Regionalratstreffen in Erfurt: Neue Regionalratssprecher gewählt

Zwei der bisherigen Regionalratssprecher traten nicht erneut zur Wahl an: Markus Erlenbruch (ganz links) und Adrian Jonas (ganz rechts). Dr. Thomas Dietrich und Jörg Augustin (mitte links und rechts) wurden als Regionalratssprecher bestätigt

Am Samstag, den 10. September 2022, trafen sich die Mitglieder des Regionalrats, der Vorstand des Völklinger Kreis und natürlich die Regionalratssprecher zur zweiten Sitzung in diesem Jahr in Erfurt.

Im Fokus stand die Organisation der diesjährigen Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main und die Neuwahl der Regionalratssprecher. Zur Wahl standen neben den beiden bereits tätigen Sprechern Jörg Augustin und Dr. Thomas Dietrich auch Christoph Podszun und Dirk Schusdziara.

Der Regionalrat im September 2022 in Erfurt.

Den Regionalrat bilden die Vertreter der einzelnen Regionalgruppen und Fachgruppen, also in der Regel die Regionalkoordinatoren und die Fachgruppenleiter. Bei den Sitzungen des Regionalrats werden anstehende Themen und Projekte, die sowohl bundesweit als auch für die einzelnen Regionalgruppen interessant sind, besprochen und auch verabschiedet.

Zudem berichten die Mitglieder des Vorstands über ihre Arbeit, die Regionalkoordinatoren tauschen sich zudem über ihre Erfahrungen in den Regionen aus und die Gruppen berichten aus ihren Fachkreisen. Die Abstimmung des Vereinslebens zwischen allen aktiven Gruppen wird so wesentlich durch den Regionalrat bestimmt.

Der Regionalrat trifft sich zweimal im Jahr zusammen mit den Mitgliedern des Vorstands. Der Ehrenrat ist ebenfalls eingeladen. Die nächste Sitzung des Regionalrats findet im Frühjahr 2023 in Köln statt.

 

Wir danken allen teilnehmenden Vertretern der Gruppen und dem Vorstand für ihr kommen. Ebenfalls danken wir den bisherigen Regionalratssprechern Markus Erlenbruch und Adrian Jonas für ihr vorbildliches Engagement im Völklinger Kreis.

RG Dortmund: „Sachsens Glanz und Preußens Gloria…“ / Jahresfahrt der RG Dortmund nach Dresden

Ein großes Danke an die Organisatoren dieser Reise: Holger W. und Markus E.

Ein fester Bestandteil im Programm der Regionalgruppe Dortmund ist die Networking-Reise, die in diesem Sommer bereits in die zwölfte Auflage ging.
In den vergangenen Jahren führten die Touren nach Den Haag, Antwerpen, Budapest, Brüssel, Potsdam, Florenz, Wien, Madrid, Stockholm und München.

Dieses Jahr kamen Mitte August 22 Dortmunder und ein der Regionalgruppe zugeneigter Ally der RG Köln – Bonn für fünf Tage in Dresden und Meißen zusammen. Aufgrund möglicher Reiseprobleme im Nachgang zur pandemischen Lage hatten sich die Regionalgruppenleiter erneut für einen Verbleib in Deutschland entschieden.

 

Beginn des Stadtrundgangs mit Führung.

Am ersten Tag der Reise stand das Thema Dresden und die Rolle Transsexueller, Homosexueller bzw. Andersdenkender während der NS-Zeit im Fokus.

Die erste Geschlechtsumwandlung? Fand 1930 in Dresden statt. Wenig später, zur Zeit des Nationalsozialismus, galten derartig gewagte chirurgischen Eingriffe als entartet, jegliches Abweichen von den strengen sexuellen Konventionen wurde mit Verurteilung, Verdammung und Liquidierung geahndet. Für Juden, Andersdenkende, homosexuell orientierte Menschen und viele mehr stand das Überleben auf dem Spiel. Hier war auch Dresden keine Ausnahme im gesamtdeutschen Gefüge, in Gegenteil: In der berühmten Frauenkirche (dem Zentrum der linientreuen Deutschen Christen) wurden die rassistischen und mörderischen Maßnahmen der Nazis frenetisch bejubelt. Auf einem weitläufigen geführten Rundgang durch die Stadt an der Elbe trafen die Reiseteilnehmer immer wieder auf die Spuren der unrühmlichen Vergangenheit.

 

Im Grünen Gewölbe

Ein weiterer Tag widmete sich dem Thema Dresden als Revolutionsstadt.

Kann man einem König kündigen? Wie geht friedliche Revolution? Was lüftet einen eisernen Vorhang „sofort, unverzüglich“?
Ja, selbst in Sachen Aufmüpfigkeit halten die Dresdner es mit der Faustregel: Aller guten Dinge sind drei. Denn so oft avancierten die Residenzstädter zu Revoluzzern. Mindestens!
Was Richard Wagner dabei für eine Rolle spielte? Wie eloquent Sachsens letzter Monarch seinen Abgang inszenierte? Mit welch perfiden Methoden im real existierenden Sozialismus die Stasi agierte? Das bildete den Inhalt dieses Tages.

Neben diesen Themen kam auch das royale Dresden mit Schlössern und Sammlungen nicht zu kurz. Dortmunder haben ja seit jeher eine gewisse Nähe zu Königs- und Adelshäusern in Europa, zumindest einer der Regionalkoordinatoren. Die jährlich stattfindenden herbstlichen Schlossspaziergänge in NRW sind Beleg hierfür.

In Dresden besuchten die Dortmunder das Residenzschloss mit den Preziosen Friedrich August I im Grünen Gewölbe, die ostasiatische Porzellansammlung im Zwinger und die Elbschlösser. Mit dem Rad ging es dann elbaufwärts zum Schloss Pillnitz, dem ehemaligen Sommersitz zahlreicher Geliebter der Kurfürsten von Sachsen und Könige von Polen. Im Rahmen eines geführten Rundgangs „lustwandelten“ die Dortmunder durch den sommerlich blühenden Barockgarten und den sich anschließenden englischen Landschaftsgarten.

 

Beim Get-together am Neumarkt

Nach fünf Tagen an der Elbe mit Get-together am Neumarkt, Abendessen in der trendigen Neustadt, Biergartenbesuchen am Elbufer und dem Farewell Dinner im „Daniel“ stand als Fazit fest:
Es war eine rundum gelungene Tour für Teilnehmer und Organisatoren, die sich am letzten Abend bereits für das Reiseziel im Juli 2023 entschieden haben. Dann geht es unter dem Titel:

„Een droom in het oranje, auf den Spuren von Jan Vermeer und Prinzessin Beatrix von Oranien-Nassau…“ / Jahresfahrt der RG Dortmund vom 26.07. – 30.07.2023 nach Rotterdam und Delft.

RG Hamburg: Der VK zeigt Präsenz auf dem Straßenfest des Hamburger CSD.

Der Hamburg Pride gehört mit zu den größten Christopher-Street-Day-Veranstaltungen Deutschlands. Teil der Veranstaltung ist das beliebte Straßenfest zum CSD rund um die Binnenalster. Nach zwei Jahren Corona-Pause konnte dieses nun endlich wieder am ersten Wochenende im August stattfinden. Die Regionalgruppe Hamburg des Völklinger Kreis war mit einem eigenen Stand vertreten und Mitglieder unserer Regionalgruppe informierten interessierte Besucher über die Aktivitäten unseres Verbands.

Mitglied Torsten von Beyme-Wittenbecher am Stand des Völklinger Kreis - CSD Hamburg 2022

Auch dieses Jahr wieder am Stand mit dabei: unser langjähriges VK-Mitglied Torsten von Beyme-Wittenbecher.

Das Wochenende begann am Freitag mit dem traditionellen VK-Stammtisch an unserem Stand. Hierzu begrüßten wir auch unser Vorstandsmitglied Oliver Kühn und unseren ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Michael Kauch. Bis 23.00 Uhr war unser Stand gut besucht und Mitglieder des Verbands betrieben Networking oder waren mit Standgästen im Gespräch.

Mit guter Laune und Spaß an der Sache: Mitglieder der Regionalgruppe Hamburg am VK-Stand (im Bild v.l.n.r.: Torsten von Beyme-Wittenbecher, Torsten Schanze, Carsten Meyer, Xin Long, Enno Neumann, Danny Clausen-Holm).

Am Samstag und Sonntag waren Mitglieder unserer Regionalgruppe durchgehend von 11.00 bis 19.00 Uhr am Stand für Gespräche verfügbar und konnten so die zahlreichen Fragen der Besucher beantworten. Auch konnten wir in dieser Zeit Vertreter aus der Hamburger Politik und Wirtschaft an unserem Stand begrüßen und so neue Kontakte knüpfen. Sowohl bei den Vertretern als auch den Besuchern stieß die Arbeit des Völklinger Kreises auf großes Interesse. Besonders erfreulich war dabei die erhebliche Anzahl von Besuchern, die konkretes Interesse an einer Mitgliedschaft im VK bekundeten.

Wir möchten allen unseren Mitgliedern danken, welche durch ihr Engagement dieses Wochenende ermöglicht haben und so erfolgreich machten.

RG Berlin: Grüner Salon – „War of Talents“ – Diversity-Management zur Mitarbeiterbindung und langfristigen Nachwuchssicherung

Der Grüne Salon ist das spannende Format unserer Regionalgruppe Berlin.

Am 25. Juli 2022 fanden sich zahlreiche Interessierte in der Industrie und Handelskammer Berlin zusammen um sich zum Thema „Diversity-Management zur Mitarbeiterbindung und langfristigen Nachwuchssicherung“ zu informieren. Gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Berlin e.V. Julian Algner von der IHK Berlin saßen im Panel Heike Streubel von der Firma Gegenbauer und Matthias Weber, der Vorstandsvorsitzende des VK. Bei „vollem Haus“ in der IHK wurde angeregt und spät bis in den Abend diskutiert.

Einige Zahlen des Abends sprechen für sich:

99,5 % sämtlicher Unternehmen in Deutschland sind KMU.
58 % der deutschen Beschäftigten arbeiten in KMU.
54 % sind im ersten Quartal 2022 die unbesetzten Arbeitsplätze zum Vorjahreszeitraum gestiegen, das sind 1,74 Millionen offene Stellen. Der höchste Wert seit Beginn der Messungen 1989.
45 % der „Generation Z“, der 18-25 jährigen, geben Diversity bei der Arbeitgeberwahl eine sehr hohe Relevanz.
48 % der deutschen Unternehmen sehen Diversity als wichtigen Faktor beim Recruiting.
98 % der „Worlds most attractive employers” sehen Diversity als wichtigen Faktor beim Recruiting.

 

Infostand zum CSD in Köln…

Der diesjährige Cologne Pride 2022 für Menschrechte stand unter dem Motto „Viele. Gemeinsam. Stark!“ 

Am vergangenen Wochenende trafen sich dazu knapp 1 Million Menschen in Köln. Natürlich waren auch die drei grossen NRW-Regionalguppen (Köln/Bonn, Dortmund und Düsseldorf) dabei, ist doch der Infostand seit vielen Jahren Tradition im VK-NRW-Landesverband.

 

Unter Federführung der Köln/Bonner RK´s begannen die Vorbereitungen bereits Ende März mit Doodleabfragen, Materialbestellung, Standakquisition und intensivem Kontakt mit der Berliner Geschäftsstelle. Die Werbematerialien und Give-Aways wurden einer Generalüberholung unterzogen, da die VKler der drei Regionalgruppen in einheitlichen Poloshirts mit VK-Logo auftreten wollten.

Dank der guten Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle, HERZLICHEN DANK dafür, und der RK´s der beteiligten Regionalgruppen wurde alles rechtzeitig geliefert, so dass der Infostand am Freitagnachmittag des CSD-Wochenendes wie geplant eröffnen konnte.

 

Foto: CSD-Köln-Orgateam

Zusammenfassen lässt er sich wie folgt: 

 

Drei Regionalgruppen, 36 Stunden Infostand, 35 aktiv am Standdienst beteiligte VKler, 1.500 Tüten vegane Gummibärchen, 200  Kugelschreiber, Bleistifte und Baumwolltragetaschen mit VK-Logo zur Mitnahme, Flyer, Infomaterial, etc..

WUNDERBARE Stimmung, neue Kontakte, viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame starke Ideen für die Zukunft mit Hendrik Wüst (Ministerpräsident von NRW), Staatsministerin Claudia Roth, dem Staatssekretär und Queerbeauftragten der Bundesregierung Sven Lehmann, Landtagsvizepräsidentin Berivan Aymaz, Landesministerin Josefine Paul und und und…

Die Regionalgruppen Köln/Bonn, Dortmund und Düsseldorf planen beim CSD 2023 eine Fortführung, denn nur vereint sind wir 

 

Gemeinsam stark für den VK und die queere Community in NRW.

 

Happy Pride 🏳️‍🌈

 

 

Foto: CSD-Köln-Orgateam

Foto: CSD-Köln-Orgateam

Foto: CSD-Köln-Orgateam

Foto: CSD-Köln-Orgateam

Foto: CSD-Köln-Orgateam

Foto: CSD-Köln-Orgateam

„Vielfalt bedeutet für mich Freiheit.“ – VK-Mitglied Dr. Frank Janssen auf der Sticks & Stones

Am letzten Wochenende fand erneut die Sticks & Stones Karrieremesse statt. Veranstaltet von der UHLALA hat sich die Sticks & Stones seit ihrer Gründung 2009 mittlerweile zu einer wegweisenden Karrieremesse für aufstrebende LGBTIQ* Talente entwickelt.

Dr. Frank Janssen und das Karriere-Team am Stand von Henkel auf der Sticks and Stones

Dr. Frank Janssen und das Karriere-Team am Stand von Henkel auf der Sticks and Stones LGBTIQ* Karrieremesse 2022

VK-Mitglied Dr. Frank Janssen aus unserer Regionalgruppe Köln arbeitet als Produktentwickler bei Henkel und war mit einem Karriere-Team vor Ort. Während seiner Präsentation gab er jungen Menschen einen Eindruck zu den Möglichkeiten als LGBTIQ* Mitarbeiter:in bei Henkel und vermittelte dabei am eigenen Beispiel, wie förderlich ein offener Umgang mit der eigenen Identität ist.

Startpunkt für Dr. Frank Janssen war dabei sein eigenes Coming-out in 2010. Dieses hat ihn dahin gebracht, wo er heute ist. Ein Coming-out ist oftmals eine tiefgreifende Veränderung in jeglicher Hinsicht. Als verheirateter Mann und Familienvater stellte es für ihn eine Zäsur dar. Auch beruflich war sein Coming-out gegenüber Kollegen eine Herausforderung. Rückblickend betrachtet war es jedoch für ihn die richtige Entscheidung.

Janssen hierzu: „Vielfalt bedeutet für mich Freiheit, ich selbst zu sein – durch mein Coming-out fühle ich mich deutlich gelassener. Das wirkt sich positiv auf mich, mein Umfeld und meine Karriere aus. Die Energie, die ich in der Vergangenheit benötigt habe, um mich zu verstecken, kann ich heute z. B. in meinen Job investieren.“

Diese Erfahrung und seine Offenheit zu diesem Thema bestärkten ihn darin, 2019 bei Henkel das LGBTIQ* Netzwerk „Global ERG LGBTQ+“ zu gründen, welches bereits um die 100 Mitarbeiter:innen umfasst. Heute arbeitet das Netzwerk eng mit dem globalen DEI-Team (Diversity, Equity und Inclusion) von Henkel zusammen, welches alle Diversity-Maßnahmen des Unternehmens koordiniert und der Human-Resources Abteilung zugeordnet ist. Diese Struktur garantiert einen kontinuierlichen Austausch an Informationen. So konnte das DEI-Team unter anderem einen „Ally Toolkit“ entwickeln.

Vor Ort zur Sticks & Stones befragt, sagte uns Dr. Frank Janssen: „Die Sticks & Stones ist eine großartige Veranstaltung, um mit Kandidaten in Kontakt zu kommen, die einen interessanten Blickwinkel mitbringen. Es ist auch eine großartige Plattform zum Networking zwischen den verschiedenen Firmennetzwerken. Sie setzt neue Impulse und ist absolut bereichernd.“

„Kommunal in Essen…“ – VK- Freunde aus Düsseldorf und Dortmund zu Gast beim Oberbürgermeister von Essen

 

Am ersten Dienstag im Juni kamen 12 VK-Freunde der Regionalgruppe Düsseldorf und 20 aus der Regionalgruppe Dortmund auf Einladung von Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) zur Rathausführung in Essen zusammen. Organisiert hatte die Veranstaltung Regionalkoordinator Moritz Leick aus Düsseldorf.

Der Rundgang begann am späten Nachmittag im Foyer des Rathauses. Dort begrüßt gleich am Eingang der mit 2,5 Tonnen Gewicht größte von der Ruhrkohle geförderte Kohleblock die Besucher. Der Verwaltungsbau ist mit 22 Etagen das höchste Rathaus der Bundesrepublik und steht mitten in Essen, dem sogenannten „Schreibtisch des Reviers“.

In gut zwei Stunden führte uns Thomas Glup vom Amt für Ratsangelegenheiten und Repräsentation quer durchs Rathaus, so z. B. in den Ratssaal, die Fraktionsräume als auch die „Beletage“ des Hauses. Hier wurden uns die sieben Partnerstädte von Essen vorgestellt. Höhepunkt der Veranstaltung war der Sektempfang mit Thomas Kufen im 22. Obergeschoss des Hauses mit einem grandiosen Rundumblick über Essen.

Während seiner zehnminütigen Rede ging der Oberbürgermeister auf die Diversität der Stadtgesellschaft ein und sprach über die wirtschaftliche Potenz der Region, in der die meisten deutschen DAX-Konzerne ihren Firmensitz haben. Ebenfalls sprach er die sozialen Probleme der Stadt an, in der der Strukturwandel weiterhin ein bestimmendes Thema ist.

Der Abend endete mit der Übergabe einer Geldspende seitens der Mitglieder des Völklinger Kreis für die „Essener Elterninitiative krebskranker Kinder“. Weiterhin gab es Champagnertrüffel einer Düsseldorfer Confiserie-Institution. Auf Dortmunder Bier haben die Organisatoren als Präsent verzichtet, da dies in Essen überhaupt nicht gut ankäme.

Fazit des Abends:

Essen ist potent, bunt, ein starkes „Stück Revier“ und benötigt UNBEDINGT eine aktive Regionalgruppe des VK.

Vielleicht hat dieser Abend den Anstoß zur Wiederaufnahme der Aktivitäten dafür gegeben?

 

Text und Bilder: Markus Erlenbruch  

„Esel, Hund, Katze und Hahn…“ / Networking-Wochenende der RG Dortmund und RG Bremen

v.l. Adrian Jonas und Markus Erlenbruch

Am letzten Wochenende trafen sich die Regionalgruppen Dortmund und Bremen zu einem gemeinsamen Networking-Wochenende in Bremen. Die Idee zu diesem gemeinsamen Treffen der beiden Gruppen hatten die Regionalratsprecher Adrian Jonas von der Regionalgruppe Bremen und Markus Erlenbruch von der Regionalgruppe Dortmund bereits auf der Regionalratssitzung 2020 in Hannover. Ursprünglich für Mai 2021 in Bremen geplant, konnte das Treffen aufgrund des Lockdowns aber leider erst diesen Mai stattfinden.

Domführung am Freitag Nachmittag

Das tat dem Erfolg dieser Idee aber keinen Abbruch. Und so machten sich am Freitag, dem 20. Mai, 22 Dortmunder auf den Weg nach Bremen.
Bereits am Freitagnachmittag gab es dann auch bereits den ersten Programmteil für alle Früh-Eintreffenden: eine Führung durch den Bremer Dom.

Abendliches Networking im Rahmen eines Get-Together im Radison Blue

Am Freitagabend stand das Networking im Fokus. Dies fand im Rahmen eines Get-Togethers bei bremischen Spezialitäten im Radisson Blue statt.

Stadtführung am Samstag morgen. Im Hintergrund links das Bremer Rathaus und rechts der Bremer Dom.

Samstagmorgen ging es dann gleich weiter mit einem geführten Rundgang durch die Bremer Altstadt.
Nach einem Mittagessen im Ratskeller ging es zur Hafenrundfahrt auf der Weser. Im Anschluss dann eine umfassende Führung durch das Bremer Rathaus mit dem ehemaligen Sprecher des Senats Peter Lohmann. Die Führung war großartig, gefühlt haben wir wirklich das ganze Rathaus zu sehen bekommen. Abends fanden sich alle Teilnehmer dann zum Essen im historischen Schnoorviertel zusammen.

Nach dem Mittagessen ging es auf zur Weserfahrt.

Letzter Programmteil war am Sonntag ein Besuch der Kunsthalle Bremen. Ebenfalls mit kompetenter Führung.

Am Samstagnachmittag wurden die Teilnehmer durch das Bremer Rathaus geführt.

Dieses ereignisreiche Wochenende durfte aber nicht schließen, ohne eine Gegeneinladung zu einem weiteren gemeinsamen Networking-Wochenende an die Mitglieder der Regionalgruppe Bremen ausgesprochen zu haben. Dieses ist für den Mai 2023 geplant. Das Thema hierfür steht schon fest: Eisen, Kohle und Stahl / Auf den Spuren der Krupp-Dynastie an der Ruhr.

Regionalgruppe Bremen: Ein Wochenende in Krakau

Sieben Mitglieder der Regionalgruppe Bremen begaben sich am letzten Aprilwochenende gemeinsam auf eine Bildungsreise in die polnische Stadt Krakau.

Wir bedanken uns bei Georg von der Regionalgruppe Bremen, einem langjährigem Mitglied des Völklinger Kreis. Er hat das Wochenende für uns in einem persönlichen Reisebericht zusammengefasst. Für die Bilder danken wir Adrian (RK der Regionalgruppe Bremen).

 

 

Ein Wochenende in Krakau

Ein persönlicher Reisebericht

 

Freitag, 29. April 2022 04:00
Adrian und Thobi setzen ihre siebensitzige Sänfte in Gang, um weitere fünf VKler aus Bremen und Umgebung einzuladen. Ziel: Krakau. Wir schweben los.

16 statt geplant 11 Stunden später kommen wir an. Nach mehrstündigen Zwischenlandungen. In einem Lokal vor der Grenze mit bärbeißiger, dann freundlicher Bedienung, in Staus ohne Ende, auf ein paar Raststätten. Ohne das geplante Abendessen (Platz im Bauch für später). Gute Unterhaltungen. Die Stimmung ist gut und lustig. Gelegenheiten zum Beine Vertreten und auf der Decke liegen an der Autobahn gibt es genug. Uns treibt keiner.

Abendliches Konzertbesuch: Hr. Professor Pawel Kubica spielt Chopin

Chopin ist ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte Polens. Beim abendlichen Konzertbesuch mit Hr. Professor Pawel Kubica am Flügel.

 

Samstag, 30. April 2022
Krakau begeistert. Adrian führt uns zunächst nach Nowa Huta, das in der Sowjetzeit erbaute Viertel mit vielen Siedlungshäusern, Schulen, Grün und sogar einer so modernen wie geschmackvollen Kirche, in die wir leider nur hineinsehen können. Ein Paradies für Kinder.

Dann kreuzen wir, nun elektrisch betrieben und per Audioguide aufgeschlaut durch das jüdische Viertel Kazimierz mit seinen vielen Synagogen, Gassen, Geschäften, Lokalen. Ein sehr junges und entspanntes Viertel. Wir genießen die ersten Piroggen der Reise. Und noch einiges anderes aus der Karte. Suppe im Brot und das größte halbe Hähnchen aller Zeiten zum Beispiel. Nun Gelegenheit zum ausführlichen Powernap im Hotel.

Abends dann ein Highlight. Musik vom berühmtesten polnischen Komponisten, dessen Liebesbriefe an seinen Geliebten die kirchengetriebene Regierung eigentlich verschwinden lassen wollte: Frederik Chopin. Professor Pavel Kubica begeistert mit einer äußerst dynamischen Vorstellung von Mazurken, Préludes, Walzern und Polonaisen, die Chopin schon allein wegen fehlenden Konzertflügels derart wohl nie erlebt haben kann.

Unsere Reisegruppe auf dem Krakauer Hauptmarkt.

Dann Dinner im SZARA GES, einem traditionellen Lokal mit guten Speisen, genüsslichem Stöhnen zu Piroggen, Entenbrust, Käsekuchen und ansprechendem Personal.

Eine dreiköpfige Delegation in die Szene gesandt und der Rest geht ins Bett. Ausschlafen.

 

Sonntag, 1. Mai 2022
FRÜHstück (die Delegierten schaffen es nur zu 2/3) und schon geht es in die Altstadt zum Barbakan, einem Wehrturm der Stadtmauer. Tomasz Gorny, Touristenführer aus Begeisterung, führt uns von da durch die wunderschöne, liebevoll rekonstruierte Innenstadt, zur Wawelburg, zur Königsstrasse, zur Universität, zu Märkten mit ihren unterschiedlichen Geschichten, zu den Tuchhallen, zur Marienkathedrale.

Mit Augenzwinkern erläutert er uns die unglaubliche Zahl der Kirchen und erklärt, dass zerstörte Kirchen in den letzten Jahrhunderten auch mal nicht wieder aufgebaut wurden, da sie eh zu dicht standen. Und vieles mehr aus seinem Wissensschatz. Die Stadt brummt von zehntausenden Coronabefreiten. In der Pause ergattert Thomasz in letzter Minute noch ein Gewölbe zum Essen.

Livespiel im Jazzclub u Muniaka

Der Jazzclub u Muniaka. Gegründet von Janusz Muniak, eine der schillerndsten Figuren des polnischen Jazz. Koloss des Saxophons. Er spielte in den Bands von Trzaskowski, Komeda, Stańka und Ptaszyn und leitete in den letzten vier Jahrzehnten seine eigenen Bands.

Beeindruckend ist auch seine Schilderung des Auf und Ab in der polnischen Geschichte, der Stetigkeit und Wehrhaftigkeit der polnischen Identität trotz fast lückenloser Überfälle aus den benachbarten Diktaturen. Und nicht zuletzt der großen Solidarität mit der Ukraine, ihrer Freiheitsliebe und ihrem Mut, sich nicht wieder unterdrücken zu lassen. Seelenverwandtschaft.

Die tief im Volk verwurzelte Homophobie, von der wir allerdings nichts bemerken, führt er auf die priesterlichen Kanzeltiraden zurück. Bei den Jugendlichen gebe es aber eine Tendenz zur Hinterfragung der Kirche.

Dann geht’s in die Alchemia, ein Kneipenurgestein, in dem schon Adrians Uroma gesessen, auf ein (weiteres) Bierchen zu Fuß in Richtung Hotel. Dies nicht ohne Pause für eine 2 Liter Kanne Weizen für alle, im ehemaligen Straßenbahndepot. Abends dann erst Livemusik zu leckeren Speisen im Piano Rouge. Und ab in den Jazzkeller bei Muniak, eine der ältesten Jazzbars Krakaus. Herrlich, aber nächsten Morgen geht’s früh los!

 

Montag, 2. Mai 2022
Unsere Vertreter der arbeitenden Bevölkerung (Stolz!) konnten sich einen Tag frei nehmen. Um sich nun in 11 Stunden stauarmen Verkehrs zuzüglich drei Stunden wunderschönsten Breslaus mit atemberaubenden Plätzen (und leckeren Piroggen 😊) und Suche nach kleinen Bronzezwergen von Adrian und Thobi nach Hause wiegen zu lassen. Besser geht’s nicht.

VK DO CUVÉE – neues Format in der RG Dortmund

Im Rahmen eines Abendessens haben sich einige VK-Freunde in einem italienischen Restaurant in der City getroffen. Im Anschluss entdeckte einer der Dortmunder Regionalkoordinatoren eine neue Weinbar direkt gegenüber dem Restaurant. Einige VK-Freunde kannten diese Weinbar bereits und konnten sie UNBEDINGT empfehlen.

Der besonders umtriebige RK hat gleich am nächsten Tag telefonischen Kontakt aufgenommen und wollte die Bar mit ihren ca. 30 Plätzen für einen Abend der RG Dortmund reservieren. Diese Idee passte jedoch nicht in das Konzept des Betreibers, der eine Reservierung nur für max. 16 Personen akzeptiert.
Das wiederum konnte der RK, dessen RG als besonders gesellige Runde im Verband gilt, nicht hinnehmen und hat nach einem alternativen Meetingformat gesucht.
Das Ergebnis nannte er:

VK DO CUVÉE – Zwanglos und abseits der regulären Dortmunder VK-Veranstaltungen bei guten Weinen und Häppchen ohne zeitlichen Druck in angenehmer Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen und dabei vielleicht neue Gemeinsamkeiten entdecken oder gegensätzliche Meinungen in einen Kontext stellen.

Sechs bis acht Abende im Jahr, mit max. 16 Teilnehmern pro Abend. IDEAL für die Vernetzung der zahlreichen neuen Dortmunder VK-Freunde mit den langjährigen Mitgliedern der Regionalgruppe. Fazit nach der ersten Veranstaltung: WUNDERBAR