversionstherapien sind grundsätzlich bei Menschen jeden Alters sinnlos und potentiell schädlich, da sie zerstörerisch auf die Identität einwirken. Zusätzlich sind sie unnötig, wenn man die Vielfalt an menschlicher Liebe anerkennt.“

Goldene Ehrennadel des VK geht an Christine Lüders

Christine Lüders war bis 2017 die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Für ihr Engagement gegen die Diskriminierung von Homosexuellen im Berufsleben zeichnete sie heute der Völklinger Kreis, der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, mit der Goldenen Ehrennadel aus.

In einer stimmungsvollen Laudatio im Rahmen der Mitgliederversammlung im Düsseldorfer Rathaus führte der frühere Vorsitzende Bernd Schachtsiek, ein Weggefährte Lüders, deren Verdienste auf. Unter stehenden Ovationen der über hundertfünfzig anwesenden Führungskräfte überreichte der Vorsitzende Matthias Weber die goldene Ehrennadel.

„Was Christine Lüders für schwule, lesbische, bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche (LGBT+) Menschen getan hat, geht weit über das normale Amtsverständnis hinaus. Ohne Lüders gäbe es keine Rehabilitation der unter dem Unrechtsparagrafen 175 verfolgten und verurteilten Männer“, begründete Schachtsiek die Verleihung.

Weber ergänzt: „Um die Vielfalt der Menschen sinnvoll im Berufsleben einzubringen, ist Diskriminierungsschutz der erste unvermeidbare Schritt. Ohne Christine Lüders hätte der VK heute noch größere Widerstände zu überwinden, um die Sichtbarkeit Chancengleichheit von LGBT+ Führungskräften zu fördern.“

Wo sind die offen schwulen Führungskräfte? Im Völklinger Kreis

Für viele schwule Männer ist es nicht selbstverständlich, im Berufsleben von ihrem Partner zu erzählen. Was für heterosexuelle Männer selbstverständlich ist, braucht bei schwulen Männern oftmals noch Mut. Besonders, wenn man sich die Karriere in einer konservativen Branche nicht verderben will.

Den Mut, ganz zu sich zu stehen und auch im Berufsleben authentisch zu sein, haben viele Führungskräfte im Berufsverband Völklinger Kreis gefunden.

Von den heute veröffentlichten einhundert offen schwulen, lesbischen, bisexuellen und trans* Führungskräften (TOP 100 OUT EXECUTIVES) finden sich 16 von 70 männlichen Platzierten auf der Mitgliedsliste des Verbandes.

Mit Matthias Weber und Oliver Kühn befinden sich der Vorstandsvorsitzende des Verbandes und einer seiner Stellvertreter in der ersten Hälfte der Liste.

 

Für Weber (mit Platz 11 auf der Liste) ist es nicht vorstellbar, sich im Beruf zu verstellen und erfolgreich zu sein. „In ersten Berufsjahren hatte auch ich nicht immer die Sicherheit, zu mir zu stehen und habe dadurch zu viel Energie auf das Vermeiden von Gerüchten verschwendet. Durch den VK und mein persönliches Netzwerk habe ich das Selbstbewusstsein gewonnen. Die freigewordene Energie kommt meinem Unternehmen zugute und auch dem Ehrenamt im VK“.

Weber weiter: „Sichtbarkeit ist ein wichtiges Instrument hin zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz. Auch der VK leistet seinen Beitrag, unter anderem durch sein Mentoringprogramm Future Leaders, das angehenden jungen Führungskräften einen persönlichen und guten Weg in die Führungsrolle bietet.“

 

Auch für Kühn ist es selbstverständlich, sich nicht zu verstecken: „In den vielen Jahren als Führungskraft hat es sich bewährt, offen aufzutreten. Irritierte Reaktionen Einzelner konnte ich gut aushalten. Sehr wichtig ist für mich, ein Vorbild für Offenheit zu sein. Dadurch kann ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gewissheit geben, dass die Unternehmenskultur Diversität fördert.“

 

Am heutigen Coming-Out-Day wurde die Liste GERMANY’S TOP 100 OUT EXECUTIVES veröffentlich. Es ist eine Liste lesbischer, schwuler, bi* sowie trans* und inter* Personen, die geoutet sind und beruflich Erfolg haben. Sie wird von der Uhlala GmbH und der Stiftung Prout at Work organisiert.

https://www.outexecutives.de/

Zehn Jahre Vielfalt – DiverseCity-Jubiläum in Bonn gefeiert

Was kann für eine bessere Kultur und Vielfalt im Unternehmen getan werden? Wie wohl fühlen sich Mitarbeitende bei uns? Wie stehen Vorstände zur Frauenquote und LGBT+ im Unternehmen?  – Nur drei der Fragen, die im Rahmen der Veranstaltung „DiverseCity“ am Donnerstag in Bonn diskutiert wurden.

Matthias Weber (Völklinger Kreis e. V.), Susanne Klöß (Postbank), Andrea Kruse, Thomas Ogilvie (Deutsche Post DHL), Reza Moussavian, Yvonne von de Finn (Deutsche Telekom AG)

Die Postnachfolge-Unternehmen Deutsche Telekom AG, Deutsche Post DHL Group und Postbank – eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank veranstalteten gemeinsam mit dem Völklinger Kreis e. V. (VK) diese DiverseCity-Konferenz: Das Format, eine Bonner Erfindung, hat bundesweit viele Auflagen gefunden und kam nun nach zehn Jahren wieder zurück in die Bundesstadt. Hinter dem Titel „DiverseCity“ steht eine für die Gäste kostenlose Diskussionsrunde zu Vielfalt (Diversity Management) am Arbeitsplatz und in der Region mit Vorträgen, Workshops und Diskussionen.

In die Zentrale der Deutschen Telekom AG luden die Vorständinnen und Vorstände der Unternehmen und des VK am Donnerstag zu einer großen Konferenz mit spannenden Gästen und einem abwechslungsreichen Programm. Zahlreiche Führungskräfte und Mitarbeiter_innen aus den drei Unternehmen trafen dort auf Mitglieder des VK, dem Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger. Auf dem Podium referierten unter anderem Susanne Klöß (Vorständin Privatkunden Postbank), Reza Moussavian (Senior Vice President HR Development und Digital & Innovation der Deutschen Telekom AG) und Thomas Ogilvie (Personalvorstand der Deutschen Post DHL Group).

Themen waren die Vorteile, aber auch mögliche Konflikte, die aus einer vielfältigen Belegschaft und Bevölkerung entstehen können. Der Kölner Psychologe Prof. Dr. Frohn und die Münchner Betriebswirtin Prof. Dr. Welpe vermittelten ein Theoriefundament, auf dem danach interaktive Workshops („Vorbilder berichten weiter“, „Sprache und Haltung – Digitale Demokratie/ Meinungsmache im Netz“, „Unconscious bias – Unbewusste Vorurteile“, „Das nächste Kapitel von Frauen und Führung: Maßnahmen, die wirklich wirken“) aufbauten.

Bei einem „Marktplatz der Vielfalt“ tauschten sich die Teilnehmer_innen über ihre praktische Erfahrung aus und knüpften unternehmensübergreifende Kontakte.

Matthias Weber, Vorstandsvorsitzender des VK, freut sich sehr über die gelungene Veranstaltung:

„Neben der Rückkehr an den ‚Geburtsort‘ der Konferenz sind unsere Partner wieder sehr große, auch internationale Unternehmen, die in ihrer DNA Vielfalt stehen haben und nun noch etwas mehr an ihrer eigenen Entwicklung gearbeitet haben. Der Austausch über Branchen und Unternehmen hinweg ist für die teilnehmenden Führungskräfte besonders wertvoll – Herausforderungen ähneln sich und die Lösungen muss man nicht als Betriebsgeheimnis behandeln“.

 

Weitere Informationen: www.diversecity.de