EU-Staat Ungarn verabschiedet menschenverachtendes Gesetz

Am vergangenen Montag, den 14. Juni 2021, hat die Regierungspartei von Ministerpräsident Viktor Orbán ein Gesetz durch das Parlament gebracht, dass die Sichtbarkeit Homo- und Transsexualität in der dortigen Öffentlichkeit verschwinden lässt. Im Gesetz vermischt die Regierungspartei Fidesz Strafverschärfungen für Pädophilie, Kinderschutz und ein Verbot der Propagierung von Homosexualität bei unter 18-Jährigen.

Ein empfindlicher Rückschlag für die Rechte von LGBTIQ+ im Land.

Victor Orbán sagt: „Ungarn ist hinsichtlich der Homosexualität ein tolerantes, ein geduldiges Land […] Doch gibt es eine rote Linie, die man nicht überschreiten darf: Lasst unsere Kinder zufrieden!“ Mit dieser Aussage zieht er eine verstörende Parallele zwischen Homosexualität und Pädophilie.

Matthias Weber, Vorsitzender des Vorstandes des Völklinger Kreises und Präsident des European Business Networks dazu: „Es ist zermürbend, wie Victor Orbán sich auf dem Rücken der Community profiliert. Dieses Gesetz ist konträr zu einer Vielzahl der von den Vereinten Nationen beschlossenen Menschenrechten.“

Das verabschiedete Gesetz wird entscheidenden Einfluss auf den Unterricht an ungarischen Schulen haben, auf die Jugendarbeit und auf das Rundfunkprogramm. Darüber hinaus wird es Unternehmen beispielsweise im pride month Juni nicht mehr möglich sein, ihre Solidarität mit LGBTI+ öffentlich mittels des Regenbogens im Firmenemblem kundzutun.

„Die Bilder sind erschütternd, vor dem Parlament demonstrierten 10.000 Menschen mit Regenbogenflaggen gegen das Propagandagesetz und drinnen wird es verabschiedet. Eine solche massive Beschneidung der Meinungsfreiheit und der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Ungarn, die klar gegen europäische Werte verstößt, lehnen wir eindeutig ab. Das Gesetz weckt böse Erinnerungen an das Verbot von so genannter homosexueller „Propaganda“ in Russland 2013“, so Jörg Höhn, Generalsekretär des European Pride Business Networks und Mitglied des Vorstands des Völklinger Kreises.

Unlängst berichtete die ungarische Boulevardzeitung „Blikk“ über einen Suizid eines 13-jährigen Jungen, der sich aufgrund seiner Homosexualität das Leben genommen hat. Auch solche tragischen Folgen kann eine eingeschränkte Sexualaufklärung haben, deshalb „fordern wir unsere Regierung dazu auf, deutlich gegen dieses menschenverachtende Gesetz Stellung zu beziehen, des Weiteren würden wir eine Prüfung dieses Gesetzes durch die Europäische Kommission ausdrücklich begrüßen“, so Matthias Weber und Jörg Höhn.

Völklinger Kreis wird Vollmitglied der ULA

Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger intensiviert die Zusammenarbeit im Dachverband der Führungskräfte

Der Völklinger Kreis e.V., der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, hat seine seit vielen Jahren bestehende Kooperation mit dem Dachverband der deutschen Führungskräfteverbände (ULA) auf eine neue Stufe gehoben: Mit dem Jahresbeginn 2021 ist der Völklinger Kreis nunmehr Vollmitglied der ULA geworden. Unter dem Dach der ULA wird sich der VK künftig noch intensiver gemeinsam mit den anderen Verbänden in die politische Interessenvertretung der Führungskräfte einbringen. Die ULA bündelt als Dachverband und Netzwerk die Interessen von über 70.000 Führungskräften, die in 17 Mitgliedsverbänden organisiert sind.

„Die Stimme der Leistungsträger in Deutschland stellen wir uns als einen vielfältigen Chor vor, der die Interessen aller Führungskräfte wirkungsvoll gegenüber der Politik in Deutschland und Europa zur Geltung bringt. Ohne die schwulen Führungskräfte wäre dieser Chor nicht komplett. In Deutschland dürfen wir uns über das bislang Erreichte in der Gesellschaftspolitik freuen. Homosexualität wird bei uns inzwischen in breiten Kreisen nicht nur toleriert, sondern akzeptiert. Das soll auch so bleiben. Dass dies  aber nicht selbstverständlich ist, zeigen uns teils erschreckende Entwicklungen in einigen Ländern. Daher müssen wir alle gemeinsam wachsam sein und uns gegenseitig unterstützen“, erklärt ULA-Präsident Roland Leroux.

Matthias Weber, Vorsitzender des Vorstands des Völklinger Kreis: „Bereits seit knapp 20 Jahren pflegen wir die Kontakte zur ULA. Für uns war es von Anfang an wichtig, mit anderen Führungskräften in den professionellen Austausch zu gehen und von der Erweiterung der Netzwerke zu profitieren. Gerne stehen wir der ULA gerade mit unserer Kompetenz zum Thema Diversität zur Seite. Die nun erfolgte Vollmitgliedschaft ist der logische Schritt, um nicht nur unseren Mitgliedern die bestmögliche Vertretung ihrer Interessen zu bieten, sondern auch dem Verband selbst mehr Sichtbarkeit zu ermöglichen.“

Der Völklinger Kreis ist das Netzwerk schwuler Führungskräfte und Selbständiger. Als Berufsverband fördert er den beruflichen Erfolg seiner Mitglieder – insbesondere durch Vernetzung und Erfahrungsaustausch. Er setzt sich für ein diskriminierungsfreies Arbeits- und Lebensumfeld schwuler Führungskräfte ein. Und er engagiert sich für ein ganzheitliches Diversity Management in Wirtschaft, Verwaltung und Organisationen.

Die ULA ist die Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände. Als Dachverband mit siebzehn Mitgliedsverbänden ist sie das politische Sprachrohr aller Führungskräfte in Deutschland. Sie vertritt deren Interessen gegenüber Regierung und Parlament sowohl in Berlin als auch in Brüssel.

Mehr Informationen zum Völklinger Kreis und seinen Projekten unter:

www.vk-online.de / www.diversecity.de / www.max-spohr-preis.de

Der Völklinger Kreis feiert die erste virtuelle DiverseCity mit über 200 Teilnehmern

Am 11.11.2020 fand der DiverseCity Kongress zum ersten Mal virtuell statt und wurde aus Düsseldorf in die ganze Welt gesendet. Für mehr Sichtbarkeit von LGBT+.

Zum vierten Mal organisierten die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Völklinger Kreis e. V. die DiverseCity.

Zum ersten Mal allerdings in einem hybriden Format. Eine Herausforderung, die von uns gerne angenommen wurde, in einem Jahr, in dem aufgrund ausgefallener Pride-Veranstaltungen LGBT+ international nur wenig sichtbar waren. Umso wichtiger ist es jetzt einen Diskurs zu führen, der uns gemeinsam über den Tellerrand blicken lässt.

Von einander lernen – Lebens- und Arbeitswelten von LSBTIQ+ im internationalen Kontext

war daher das Motto dieses ersten virtuellen Kongresses, auf welchem Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert wurden und über200 Menschen waren live dabei.

Geehrt wurde dieses Engagement mit den Grußbotschaften vom stellvertretenden Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfahlen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Herrn Dr. Joachim Stamp und dem Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Dr. Stephan Keller.

 

 

 

 

 

In der darauf folgenden Keynote beleuchtete Pavel Šubrt vom European LGBTIQ Chamber of Commerce die unterschiedlichen Arbeitswelten von LGBT+ in west- und osteuropäischen Ländern.

Im weiteren erörterte unser Vorstandsvorsitzender und Moderator der DiverseCity Matthias Weber im Gespräch mit Elisabeth Wilfart, der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt, die Bedeutung der Landeshauptstadt Düsseldorf als wichtigen LGBT+ Standort.

Im nachfolgenden Panel war es dann vor allem die Aktivistin Małgorzata Mróz, welche mit ihrer Schilderung zur Politik der „LGBT+ freien Zonen“ in Polen uns ein Bild davon vermittelte, wie sich LGBT+ aktuell in Polen fühlen und welche Rolle Kirche und Staat dabei spielen.

Das es auch anders geht und gerade wirtschaftlich sinnvoller ist, zeigte uns Miguel Castro von SAP in seinem Beitrag über Wettbewerbsvorteile diversityfreundlicher Unternehmen. Sein Beitrag bekam noch mehr Gewicht, belegt das Softwareunternehmen SAP doch den ersten Platz im gerade veröffentlichten DAX30 LBGT+ Diversity Index (uhlala.com/dax30).

Ebenfalls Beleg dafür, dass Diversity ein Wettbewerbsvorteil ist, liefert Kende Karsko von der Robert Bosch GmbH, diesjähriger Preisträgerin des renomierten Max-Spohr-Preises (max-spohr-preis.de). Er sprach über die Herausforderungen liberaler Unternehmenskulturen in repressiven Staaten.

Dr. Juliane Kronen von der Right Livelihood Foundation (rightlivelihoodaward.org) würdigte die ugandische LSBTIQ+-Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera, die 2015 für ihr Engagement mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Das Publikum war von den Beiträgen der Panel-Gäste und deren Engagement sichtlich begeistert und beteiligte sich mit zahlreichen Fragen.

Die Veranstaltung DiverseCity Kongress Düsseldorf 2020 wurde durchgeführt vom Völklinger Kreis in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro Düsseldorf mit freundlicher Unterstützung durch Queeres Netzwerk NRW.

Diese DiverseCity wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Starker Auftritt – Mitglieder des Völklinger Kreis auf der OUT100 Liste

Sehr viele Männer auf der OUT100 Liste sind bereits Mitglied im Völklinger Kreis! Wir freuen uns über diese Sichtbarkeit!

Am Wochenende wurde die aktuelle Liste der Germanys Top 100 Out Executives veröffentlicht und wir unterstützen das Projekt jedes Jahr auch in der Jury. Seit 2018 wird diese Liste von der Uhlala Group und PrOUT@Work veröffentlicht und ist seither zu einem festen und wichtigen Bestandteil für die Sichtbarkeit von LGBT+ im Berufsleben geworden.

 

VK-Vorsitzender des Vorstands Matthias Weber, der auch dieses Jahr in der Jury der TOP100-Liste mitgewirkt hat, sagt hierzu:

„Die Führungskräfte auf dieser Liste sind Role Models für eine diversere und offenere Gesellschaft und geben der Community durch ihre Sichtbarkeit Kraft und Unterstützung. Karrieren sind in vielen Unternehmen auch für geoutete LGBT+ eine Selbstverständlichkeit, leider jedoch noch nicht in allen Unternehmen.“

Daher freut es den Völklinger Kreis um so mehr, dass auch auf der ebenfalls am Wochenende veröffentlichten Liste der GERMANY’S TOP LGBT+ VOICES 2020 Mitglieder des VK zu finden sind. So z.B. unsere Mitglieder Dr. Malte Stübinger auf Platz 2 und Lukas Plamitzer auf Platz 25. Diese befragten wir zu ihren Beweggründen für ihr Engagement:

Für Dr. Malte Stübinger ist sein Engagement für Diversity seit Anbeginn seiner Karriere eine Selbstverständlichkeit:

„Aktives Engagement für Diversity und Inklusion am Arbeitsplatz treibt mich neben meiner Mandatsarbeit an wie kein zweites Thema, schon seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn – dies sind essenzielle Werte, für die auch der VK steht. Ich freue mich sehr über die Ehre, von der Jury nun für diese Arbeit ausgezeichnet worden zu sein.“

Lukas Plamitzer kam über das jährlich stattfindende Future Leaders Programm des Völklinger Kreis in den Verband. Für ihn ist es wichtig, zu zeigen, dass Karriere und Outing sich nicht im Weg stehen:

„Auch wenn für mich meine sexuelle Orientierung schon lange zu meinem privat- und Berufsleben dazugehören, gibt es immer noch viele Menschen, die nicht Out im Office sind. Gerade jungen LGBT*IQ-Personen will ich zeigen, dass man sich nicht verstecken muss. Denn auch als LGBT*IQ-Person ist es möglich, Karriere zu machen – und als geoutete Person ist man dazu noch viel effektiver. Deshalb engagiere ich mich auch aktiv in unserem LGBT*IQ Netzwerk meines Arbeitgebers. Der VK hat mir mit dem Future Leader Programm und meinem Mentor Matthias Weber einige Werkzeuge an die Hand gegeben, die mich auch im beruflichen Leben weiter vorangebracht haben. Das Future Leaders Programm empfehle ich jedem, der bereits eine erste Führungsaufgabe übernommen hat oder dies in Kürze plant.“

Hier geht es zu den Listen:

www.outexecutives.de/germanys-top-100-out-executives-2020

www.outexecutives.de/germanys-top-lgbt-voices-2020

und mehr Infos zum Future Leaders Projekt des Völklinger Kreis unter:

www.vk-future-leaders.de

Neuer Vorstand stellt sich den gesellschaftlichen Herausforderungen in der neuen Normalität

Am Samstag, den 10. Oktober 2020 hat der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger Völklinger Kreis seinen neuen Vorstand gewählt.

Die Wahl fand im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung im Berliner Hotel Estrel statt. Aufgrund der durch Covid-19 bedingten Sonderauflagen hatten die 700 Mitglieder des Verbands die Möglichkeit, sowohl live vor Ort als auch online an der Mitgliederversammlung und der geheimen Wahl teilzunehmen.

Der neue, nun nur fünf-köpfige Vorstand besteht aus den langjährigen VK-Vorständen Matthias Weber als Vorsitzender sowie Oliver Kühn und Alf Spröde als seine Stellvertreter. Hinzu kommen zwei neu gewählte Vorstände: Jörg Höhn und Holger Reuschling.

In der neuen Legislaturperiode liegt der Fokus auf Wachstum und Digitalisierung. Ziel ist die bundesweit noch stärkere Wahrnehmung als Diversity-Institution. Hierfür wird das erfolgreiche Projekt „Future Leaders“ weiterentwickelt, eine neue Diversity Studie veröffentlicht, die Wahrnehmung für den Max-Spohr-Preis für vorbildliches Diversity Management erhöht und das Erfolgskonzept „DiverseCity“ digitalisiert.

Ebenfalls sollen die Angebote für Mitglieder weiter gesteigert werden. Aufgrund der oftmals bundesweiten Ausrichtung der Angebote werden hierzu verstärkt digitale Formate entwickelt und die Online-Kommunikation des Vereins angepasst.

Mit der wachsenden Zahl von Mitgliedern verstärkt sich auch die Verantwortung. Dabei profitiert der Verein bereits jetzt von seinen starken Verbindungen in Politik, Wirtschaft und LGBT+ Netzwerken in Deutschland und übernimmt auch im neuen europäischen Dachverband EPBN eine zentrale Rolle.

Mit diesen Projekten würdigt der Völklinger Kreis 2021 gebührend sein 30jähriges Bestehen.

Matthias Weber, bisheriger und erneut bestätigter Vorsitzender des Völklinger Kreis hierzu: „Die heutige Mitgliederversammlung hat uns durch ihre Beschlüsse neue Möglichkeiten eröffnet. Neben zukunftsorientierten digitalen Veränderungen hinsichtlich des Aufnahmeprozesses unserer Mitglieder, deren Betreuung und Kommunikation ist sie auch Beleg für das Funktionieren komplexerer hybrider und digitaler Veranstaltungen. Hiervon werden wir zukünftig verstärkt Gebrauch machen.“

 

Robert Bosch GmbH und Landeshauptstadt Düsseldorf glänzen mit vorbildlichem Diversity Management

Der Völklinger Kreis (VK), der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, hat heute die diesjährigen Gewinner des Max-Spohr-Preises bekanntgegeben. Der Max-Spohr-Preis steht dieses Jahr unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht. Er ist eine der gewichtigsten Auszeichnungen für Diversity Management in Deutschland.

Die diesjährigen Preisträger_innen in den vier vergebenen Kategorien sind:

•             Robert Bosch GmbH (Unternehmen)

•             Landeshauptstadt Düsseldorf (Öffentlicher Arbeitgeber)

•             Landeshauptstadt München (Nachhaltigkeit im Diversity Management)

•             Evangelische Schulstiftung in der EKBO (Max-Spohr-Sonderpreis)

 

Jurypräsidentin des Max-Spohr-Preis Margarete Voll bei der Preisübergabe an die Robert Bosch GmbH

Zum Max-Spohr Preis

Der Max Spohr Preis besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre vergeben. 2020 wird er zum 11ten Mal überreicht. Mit ihm werden in den Kategorien öffentliche Arbeitgeber_innen, Wirtschaftsunternehmen und Nachhaltigkeit Preisträger_innen für ihr vorbildliches Diversity Management ausgezeichnet.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei einem vorurteilsfreien und wertschätzenden Arbeitsumfeld für die lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Beschäftigten (LGBT+).

Auch dieses Jahr wird zusätzlich ein Sonderpreis an eine Person oder Organisation vergeben, die in der deutschen Gesellschaft dafür gesorgt hat, dass Vielfalt mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit bekommt.

Die diesjährige Vergabe des Max-Spohr-Preises wird dankenswerterweise unterstützt von der Landeshauptstadt Hannover und der Siemens AG.

Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis Matthias Weber bei der Preisübergabe an die Landeshauptstadt Düsseldorf

Zur Ehrung der Preisträger_innen

Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis Matthias Weber bei der Preisübergabe an die Landeshauptstadt Düsseldorf

Der aktuellen Covid 19-Lage geschuldet, fand die Preisverleihung im kleinen festlichen Rahmen bei den Preisträger_innen vor Ort statt. Auf Max-Spohr-Preis.de finden sich nach Bekanntgabe die jeweiligen Preisträger_innen-Videos.

Zur Preisvergabe äußerten sich die Preisträger_innen Robert Bosch GmbH und die Landeshauptstadt Düsseldorf. So begrüßt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH die Auszeichung:

„Als Sponsor unseres LGBT*IQ Mitarbeiter*innen-Netzwerks freue ich mich ganz besonders über diesen Preis. Die Auszeichnung ist für uns sowohl eine große Ehre als auch Antrieb, das Thema Diversity & Inclusion weiterhin mit so viel Engagement und Herzblut anzugehen. Gemeinsam gestalten wir eine offene und wertschätzende Arbeitskultur, in der alle Mitarbeiter*innen ihre Talente und verschiedene Perspektiven bestmöglich einbringen können. Nur so erreichen wir innovative Lösungen und schaffen Technik fürs Leben. Ich bin davon überzeugt: Vielfalt ist unser Vorteil.“

Und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf Thomas Geisel kommentiert:

„Ich freue mich sehr, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Max-Spohr-Preis ausgezeichnet wurde. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst, wenn es darum geht, Sichtbarkeit insbesondere für LSBTIQ+ Lebensweisen zu schaffen. Gemeinsam mit verschiedenen Initiativen möchten wir weiterhin in die Stadtgesellschaft wirken und somit gemeinsam dafür sorgen, dass Düsseldorf eine vielfältige und damit lebenswerte Stadt für alle ist.“ Der Oberbürgermeister weiter: „Daneben freut es mich, dass mit dem Max-Spohr-Preis auch die Landeshauptstadt Düsseldorf als Arbeitgeberin ausgezeichnet wurde. Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass Wertschätzung in der Stadtverwaltung gelebt wird.“

Matthias Weber, Vorsitzender des Vorstands Völklinger Kreis, gratuliert den Preisträger_innen:

„Der Max-Spohr-Preis erhielt in diesem Jahr so viele Bewerbungen wie nie zuvor in den immerhin 20 Jahren seines Bestehens. Dies ist einerseits ein Beleg für das steigende Interesse und auch den Fortschritt des Diversity Managements bei vielen Arbeitgeber_innen in Deutschland, andererseits müssen wir aber auch feststellen, daß nach wie vor zu viele öffentliche und private Unternehmen mehr für Vielfalt am Arbeitsplatz tun müssen. Unsere Preisträger_innen jedoch sind echte Vorbilder!

Sie haben ihre Verantwortung als Arbeitgebende gegenüber ihren Mitarbeiter_innen erkannt und tragen die Idee des ganzheitlichen Diversity Managements in Wirtschaft und Verwaltung weiter. So wird Wertschätzung gegeben, Vielfalt am Arbeitsplatz kann stattfinden und neben ihrer sozialen Verantwortung werden diese Unternehmen auch ihrem Auftrag gerecht, Werte zu schaffen, Talente zu finden und zu halten und die Leistungskraft ihrer Mitarbeiter_innen zu erhöhen.“

 

Weiterführende Informationen finden sich hier:

Mehr zum Max-Spohr-Preis unter Max-Spohr-Preis.de

Mehr zum Völklinger Kreis unter Vk-Online.de

Stärkung von Gleichstellungsmaßnahmen erforderlich

Zu diesem Fazit kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in seinem aktuellen Wochenbericht (siehe ebenfalls Link am Ende), in welchem es neue Zahlen zu LGBT+ im Arbeitsumfeld veröffentlicht.

Die Studie bestätigt, dass es sich bei LGBT+ Menschen um eine überdurchschnittlich hoch qualifizierte Gruppe auf dem Arbeitsmarkt handelt, die somit für Unternehmen attraktive Mitarbeiter_innen darstellen. Und dennoch sind fast ein Drittel aller LGBT+ am Arbeitsplatz ungeoutet. Hier herrscht Handlungsbedarf von Seiten der Unternehmen.

 

Im Fazit der Studie hierzu:

„Die vorliegenden Ergebnisse lassen vermuten, dass LGBTQI*-Menschen ihre Berufswahl auch von der Offenheit der Branchen gegenüber der sexuellen Orientierung abhängig machen, dass sie also bestimmte Branchen meiden, um Diskriminierung zu umgehen und offen mit ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität am Arbeitsplatz umgehen zu können. Für Unternehmen scheint es somit besonders ratsam, ein offenes und diskriminierungsarmes Umfeld am Arbeitsplatz zu schaffen, um LGBTQI*-Menschen als Mitarbeiter*innen gewinnen zu können. Um dies zu erreichen, müssen Betriebe dafür sorgen, dass Gleichstellungsmaßnahmen sowie Toleranz und Vielfalt am Arbeitsplatz etabliert werden.“

Das Fazit spricht damit einen entscheidenden Punkt in der Arbeit des Völklinger Kreises zu Diversity und Diversity Management in Unternehmen an.

Matthias Weber, Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreises hierzu heute im Interview mit dem Südwestrundfunk:

„Gerade auch das Top Management eines Unternehmens sollte eine klare Botschaft senden, welche Kultur im Unternehmen erwünscht ist und auch, welche nicht.“

Der Völklinger Kreises engagiert sich seit Jahren mit zahlreichen Aktivitäten für Diversity Management in den Unternehmen. So veranstaltet er z.B. die jährlich mehrmals stattfindenden DiverseCitys oder verleiht demnächst am 17.September bereits zum 11. Mal den Max-Spohr-Preis.

Dieser ist eine der gewichtigsten Auszeichnungen für Diversity Management in Deutschland. Er besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre vergeben. Mit ihm werden in den Kategorien öffentliche Arbeitgeber, Wirtschaftsunternehmen und Nachhaltigkeit die Preisträger für ihr vorbildliches Diversity Management ausgezeichnet. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei einem vorurteilsfreien und wertschätzenden Arbeitsumfeld für die lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Beschäftigten (LGBT+). Auch dieses Jahr wird zusätzlich ein Sonderpreis an eine Person oder Organisation vergeben, die in der deutschen Gesellschaft dafür gesorgt hat, dass Vielfalt mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit bekommt.

 

Weiterführende Links:

Beitrag zu den Erkenntnissen der Studie auf Queer.de mit Möglichkeit zu Kommentierung:

Studienfazit: Die Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)

Webseite des Max-Spohr-Preises, online ab 05.092020 mit Vorab-Informationen. Bekanntgabe der Preisträger am 17.9.2020:  Max-Spohr-Preis.de

Website DiverseCity: DiverseCity.de

Es steht fest: Wer bekommt den Max-Spohr-Preis 2020?

Am vergangenen Wochenende fielen die Entscheidungen: 4 Preisträger_innen des renommierten Max-Spohr-Preises stehen fest. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht und ist DER Preis des Berufsverbandes Völklinger Kreis für Unternehmen und öffentliche Organisationen hinsichtlich Diversity und vorbildlichem Diversity-Management in Deutschland.

Um den Max-Spohr-Preis bewarben sich dieses Jahr mehr Unternehmen und Kommunen als je zuvor, dennoch gelang es der Jury eindeutige Spitzenreiter zu identifizieren.

„Unser Preis wird dieses Jahr nicht nur jeweils an ein Unternehmen und eine öffentliche Institution verliehen – mit einem weiteren Preis ehrt die Jury dieses Jahr auch eine/n der bisherigen Gewinner/innen für die Nachhaltigkeit der Diversity-Maßnahmen und vergibt einen Sonderpreis“, berichtete Matthias Weber, Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis.

Aufgrund der noch anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen wird die Bekanntgabe der Preisträger_innen und die Verleihung dieses Jahr anders verlaufen, als in den vorherigen Jahren. So traf sich die Jury dieses Jahr vorwiegend online zur zwei-tägigen Jurysitzung und hat sich auf Basis der eingesandten Unterlagen mit jedem einzelnen Unternehmen intensiv auseinander gesetzt.

Auch dieses Jahr war die Jury wieder hochrangig besetzt:
Margarete Voll – Präsidentin der Jury und Initiatorin von Wirtschaftsweiber e.V., dem Netzwerk für lesbische Fach-und Führungskräfte
Dr. Roland Leroux – Präsident der ULA, der Vereinigung deutscher Führungskräfteverbände
Helga Diers – Landeshauptstadt Hannover – Leitung Personal und Organisation – Max-Spohr-Preisträger 2018
Dr. Robert Neuhauser – Siemens AG – Global Head of Siemens People and Leadership – Max-Spohr-Preisträger 2018
Eva Kreienkamp – Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH
Albert Kehrer – Vorstand der PROUT AT WORK Foundation
Matthias Weber – Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis.

Die Bekanntgabe der Gewinner_innen findet im Herbst statt.
Mehr Informationen finden sich unter: max-spohr-preis.de

Diversity zahlt sich aus!

Der renommierte Max-Spohr-Preis wird 2020 nun zum ersten Mal auch in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ verliehen.

Dieses Jahr ist es wieder soweit. Der Völklinger Kreis – Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger verleiht zum 11ten Mal seit 2001 den Max-Spohr-Preis, mit welchem alle zwei Jahre Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland geehrt werden, die auf vorbildliche Weise Vielfalt in ihren Organisationen durch umfassendes Diversity Management unterstützen.

In diesem Jahr haben sich die Jury unter der Leitung der Jurypräsidentin Margarete Voll und der Völklinger Kreis entschieden, den Max-Spohr-Preis in einer weiteren Kategorie zu vergeben. Angeschrieben wurden alle ehemaligen Preisträger*innen. Sie wurden gebeten, ihren Hut noch einmal in den Ring zu werfen und untereinander um den ersten Max-Spohr-Preis „Nachhaltigkeit“ zu konkurrieren. Bewertet wird, wie sich die Preisträger*innen der Unternehmen und Verwaltungen nach dem Erhalt des Preises weiterentwickelt haben. Damit ehrt der Preis nicht nur Kontinuität und Weiterentwicklung von Diversity Maßnahmen, sondern trägt dazu bei, Wirksamkeit und Erfolg durch umfassendes Diversity Management aufzuzeigen.

 

Über den Max-Spohr-Preis

Die Verleihung des Max-Spohr-Preises 2018. In 2020 wird auch die Nachhaltigkeit mit einem Preis ausgezeichnet.

Der Max-Spohr-Preis weist seit 2001 öffentlichkeitswirksam auf die Vorteile eines ganzheitlichen Diversity Managements hin und setzt ein positives Zeichen, indem er die Unternehmen und öffentlichen Arbeitgeber*innen auszeichnet, die erfolgreich und richtungsweisend auf diesem Weg fortschreiten. Die diesjährige Preisverleihung am 17. September in Hannover steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Frau Christine Lambrecht.

 

Mehr Infos unter

Max-Spohr-Preis.de

European Pride Business Network (EPBN) – Neugründung des europäischen Dachverbandes der LGBTI+ Berufsverbände in Berlin

Am Mittwoch, den 29.04.20 gründeten in Berlin Vertreter_innen von LGBTI+ Berufsverbänden aus ganz Europa das European Pride Business Network (EPBN). Das EPBN ist der neue europäische Dachverband für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Führungskräfte und die Nachfolgeorganisation des bisherigen europäischen Dachverbandes EGMA.

Das EPBN stützt sich in seiner Arbeit auf das Netzwerk seiner bereits zahlreichen Gründungsmitglieder und lädt europaweit weitere LGBTI+ Berufsverbände zur Beteiligung ein, um zukünftig noch stärker als zuvor mit einer Stimme gemeinsam die Anliegen der LGBTI+ Berufsverbände in Europa zu vertreten.

Dieses Anliegen ist gerade hinsichtlich der teilweise besorgniserregenden Entwicklungen bei unseren Nachbarn in Mittel- und Osteuropa von entscheidender Bedeutung, da das EPBN so einen Beitrag auf europäischer Ebene leisten kann, diesen Entwicklungen mit Aufklärung und Engagement entgegenzutreten.

Die EPBN bietet eine europäische Plattform für alle nationalen Mitgliedsverbände und wird darüber hinaus als verlässlicher Ansprechpartner für internationale Belange und europäische Institutionen fungieren. Sitz des neuen Dachverbandes ist Berlin.

Zum Präsidenten des Verbandes wurde Matthias Weber (Völklinger Kreis) gewählt, seine Stellvertretende sind Steffi Grimm (Wirtschaftsweiber), Feri Thierry (AGPRO) und Daniel Seiler (Network). Schatzmeister ist Christophe Margaine (Autre Cercle). Jörg Höhn (Völklinger Kreis) unterstützt als Generalsekretär den Vorstand in seiner Arbeit.

Matthias Weber dazu: „Diversität ist auch für die Wirtschaft ein wesentlicher Faktor geworden. Unser Anliegen ist es, die Dimension LGBTI+ europaweit stärker in den Fokus zu rücken und die Kräfte in diesem Bereich zu bündeln. Wir bieten allen Organisationen, die sich hier engagieren, eine Plattform zum Kompetenzaustausch. Mit gemeinsamen Aktivitäten wollen wir auch gegenüber den europäischen Institutionen Flagge zeigen und für ein weltoffenes und vielfältiges Europa einstehen. Ich freue mich auf diese Arbeit – gemeinsam mit einem starken, europäischen Team.“

Gründungsmitglieder sind: AGPRO (Österreich), Autre Cercle (Frankreich), EDGE (Italien), Network (Schweiz), Völklinger Kreis (Deutschland), Wirtschaftsweiber (Deutschland), Wybernet (Schweiz)