Mehr Diversität im öffentlichen Dienst schaffen

Anfang April nahm Kurt Siering an dem Workshop „Diversity in der Bundesverwaltung“ teil. Anlass hierfür war die im Koalitionsvertrag vereinbarte ganzheitliche Diversitätsstrategie für die Bundesverwaltung. Diese wird vom Bundesministerium des Innern und für Heimat gemeinsam mit der Integrations- und Antirassismusbeauftragten der Bundesregierung koordiniert. Im Fokus stehen Personen mit Migrationshintergrund, aber auch andere Kerndimensionen der Charta der Vielfalt finden Berücksichtigung.

Die Diversitätsstrategie wird in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet. Sie soll Maßnahmen enthalten, die die Vielfalt in der Bundesverwaltung dauerhaft fördern sollen. Folgende Bereiche sollen dabei berücksichtigt werden: Organisationsentwicklung, Personalentwicklung (inklusive Schulungen), Personalgewinnung und Antidiskriminierung. In der hierzu veröffentlichten Pressemitteilung äußerte sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser wie folgt:

Die Vielfalt unseres Landes ist eine große Stärke. Jede und jeder Vierte in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte. Es wird Zeit, dass sich dies auch in der öffentlichen Verwaltung stärker widerspiegelt. Wir müssen Vielfalt als Faktor sehen, um die besten Köpfe für den öffentlichen Dienst zu gewinnen. Wir brauchen die Talente und Perspektiven der gesamten Gesellschaft für einen starken öffentlichen Dienst. Daher treiben wir die neue Diversitätsstrategie weiter voran, um die Personalentwicklung und Personalgewinnung für den öffentlichen Dienst modern aufzustellen.

 

VK-Bremen startet mit Schwung ins neue Jahr: Mehr Projekte und mehr Präsenz in Bremerhaven geplant

Mit neuem Schwung startet die Bremer Regionalgruppe des Völklinger Kreises (VK) in das Jahr 2024. Auf einem – hybrid durchgeführten – Strukturmeeting bestätigten die Bremer ihre Regionalkoordinatoren Robert Herzog und Dietmar Schulte am Hülse im Amt. Beim nicht wieder angetretenen Regionalkoordinator Adrian M. Jonas bedankten sie sich herzlich für dessen herausragendes Engagement.

Jonas hatte in den vergangenen Jahren die Regionalgruppe im kleinsten Bundesland geführt und mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten wertvolle Impulse in der Verbandsarbeit gesetzt. In Zukunft wollen die Hanseaten noch stärker in Projekten arbeiten, die Nachwuchsgewinnung verstärken und intensiver als bisher auch in der Stadt Bremerhaven aktiv werden. Die bereits erfolgreich bestehenden Networkaktivitäten, die Präsenz auf dem CSD und die Vernetzung mit anderen VK-Gruppen sollen fortgesetzt werden.

GenZ und der Fachkräftemangel

V/K RG Berlin Grüner Salon 29.1.2024

Der „Grüne Salon“, die monatliche Vortragsreihe der Regionalgruppe Berlin, hatte im Januar das Thema „GenZ und der Fachkräftemangel“.

Der Fachkräftemangel in Betrieben und Verwaltungen stellt eine wachsende Herausforderung dar, weil in den nächsten Jahren die Baby-Boomer-Generation in Rente geht. Gleichzeitig haben sich die Einstellungen junger Leute zum Arbeitsleben verändert.

Im September 2023 haben deshalb die Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. eine Umfrage zu den Erwartungen der Generation Z an Ausbildungsbetriebe durchgeführt. Für die „GenZ“ stehen bei der Berufswahl gute Verdienstmöglichkeiten an erster Stelle, der gesellschaftliche Zweck des Berufs ist nachrangig. Auch eine moderne Ausrichtung ihrer Ausbildung ist jungen Menschen wichtig. Zugleich besteht jedoch gerade bei der Berufsausbildung eine Diskrepanz zwischen dieser Erwartungshaltung der jungen Menschen und der Realität in deutschen Unternehmen.

Aufgrund der Ergebnisse dieser repräsentativen Befragung der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) unter jungen Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren haben wir diskutiert, was die junge Generation von Ausbildung und Arbeit erwartet und wie wir insbesondere junge Menschen für unsere Unternehmen begeistern können.

Unsere Referentin war Ann-Catrin Gras, studierte Volkswirtin und seit September 2023 Bundesgeschäftsführerin der Wirtschaftsjunioren Deutschland und mir ihren 29 Jahren noch ganz nah dran, an der GenZ. Bereits während ihres Studiums engagierte sie sich ehrenamtlich für junge Menschen und Bildungsthemen auf regionaler und bundesweiter Ebene und bringt diese Erfahrungen in ihrer Rolle als Bundesgeschäftsführerin der Wirtschaftsjunioren ein.

Wir waren wieder Gast bei der Wirtschaftskanzlei GvW Graf von Westphalen und unserem ehemaligen RK Johannes Räther.

 

Wir danken Bernd Schachtsiek für den Beitrag.

Future Leaders 2023: Treffen zu Fragen rund um Führung, Führungskraft und Führungsverständnis

Am 15./16.12. trafen sich die Future Leader zum angekündigten Netzwerken und zum Austausch in den Büroräumen von Vorstand Stefan Katt in Hannover.

Über das Kennenlernen der Teilnehmenden bei Kaffee und Kuchen hinaus ging es weiter mit einem Input durch den Coach Aymann Saad. Hier wurden Fragestellungen angerissen und diskutiert, wie „Wozu bin ich Führungskraft?“ oder „Woher kommt mein Führungsverständnis“.

Danach sprachen sich die Teilnehmer an diesem ersten Präsenztreffen offen über den Mehrwert des Future Leader Programms aus? Die gesammelten Aspekte werden in das Programm aufgenommen. Zusammenfassend kann festgehalten werden, alle sind motiviert und freuen sich auf die Arbeitstreffen im kommenden Jahr. Auch ein Projektteam aus VKlern bildet sich derzeit und wird im Januar das Programm 2024 zusammen mit Projektleiter Stefan Katt planen.

Zum Abschluss gab es dann ein Get-together mit der RG Hannover auf dem historischen Weihnachtsmarkt in der Altstadt.

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld: „gefährdet leben – Queere Menschen 1933 -1945“

„Ich nehme auch an, dass der Jonny für §175 infrage kommt“, heißt es in einer Anzeige an die Hamburger Kripo aus dem Jahre 1938. Gefängnis, Zuchthaus, Straflager und KZ waren oft die Folge. Im Nationalsozialismus, aber auch nach Ende der NS-Diktatur, drohte homosexuellen Männern die strafrechtliche Verfolgung. Doch auch homosexuelle Frauen oder Menschen, die sich nicht als Mann oder Frau identifizierten, waren ständig der Gefahr der Denunziation ausgesetzt.

Der Denunziationsbrief mit der obigen Aussage ist eines der Exponate dieser beeindruckenden Ausstellung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, welche von der Feierstunde des Bundestags vom 26. Januar inspiriert wurde. In dieser gedachten die Abgeordneten zum Holocaust-Gedenktag erstmals auch Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. geschlechtlichen Identität im Nationalsozialismus verfolgt wurden.

Die gesellschaftliche Ächtung schwuler Männer blieb auch nach 1945 bestehen. Opfern wurde die Rehabilitierung verwehrt, Männer, die in der NS-Zeit inhaftiert waren, mussten in der Bundesrepublik wegen ihres Schwulseins oftmals wieder ins Zuchthaus. Der § 175 des Strafgesetzbuches, welcher Homosexualität mit Gefängnis bestrafte, wurde im wiedervereinigten Deutschland erst 1994 abgeschafft. Die Bundesrepublik bekannte sich also sehr spät zu dieser Schuld. Auch deswegen ist diese Ausstellung wichtig und überfällig.

Für den Völklinger Kreis sitzt Frank Sarfeld im Kuratorium der Bundesstiftung mit Markus Erlenbruch als Stellvertreter. Beide nahmen zusammen mit Steffi Grimm vom Vorstand der Wirtschaftsweiber an der Eröffnung der Ausstellung durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und Bundesjustizminister Marco Buschmann teil.

Mehr Informationen über die Ausstellung, die im nächsten Jahr auf Reise durch ganz Deutschland gehen soll, findet ihr hier: https://mh-stiftung.de/projekte/ausstellung-gefaehrdet-leben/Wenn ihr die Ausstellung auch in Eure Stadt holen möchtet, setzt Euch bitte mit Frank Sarfeld in Verbindung. Frank.Sarfeld (at) vk-online.de.

RG Berlin: Vortrag „Populismus – Probleme einer Politikform“ im Grünen Salon

Die Regionalgruppe Berlin veranstaltet am letzten Montag des Monats traditionell ihren „Grünen Salon“, so genannt nach dem ersten (regelmäßigen) Veranstaltungsort. Inzwischen findet er in der Regel bei V/K-Mitgliedern statt, die dabei auch ihr Unternehmen und ihre Aktivitäten vorstellen können. Die Themen sind breit gefächert und werden von den Mitgliedern selbst vorgeschlagen. Gäste sind zu den Veranstaltungen gerne willkommen.

Am 27.11.23 war die Regionalgruppe Berlin Gast beim Deutschen Architektur Zentrum des Bundes Deutscher Architekten, Thema des Abends: Populismus. Als Referent konnte PD Dr. Kolja Möller gewonnen werden, der sich 2021 habilitiert hat und am Lehrstuhl für Rechts- und Verfassungstheorie mit interdisziplinären Bezügen der TU Dresden arbeitet. Er hat sich mit der Thematik schon viele Jahre beschäftigt und dazu Aufsätze und Bücher veröffentlicht (www.koljamoeller.com).

Nach der Begrüßung durch den Gastgeber Dr. Thomas Welter, Bundesgeschäftsführer des BDA, und Bernd Schachtsiek, der den Abend organisiert hatte, hielt Herr Dr. Möller seinen Vortrag, an den sich eine längere Diskussion anschloss.

An den Anfang seines Vortrages stellte er zwei Thesen aus dem politischen Umfeld und erläuterte sie: die Repräsentationslückenthese und die Rechtsextremismusthese. Dann wendete er sich folgenden Fragen zu: Was ist Populismus (und was nicht)? Welche Spielarten des Populismus gibt es? Hierbei stellte er die Historie und die aktuelle Forschung zum Thema dar und zog Parallelen zu den Elementen der Politik insgesamt. Er beschrieb inklusiven (unten vs. oben) und exklusiven (wir vs. die anderen) Populismus, die angebliche „Kooperation“ von oben und Minderheiten und die „Verschwörung“ gegen die Mitte.  Dabei nahm er auch Bezug auf den Rechtspopulismus und autoritäre twists am Beispiel verschiedener Vertreter der rechten Szene, Volkssouveränität und Verfassung, sowie die Übergänge zum Faschismus (Auflösung der Rechtsbindung öffentlicher Herrschaftsausübung und die normative Rolle der Gewalt bis hin zum Gewaltrausch).

Zum Abschluss seines Vortrages und zum Einstieg in die die Diskussion stellte er einige Thesen zum Handlungsspielraum auf:

  • Breiter Manövrierspielraum, hintergründige Sozialpsychologie und Krisenerfahrung (Macht/Ohnmacht, Inklusion/Exklusion)
  • Problem der Repräsentationslückenthese: Beschränkung auf die Themenebene
  • Problem der Rechtsextremismusthese: „preaching to the converted”/Selbstversicherung)
  • Mit offenem Visier: Neuverhandlung von Volkssouveränität, Demokratie und Freiheitsrechten erforderlich
  • Verschiebung von Konfliktlinien (weg von culture wars – Kontroversen im Bereich der Wirtschafts-, Fiskal- und Sozialpolitik?)
  • Alternative Widerstands- und Ordnungsprojekte

Die anschließende Diskussion begann mit Verständnisnachfragen zum Inhalt des Vortrages und Ergänzungen aus der eigenen Erfahrungswelt der Teilnehmer. Deutlich wurde dabei eine gewisse Ratlosigkeit, wie man den von allen wahrgenommenen Trends entgegenwirken kann. Einfache Erklärungsmodelle helfen nicht weiter und immer wieder wurde die Rolle der Bildung und Ausbildung und die Rolle der Medien und ihre Art der Berichterstattung betont. Die Teilnehmer empfanden den Vortrag als sehr bereichernd und anregend und dankten Herr Dr. Möller für seine Bereitschaft, auf dem „Grünen Salon“ zu sprechen. Dies könne nur der Anfang einer weitergehenden Diskussion sein.

Zukunftswerkstatt: Der VK modernisiert sich – ein Update.

Auf der letztjährigen Mitgliederversammlung 2022 verpflichtete sich der amtierende Vorstand, den VK fit für die Zukunft zu machen und ihn an den gesellschaftlichen und beruflichen Herausforderungen der Zeit auszurichten. Hierfür wurde das Projekt X initiiert. Die Arbeitsgruppe Projekt X agiert als Thinktank des Verbands, in dem sich Mitglieder unterschiedlicher Fach- und Regionalgruppen, Interessen und Alter engagieren können, um Wege der Veränderung anzustoßen.

Projektleiter der Gruppe sind unser Vorsitzender des Vorstands Kurt Siering und mit dem Ausscheiden von Dr. Frank Janßen im Herbst 2023 aus dem Vorstand der neue Vorstand Ingo Hahn.

Mit der Umfrage fing es an.

Das Projekt startete zum Jahresanfang 2022 mit einem umfangreichen Fragebogen, welchen die Mitglieder des VK online ausfüllen konnten. Über 260 Mitglieder des Verbands kamen der Bitte nach und gaben der Arbeitsgruppe so die Gelegenheit, einen tiefen Einblick in die Sichtweisen der Mitglieder zu erhalten. Diese Umfrage bildet die Grundlage für weiterführende Überlegungen.

Anfang des Sommers fand dann in Düsseldorf das erste von zwei Treffen im Vorfeld der diesjährigen Mitgliederversammlung statt. Zehn Mitglieder der Arbeitsgruppe nahmen an diesem ersten Workshop teil. Unter der Anleitung von Fr. Westphal, Expertin für Organisationsentwicklung und Teambildung, evaluierten die Teilnehmer zuerst die wichtigsten Problemfelder, welche sich durch die Umfrage zeigten. Im nächsten Schritt priorisierten sie diese in intensiver Gruppenarbeit und entwickelten erste Lösungsansätze, diese anzugehen. Am Ende hatte die Gruppe erfolgreich Themenstellungen priorisiert und Diskursräume definiert, in welchen das weitere Vorgehen abgebildet werden konnte.

Für den nächsten Schritt in diesem Verfahren traf man sich später im Sommer in München. Auch hier waren die Mitglieder der Gruppe eingeladen, sich für einen Workshop zusammenzufinden. Dieses mal moderiert von Dr. Kirsten Schrick näherte sich die Gruppe den evaluierten Problemen über den systemischen Blickwinkel und entwickelte die zuvor definierten Diskursräume und Arbeitshypothesen weiter.

Die große Zukunftswerkstatt am Nachmittag nach der MV: offener Diskurs mit den Mitgliedern.

Am Nachmittag nach der Mitgliederversammlung erreichte das Projekt X mit der Zukunftswerkstatt das erste große Etappenziel. Moderiert wurde diese ebenfalls von Dr. Kirsten Schrick, die das Projekt X bereits zuvor in München begleitete. In Anwesenheit der Ehrengäste (unserer Partnerverbände AGPRO aus Österreich, NETWORK aus der Schweiz und den Wirtschaftsweibern) stellte der Vorsitzende des Vorstands Kurt Siering die Ergebnisse der im Frühjahr durchgeführten Mitglieder-Befragung vor. Dabei machte er die teilweise absolut gegensätzlichen Erwartungen der Mitglieder an den VK deutlich. Dr. Schrick stellte das Denkmodell des Golden Circles vor, welches auf den biologischen Prinzipien der Entscheidungsfindung basiert und Grundlage der Projektarbeit war.

Anschließend präsentierten Mitglieder des Projekt X die aktuellen Vorschläge zur Modernisierung des VK vor. Die Teilnehmer gaben hierzu Rückmeldung und schlugen teilweise alternative Ansätze vor. Insgesamt gab es eine große Resonanz auf die bisherigen Ergebnisse und viel Wertschätzung für die bisherige Arbeit. Ziel von Projekt X war und ist es, alle Mitglieder in die Diskussion einzubeziehen. Co-Projektleiter Dr. Frank Janßen hierzu am Nachmittag auf der Zukunftswerkstatt ganz begeistert: Die Modernisierung eines Verbands ist kein leichtes Unterfangen. Dass an diesem Nachmittag so viele unserer Mitglieder an der Zukunftswerkstatt teilnahmen, zeigt ihr Interesse und ihr Engagement an der Modernisierung.

2024: Die Zukunftswerkstatt vor Ort in den Regionalgruppen

Die Zukunftswerkstatt zur Mitgliederversammlung markierte die Halbzeit des Projekts. Die Ergebnisse dieses offenen Diskurses werden von Projekt X in der Folge nun weiter präzisiert. Um hier immer im Interesse der Mitglieder zu agieren und deren Wünsche und Forderungen umfänglich und authentisch in den Modernisierungsprozess einzubringen, geht die Zunkunftswerkstatt 2024 auf Deutschlandtour. Drei Regionen stehen hierfür bereits in der Planung für das erste Quartal 2024. Die Konsequenz aus all diesen Gesprächsforen wird in den nächsten Monaten sein, Informationen zu kanalisieren, Meinungen aufzunehmen und zu konkreten Vorschlägen zu verdichten, die, wie geplant, zur nächsten MV zur Abstimmung gestellt werden.

Projekt X freut sich über weitere Teammitglieder.

Auch wenn das erste Etappenziel schon erreicht wurde: Projekt X ist weiterhin für alle Mitglieder offen, die sich aktiv und mit viel Engagement beteiligen wollen, den Verband fit für die Herausforderungen in Gesellschaft und Beruf zu machen. Interessenten wenden sich bitte an die Geschäftsstelle unter buero@vk-online.de

Ebenfalls rufen wir alle interessierten Regionalgruppen dazu auf, sich mit einer Zukunftswerkstatt vor Ort in den Entscheidungsprozess einzubringen. Nur gemeinsam kann der Verband sich weiterentwickeln und „fit“ für die Zukunft werden.

RG Mainz-Wiesbaden / RG Frankfurt: Regenbogenempfang im Hessischen Landtag

Am 31. Oktober 2023 fand im Musiksaal des Hessischen Landtags der diesjährige Regenbogenempfang statt.

Eingeladen hatte die Präsidentin des Hessischen Landtages, Frau Astrid Wallmann. Sie bedankt sich damit bei allen Menschen, die sich für die Inklusion von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie asexuellen Menschen in unserer Gesellschaft engagieren. Seitens des Völklinger Kreis nahmen Mitglieder der Regionalgruppen Mainz-Wiesbaden und Frankfurt teil.

Regionalkoordinator Hansgeorg Schaller der RG Mainz-Wiesbaden) mit der Präsidentin des Hessischen Landtags MDL Astrid Wallmann und Regionalkoordinator Dirk Schusdziara von der RG Frankfurt.

Die Präsidentin des Hessischen Landtags MDL Astrid Wallmann mit den Regionalkoordinatoren des Völklinger Kreis Hansgeorg Schaller der RG Mainz-Wiesbaden und Dirk Schusdziara der RG Frankfurt (links und rechts)

Umrahmt wurde der Empfang durch eine Lesung von Frau Marianne Zückler. Frau Zückler führte uns mit einer Lesung aus ihrem Buch „Freiheit, Liebe Hoffnung – Über sexuelle Orientierung und Ausgrenzung in Osteuropa“ vor Augen, wie Menschen in Osteuropa aufgrund ihrer sexuellen Orientierung immer noch tagtäglich mit Anfeindungen und Schikanen im Beruf, der Kirche und Familie konfrontiert sind.

 

Der Völklinger Kreis dankt der Mitarbeiterin des Landtags für die Aufnahmen und deren Nutzungsmöglichkeit.

Partnervereine: Wirtschaftsweiber feiern 25-jähriges Jubiläum – Vorstandsvorsitzender des VK Kurt Siering war mit dabei.

Die Wirtschaftsweiber feierten dieses Jahr in Mannheim ihr 25-jähriges Jubiläum. Zahlreiche Gäste waren erschienen: Vertreterinnen von WyberNet, der Vizepräsident des Landtags Baden Würtemberg und unser Vorsitzender des Vorstands Kurt Siering. Es war eine besondere Gelegenheit, gemeinsam auf ein Vierteljahrhundert voller Erfolge, Erinnerungen und wertvoller Partnerschaften zurückzublicken.

Die Wirtschaftsweiber und der Völklinger Kreis stehen seit Anbeginn Seite an Seite in den Forderungen an unsere Gesellschaft. Diese langjährige Kooperation wollten die Wirtschaftsweiber auf ihrer Veranstaltung würdigen.

Margarete Voll und Stefanie Götz, aktueller kommissarischer Vorstand der Wirtschaftsweiber hierzu: „Wir geben damit an unsere Mitglieder ja nicht nur den Reminder an vergangene gelungene Tage, sondern eben auch eine Botschaft und Aufforderung für zukünftige Kooperationen.“ Sie bedankten sich bei unserem Vorstand Kurt Siering, dass ihm das in seiner Rede ganz wunderbar gelang.

 

 

Das verwendete Bildmaterial erstellte Yeliz Beckedahl und Karin Windt.
Die Bildrechte liegen bei dem Wirtschaftsweiber e.V.

MV2023: Eine Mitgliederversammlung des Völklinger Kreis in neuer Form.

Am vergangenen Wochenende fand in der Universität Bremen die diesjährige Mitgliederversammlung des Völklinger Kreis statt. Neben dem formellen Teil der MV mit den satzungsgemäßen Bestandteilen fand am Nachmittag in informeller Runde die Zukunftswerkstatt zum Projekt X, dem Modernisierungs-Projekt des VK, statt.

Der Vorstand hatte sich dazu entschlossen, einen zentralen Teil der MV, die Präsentation des Vorstandsberichts, deutlich anders zu gestalten. So entfiel die übliche Präsentation aller Vorstände zugunsten einer längeren Aussprache zwischen den Mitgliedern und Vorständen. Der Bericht war den Teilnehmern im Vorfeld der MV zugestellt worden. Die zahlreichen Fragen, die kritische und sachliche Diskussion sowie die formulierten Anforderungen an zusätzlich bereitzustellenden Informationen sprechen für die neue Vorgehensweise.

Die Universität Bremen als Ort der diesjährigen MV war daher gut gewählt: genug Raum für die unterschiedlichen Formate, kurze Wege und ein richtiges Mittagessen.
„Der Vorstand hat sich sehr über das Interesse an der diesjährigen Mitgliederversammlung gefreut. Um so mehr, da das neue Format der Vorstandspräsentation zu einem größeren Austausch zwischen Mitgliedern und Vorstand führt. Insgesamt war es ein voller Erfolg. Die von Mitgliedern gewünschten inhaltlichen Ergänzungen werden für kommende Mitgliederversammlungen berücksichtigt.“ kommentierte Kurt Siering, Vorsitzender des Vorstandes des Völklinger Kreis (VK), dem Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, nach der ersten Mitgliederversammlung im neuen Format.

Mitglieder im Workshop der Zukunftswerkstatt am Nachmittag der MV

Ebenfalls neu ist der vom Vorstand eingeführte “qualifizierte Forecast” für die Ausgaben von Regional- und Fachgruppen. Der Forecast schafft Transparenz hinsichtlich benötigter und abgerufener Budgets der einzelnen Gruppen und ist insofern besonders relevant für die Leiter der Regional- und Fachgruppen. Er erlaubt es dem Verband zukünftig, nicht ausgeschöpfte Mittel anderen Aktivitäten auf Verbandsebene von FG oder RG zuzuordnen. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, die zur Verfügung stehenden Mittel effektiver einzusetzen.

Seit der letzten Wahl zogen sich drei der gewählten Vorstände von ihrer Position zurück. Daher wählte der Regionalrat zwei neue Vorstände nach. Diese wurden auf der Mitgliederversammlung in Bremen von den Mitgliedern bestätigt. Der Völklinger Kreis gratuliert Stefan Katt und Ingo Hahn zu ihrer Wahl in den Vorstand. Leider musste uns Dr. Frank Janßen, verantwortlicher Vorstand für Diversity und stellvertretender Vorsitzender, mitteilen, dass er aufgrund beruflicher Veränderungen ab Januar nicht mehr für den Vorstand zur Verfügung steht. Eine Nachwahl wird durch den Regionalrat organisiert.

Am Nachmittag arbeitete dann die Zukunftswerkstatt des Projekt X. Als Co-Projektleiter war Dr. Frank Janßen hier ganz begeistert: Die Modernisierung eines Verbands ist kein leichtes Unterfangen. Dass an diesem Nachmittag so viele unserer Mitglieder an der Zukunftswerkstatt teilnahmen, zeigt ihr Interesse und ihr Engagement an der Modernisierung.

Im dritten Teil der Zukunftswerkstatt wurde die Resonanz zusammengefaßt.

Moderiert wurde die Zukunftswerkstatt von Dr. Kirsten Schrick, die das Projekt X bereits seit dem Sommer begleitet. In Anwesenheit der Ehrengäste (unserer Partnerverbände AGPRO aus Österreich, NETWORK aus der Schweiz und den Wirtschaftsweibern) stellte Kurt Siering die Ergebnisse der im Frühjahr durchgeführten Mitglieder-Befragung vor. Dabei machte er die teilweise absolut gegensätzlichen Erwartungen der Mitglieder an den VK deutlich. Dr. Schrick stellte das Denkmodell des Golden Circles vor, welches auf den biologischen Prinzipien der Entscheidungsfindung basiert und Grundlage der Projektarbeit war.

Mitglieder im Gespräch.

Anschließend stellten Mitglieder des Projekt X die aktuellen Vorschläge zur Modernisierung des VK vor. Die Teilnehmer gaben hierzu Rückmeldung und schlugen teilweise alternative Ansätze vor. Insgesamt gab es eine große Resonanz auf die bisherigen Ergebnisse und Wertschätzung für die bisherige Arbeit.
Die Rückmeldungen aus dem Teilnehmerkreis werden von der Projektgruppe gesichtet und fließen in die weitere Arbeit ein. Die Zukunftswerkstatt am letzten Samstag markierte die Halbzeit des Projekts. Ziel ist es, alle Mitglieder in die Diskussion einzubeziehen. Erste Ideen für dezentrale Workshops nach dem Muster der Zukunftswerkstatt sind bereits von Regionalgruppen entwickelt worden.

Was war gut, was verbesserungswürdig bei der diesjährigen MV? Diese Frage stellen wir den Teilnehmern in Form einer kurzen Online-Umfrage. Deren Rückmeldungen fließen in die Planungen der nächsten Mitgliederversammlung mit ein, die vom 11. bis 13.10.24 in Nürnberg stattfinden wird. Wir danken den Mitgliedern der RG Nürnberg für die Bereitschaft, die Organisation zu übernehmen und freuen uns auf die nächste Mitgliederversammlung!

Materialien zur MV und zum Projekt X finden Mitglieder des VK im passwortgeschützten Bereich der Mediathek hier auf VK-Online.

 

Kurt Siering mit Dr. Kirsten Schrick und Gernot Sendowski beim Empfang in der Bremischen Bürgerschaft am Freitag Abend vor der Mitgliederversammlung. Foto Hinnerk Mattias Rätz

Mit Ehrengästen auf dem Empfang in der Bremischen Bürgerschaft: v.l.n.r Kurt Siering mit Wittich Mahlknecht von AGPRO und Thomas Wehry von NETWORK mit Matthias Weber. Foto Hinnerk Mattias Rätz

Regionalkoordinator von Bremen und Organisationsleiter der MV 2023 Adrian Jonas zusammen mit der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft Antje Grotheer und Vorstand Markus Erlenbruch. Foto Hinnerk Mattias Rätz