RG Hamburg: Der „neue“ VK – Folgetreffen

„Der „neue“ VK in der Regionalgruppe Hamburg – Wo stehen wir und wohin wollen wir?“ – Teil 2

Nach dem intensiven und produktiven Teil 1 unseres Austauschs in der RG Hamburg zur Weiterentwicklung des VK am 14. Februar traf sich die Regionalgruppe am 11. April 2026 erneut, um nun aus den im ersten Austausch definierten Zielen konkrete Aktivitäten zu entwickeln.

Gestärkt mit Kaffee und Kuchen haben wir uns zunächst noch einmal den im ersten Teil formulierten Markenkern sowie die für uns wichtigsten drei Hauptanliegen angesehen.

Mit erneut großem Engagement, viel Energie und einem hohen Maß an Kreativität und Diversität haben wir mittels Brainstorming alle Ideen formuliert, die uns zu den drei Kernzielen in den Sinn kamen. Jeder stellte seine Ideen kurz vor und wir ordneten die Vorschläge den drei Anliegen zu, gleichzeitig haben wir sie auf Überschneidungen geprüft und zusammengefügt. Danach konnte jeder zwei Punkte vergeben, welchen der Impulse wir im ersten Schritt näher diskutieren und auf eine Umsetzung prüfen sollten. Folgendende Aktivitäten sind priorisiert worden:

Was ist unser Markenkern / unser USP?

„Wir sind ein starkes, bundesweites Netzwerk für Proud Professionals mit Verantwortungsbewusstsein und Führungsanspruch.“

>>> Wir wollen noch sichtbarer werden und dazu Buttons erstellen mit dem Slogan
„Proud Professionals
Berufsverband VK“
und diese Buttons dann allen Mitgliedern der RG zur Verfügung stellen. Die Buttons können am Rucksack oder auch bei Events wie dem CSD oder anderen Veranstaltungen getragen werden. Eine Buttonmaschine ist bei einer Partnerorganisation verfügbar, die Materialkosten überschaubar und ein 5er-Team kümmert sich um die Produktion.

Was sind die wichtigsten drei Ziele, für die der VK stehen und sich einsetzen sollte?

  • Wir wollen als Berufsverband das Netzwerk der Mitglieder stärken, den Austausch fördern, Weiterentwicklung und Nachwuchsförderung ermöglichen.
    Wir wollen ein attraktives, vielfältiges berufliches Netzwerk auf Augenhöhe sein.

    1. Zur Nachwuchsförderung und der Bekanntmachung des VK unter Berufseinsteigern werden wir den Kontakt zum Queer Referat der Uni Hamburg suchen, um den VK bekannter zu machen und gleichzeitig die Interessen des Berufsnachwuchses besser zu verstehen. Außerdem erfragen wir das Interesse an Vorträgen und gemeinsamen Veranstaltungen.
    2. Wir schaffen das optionale Angebot eines „Buddys“ für Neumitglieder, also einen festen Kontakt zu einem bestehenden Mitglied als Ansprech- und Begleitperson in den ersten 6-12 Monaten der Mitgliedschaft. Hier achten wir z.B. auf Fachgruppenzugehörigkeiten und erstellen eine Liste möglicher Buddys.
  • Direkte Unterstützung / Begleitung beim Coming Out und bei Diskriminierung im Job.
    Ansprechpartner:in sein für Menschen on LGBTIQ+-Mitarbeitendennetzwerk im Unternehmen und auch für LGBTIQ+-Mitarbeitendennetzwerke

    1. Kompetenzaufbau für nicht schwule/bi Outings
      Nicht vorrangig im Sinne einer Eigenkompetenz, sondern vor allem zum Nennen der richtigen Beratungs- und Unterstützungsstellen.
      Dazu braucht es auch eine engere Vernetzung mit den verschiedenen Beratungsstellen und LGBTIQA+-Netzwerken in der Stadt, was wiederum dem…
    2. Ziel der gesamthaft noch engeren Vernetzung in der Stadt zuträgt.
      Für eine wertschätzende und zielführende Kontaktaufnahme bzw. Vertiefung der bestehenden Kontakte werden wir mit den verschiedenen Stellen (wie mhc, Hein & Fiete, Queere Vernetzung, Welcoming Out, Intervention, Aidshilfe, Rainbow Union Nord, Handelskammer, etc.) Termine ausmachen, die jeweiligen Angebote vertieft kennenlernen und erfragen, was in Hamburg benötigt wird, wo wir als VK unterstützen können und/oder wo wir gemeinsam etwas aufbauen können.
      Ein gut vernetztes Mitglied der RG HH wird die Kontakte herstellen, ein Team von vier Mitgliedern nimmt die Termine dann wahr und koordiniert die Zusammenführung der Inhalte.
    3. Die bestehenden Kontakte zu Mitarbeitendennetzwerken (wie z.B. nur Rainbow Union Nord) sollen intensiviert werden, Einladungen aus diesen Netzwerken zu Veranstaltungen wollen wir aktiv weiterleiten und gemeinsame Abende gestalten sowie auf den verschiedenen Events der Pride Week präsent sein.
      Die RKs nutzen hierzu die bestehenden Kontakte. Alle Mitglieder der RG HH sind aufgerufen, die Liste der bestehenden Kontakte zu erweitern und gerne ihre Kontakte an die Regionalkoordinatoren zu vermitteln.
  • Direkte Kontakte knüpfen zu politischen Mandatsträgern.
    Gesellschaftspolitische Sichtbarkeit (Medien)
    3 GG (Ergänzung um sexuelle und geschlechtliche Identität)

    1. Wir erstellen einen Pressetext, mit dem wir uns bei den verschiedenen Medien als kompetenter und relevanter Ansprechpartner für Fragen rund um Queerness am Arbeitsplatz ins Gedächtnis bringen. Sowohl Text als auch Liste entsprechender Pressekontakte werden von einem Berufsjournalisten erstellt und im Team mit einem weiteren Mitglied der RG redigiert und versandt.

 

Der Nachmittag endete mit einem großen Topf Pasta und es war für alle ein erfüllter und erfüllender Tag.

Nun geht es ins Tun. Die Liste ist lang und gleichzeitig stark. Wir freuen uns auf die Umsetzung der Ideen und werden in der Regionalgruppe und gerne auch im ganzen Verband über den Erfolg der Aktivitäten berichten.

RG Hamburg: Der „neue“ VK in der RG Hamburg

Unter dem Motto „Der ‚neue‘ VK in der RG Hamburg – wo stehen wir und wohin wollen wir?“ hat sich die Regionalgruppe Hamburg heute intensiv mit unserer eigenen Positionierung beschäftigt. Mit Erfolg.

Aufbauend auf Projekt X und den Beschlüssen der Mitgliederversammlung 2024 haben wir uns als VK neu aufgestellt. Diese Neupositionierung lebt vom Tun – und dieses findet vor Ort statt, auch ganz konkret in der RG Hamburg. Vor dem Hintergrund auch der intensiven, kontroversen Diskussionen in Campai im Herbst 2025 haben wir uns heute gefragt, wo wir stehen, wie wir uns positionieren und was das für unsere Arbeit vor Ort bedeutet.

Alle Mitglieder waren eingeladen, sich anhand von zehn Impulsfragen einzubringen. 14 Teilnehmende waren vor Ort, sechs weitere haben ihre Gedanken schriftlich geteilt. Die Diskussion war entsprechend vielfältig und nahm Historie des VK, aktuelle gesellschaftliche und berufliche Herausforderungen sowie die Perspektive kommender Generationen in den Blick, und damit sowohl die Eckpunkte der Neupositionierung als auch die Kernfragen der Kontroverse im Herbst.

Aus der Diskussion haben wir zwei Kernfragen herausgearbeitet:

  • Was ist unser Markenkern / USP?
  • Und für welche drei Ziele soll der VK stehen?

Und das sind unsere Hamburger Antworten:

Was ist unser Markenkern / unser USP?
Wir sind ein starkes, bundesweites Netzwerk für Proud Professionals mit Verantwortungsbewusstsein und Führungsanspruch.
Was sind die wichtigsten drei Ziele, für die der VK stehen und sich einsetzen sollte?

  1. Wir wollen als Berufsverband das Netzwerk der Mitglieder stärken, den Austausch fördern, Weiterentwicklung und Nachwuchsförderung ermöglichen. Wir wollen ein attraktives, vielfältiges berufliches Netzwerk auf Augenhöhe sein.
  2. Direkte Unterstützung / Begleitung beim Coming Out und bei Diskriminierung im Job. Ansprechpartner:in sein für Menschen on LGBTIQ+-Mitarbeitendennetzwerk im Unternehmen und auch für LGBTIQ+-Mitarbeitendennetzwerke
  3. Direkte Kontakte knüpfen zu politischen Mandatsträgern. Gesellschaftspolitische Sichtbarkeit (Medien). Art. 3 GG (Ergänzung um sexuelle und geschlechtliche Identität)

Nun geht es darum, diesen USP und diese Ziele in der Hamburger Verbandsarbeit weiter zu konkretisieren, umzusetzen und sichtbar zu machen. Dazu werden wir uns im Orgateam austauschen und zeitnah einen weiteren Workshop für die Mitglieder der RG Hamburg anbieten – wir freuen uns auf die Fort- und noch mehr die Umsetzung!

RG Mainz-Wiesbaden: Proud Table 2025

Die Regionalgruppe Mainz-Wiesbaden im Berufsverband VK hat am 25.09.2025 die Veranstaltung „Proud Table Wiesbaden 2025“ organisiert.

V.l.n.r.: Dr. Hansgeorg Schaller vom Berufsverband VK als Moderator, Sofia Karipidou von der CDU, Ingo von Seemen von Die Linke und Joachim Tobschall von der SPD

In entspannter Atmosphäre diskutierten die Teilnehmer der Veranstaltung im Queeren Zentrum Wiesbaden (QZWI) mit Vertretern der politischen Parteien über queere Themen. Die engagierte und lebhafte Diskussion drehte sich hauptsächlich um queere Themen der lokalen Politik. Aber auch die Debatte über die Änderung von Artikel 3 des Grundgesetzes kam nicht zu kurz. Hier drückten alle Diskussionsteilnehmer ihre Hoffnung aus, dass das Grundgesetz so erweitert wird, dass sexuelle Identität und sexuelle Orientierung vor Diskriminierung geschützt sind.

Es diskutierten:
• für die CDU Sofia Karipidou, stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin
• für die Linke Ingo von Seemen, Fraktionsgeschäftsführer
• für die SPD Joachim Tobschall, Stadtverordneter
• die eingeladene Vertreterin der Fraktion „Bündnis90/die Grünen“ konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen.

In Wiesbaden wird das Thema LSBTIQ* sowohl auf kommunaler Ebene als auch durch die Zivilgesellschaft aktiv und engagiert behandelt. Leider gab es auch in Wiesbaden einige besorgniserregende Entwicklungen und Schlagzeilen rund um LSBTIQ*-Themen. Diese zeigen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz zwar wächst, aber noch nicht selbstverständlich ist.

In der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung kann sich der Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) auf ein Viererbündnis aus SPD, Grünen, Linken und Volt stützen. Das Bündnis hat sich unter anderem beim Haushaltsplan 2025 klar positioniert. Der Fokus soll auf Schulbau, dem Ausbau von Krippen- und Kitaplätzen sowie der sozialen Infrastruktur liegen. Trotz des Rückhalts im Parlament steht Mende unter Druck: Die Haushaltslage ist angespannt, die Rücklagen schmelzen und die Opposition – vor allem CDU und FDP – fordert Einsparungen statt neuer Investitionen. Insgesamt kann sich der Oberbürgermeister auf eine mehrheitsfähige Koalition stützen, die seine sozialpolitischen und verwaltungsstrategischen Ziele mitträgt, wenngleich finanzielle Engpässe und politische Spannungen die Umsetzung erschweren.
Erfreulicherweise schätzen alle demokratischen Parteien in Wiesbaden – von den Linken bis zur CDU – die Bedeutung queerer Themen als wichtig und bedeutsam ein. Wichtige Projekte wie der CSD und das QZWI wurden daher parteiübergreifend finanziert. Die anwesenden Vertreter*innen der Parteien signalisierten, dass dieser Konsens auch weiterhin bestehen soll, wenngleich sie jeweils eigene Schwerpunkte in ihrer politischen Arbeit setzen. Ein wichtiges Ergebnis der Diskussionsrunde und Konsens unter den Diskussionsteilnehmer*innen war, dass die Sichtbarkeit der LSBTIQ*-Community von hoher Wichtigkeit ist um unsere Ziele durchzusetzten.

 

Treffen des Regionalrats des Völklinger Kreises (VK)

Am 14. September 2024 fand das halbjährliche Treffen des Regionalrats des Völklinger Kreises (VK) im Hotel Drees statt. Das Rahmenprogramm wurde von Markus Erlenbruch organisiert und bot den Teilnehmern neben dem fachlichen Austausch auch kulturelle Erlebnisse.

 

Wahl der neuen Regionalratssprecher

Ein zentraler Punkt der Tagung war die Wahl der neuen Regionalratssprecher. Christoph Podszun, der für eine weitere Amtsperiode nicht kandidierte, wurde (in Abwesenheit) für sein langjähriges Engagement gewürdigt. Die bisherigen Sprecher Thomas Dietrich, Jörg Augustin und Dirk Schusdziara stellten sich erneut zur Wahl. Zusätzlich trat Benedikt Rothhagen von den Young Professionals als neuer Kandidat an. Alle vier wurden einstimmig gewählt.

 

Berichte aus den Gruppen

Im Anschluss berichteten die Vertreter der verschiedenen Gruppen über aktuelle Projekte und Initiativen:

  • Future Leaders Programm: Stefan Katt informierte über den erfolgreichen Verlauf des Programms, bei dem die Mentee-Mentor-Paare sich bereits regelmäßig treffen. Für das nächste Jahr ist eine frühzeitige Programmplanung vorgesehen, um eine breite Teilnahme an den gemeinsamen Veranstaltungen zu ermöglichen.
  • Marktplatz der Fachgruppen: Benedikt Rothhagen berichtete über die Planungen für den „Marktplatz der Fachgruppen“ auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung. Dort sollen die verschiedenen Fachgruppen des VK ihre Arbeit präsentieren.
  • Queeres Business Netzwerk Rhein-Neckar: Robert Nessing stellte die Kooperation zwischen verschiedenen queeren Gruppen der Region vor, die erfolgreich zusammenarbeiten. Diese Struktur könnte als Vorbild für andere Regionalgruppen dienen.
  • Projekt der Young Professionals: Sascha Blank präsentierte die geplante Reise der Young Professionals nach Brüssel, bei der politische Vertreter der EU getroffen werden sollen. Frank Sarfeld bot seine Unterstützung an und betonte die Notwendigkeit, alle Aktivitäten eng mit dem Vorstand abzustimmen.

 

Vorstandsthemen und Satzungsänderungen
Der im Vorfeld zur Verfügung gestellte Vorstandsbericht wurde in einzelnen Punkten (insbesondere Finanzen, Kommunikation, Vereinsbenefits) durch Vorstandsmitglieder vorgestellt und in der Gruppe diskutiert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens waren die vorgeschlagenen Änderungen der Verbandssatzung, die im Rahmen von Projekt X erarbeitet wurden. Der Vorstand stellte den Vorschlag vor, der in 1,5 Jahren aus vielen Diskussionen mit den VK-Gruppen und einzelnen Mitgliedern erstellt wurde. Dieser Vorschlag wird der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Distanzierung des VK von extremistischen Parteien und Gruppierungen. Aus der Mitgliedschaft kam der Vorschlag, eine klare Haltung in der Satzung zu verankern. Der Vorstand brachte daraufhin einen Entwurf ein, der in der Präambel der Satzung die Werte des VK hervorhebt und klarstellt, dass die Mitgliedschaft in extremistischen Vereinigungen unvereinbar mit der Mitgliedschaft im VK ist. Dabei wird bewusst vermieden, konkrete Parteibezeichnungen zu nennen, um flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagieren zu können.

 

Rahmenprogramm
Am Vortag, dem 13. September 2024, fand ein gelungenes Get-Together im Hotel Drees statt. Am Abend nach der Tagung versammelten sich die Mitglieder des Regionalrats für eine Führung durch die stillgelegte Zeche Zollern, eine der Vorzeigezechen des Ruhrgebiets. Die Teilnehmer besichtigten die Förderanlagen, die Maschinenhalle und das Verwaltungsgebäude. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen im „Pferdestall“ der Zeche.

 

Abschluss und Ausblick
Das Treffen bot erneut einen spannenden Austausch und eine hervorragende Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung im Oktober in Nürnberg. Das nächste Regionalratstreffen ist für den 8.3.25 angesetzt. Die RR-Sprecher danken allen, die bei der Organisation und Durchführung der Tagung geholfen haben und bei allen, die mit ihren Beiträgen ein lebendiges interessantes Treffen ermöglicht haben!

Westfalen UNTERWEGS, Jahresfahrt der RG Dortmund nach Straßburg und ins Elsass

Ein fester Bestandteil im Programm der Regionalgruppe Dortmund ist die Networking-Reise, die in diesem Sommer bereits in die 15te Auflage ging. In den vergangenen Jahren führten die Touren in die unterschiedlichsten europäischen Städte wie z.B. Budapest, Brüssel, Potsdam, Florenz, Wien, Madrid, Stockholm und Den Haag.
Anfang August machten sich 30 Dortmunder VK-Freunde unter dem Motto „Reines, églises, cardinaux et grande histoire! Auf den Spuren von Marie Antoinette, König Ludwig I von Bayern und des Kardinals Richelieu…“ auf den Weg nach Straßburg und ins Elsass.

Am ersten Tag der Reise entdeckten die VKler Straßburg im Rahmen einer geführten Bootstour und erhielten erste Eindrücke der großen Architekturgeschichte der Stadt, die vom Wasser aus besonders gut zu entdecken ist.

Den zweiten Tag verbrachte die Gruppe mit der engagierten Guidin in der Altstadt und dem Gebiet der nach 1871 durch preußische Architekten angelegten Stadterweiterung, die durch die wilhelminischen Gebäude des Historismus dominiert wird und Erinnerungen an das Berliner Regierungsviertel rund um den Boulevard Unter den Linden aufkommen ließ.

 

Kaiserin Augusta hätte jeden Moment mit der Kutsche vorbeifahren können. Der Nachmittag gehörte der Erkundung der beeindruckenden Kathedrale der Stadt, einer Kirche, die durch ihre tlw. 650 Jahre alten Buntglasfenster bei Sonnenschein einen unvergesslichen Eindruck hinterließ.

Der dritte Tag widmete sich der elsässischen Weinstraße mit ihren malerischen, in die Hänge der Vogesen eingebetteten Dörfern und einer Tour nach Colmar, wo die Kirchen fast so prächtig wie in Straßburg sind und sich gefühlt noch mehr Touristen aufhielten. An diesem Tag verstärkt durch 30 VK-Freunde aus Westfalen.

 

Den vierten Tag verbrachte die Gruppe wieder in Straßburg und besuchte das Europäische Parlament, den Europarat und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, die ihren Sitz in der Stadt haben. Gruppendiskussionen oder einen Austausch mit Abgeordneten / Parteien gab es nicht, da die Wahlen zum Europäischen Parlament und die damit verbundene neue Zusammensetzung des Hauses dies organisatorisch nicht zugelassen haben.

Nach fünf Tagen in Frankreich mit Get-together, gefühlten 234 Weinverkostungen, Stadtrundgängen und einem einmaligen Nachmittag in und um die Straßburger Kathedrale herum, in der Kardinal Richelieu einst auf der Kanzel stand, bleibt als Fazit:
Es war eine gelungene Tour für Teilnehmer mit zwei entspannten Organisatoren, die sich am letzten Abend auf die Reiseziele der kommenden Jahre festgelegt haben, wenn es erneut nach Österreich und Norditalien gehen soll und hoffentlich wieder heißt: Das gibt es nur bei uns in Dortmund…

 

Wir danken unserem stellv. Vorstandsvorsitzenden Markus Erlenbruch für den Beitrag.

LGBT+ im Job: Erwartungen, Erfahrungen und Träume

Der VK – Völklinger Kreis hat im Rahmen der Münchner PRIDE-Week zum Gespräch zu Realitäten und Erwartungen für LGBT+-Menschen im beruflichen Kontext eingeladen: Der Schwule aus der Buchhaltung, der Polizistin, die mit ihrer Frau zusammenlebt, die Transperson auf Montage. Das sind Realitäten von LGBT+, die bereits heute gelebt und erlebt werden. Das Podium war besetzt mit Personen, die an unterschiedlichen Zeitpunkten in ihrer Karriere stehen. Sie berichteten über Erfahrungen, tauschten sich über Erwartungen aus und wagten ein wenig zu träumen.

Es waren eindrückliche Einblicke und Perspektiven aus unterschiedlichen Branchen und Altersgruppen. Wie so oft sind die Erfahrungen unterschiedlich und doch ähnlich. Wir danken unseren Panel-Gästen aus den Bereichen Social Media, der Diversity-Forschung, Unternehmensberatung, Pharma-Industrie, Polizei und einem Verein, der noch größer ist als der VK. Last but not least danken wir unserem Mitglied Frank Sarfeld für die lebendige Moderation.

Wir danken René Müller für den Beitrag

VK-Bremen startet mit Schwung ins neue Jahr: Mehr Projekte und mehr Präsenz in Bremerhaven geplant

Mit neuem Schwung startet die Bremer Regionalgruppe des Völklinger Kreises (VK) in das Jahr 2024. Auf einem – hybrid durchgeführten – Strukturmeeting bestätigten die Bremer ihre Regionalkoordinatoren Robert Herzog und Dietmar Schulte am Hülse im Amt. Beim nicht wieder angetretenen Regionalkoordinator Adrian M. Jonas bedankten sie sich herzlich für dessen herausragendes Engagement.

Jonas hatte in den vergangenen Jahren die Regionalgruppe im kleinsten Bundesland geführt und mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten wertvolle Impulse in der Verbandsarbeit gesetzt. In Zukunft wollen die Hanseaten noch stärker in Projekten arbeiten, die Nachwuchsgewinnung verstärken und intensiver als bisher auch in der Stadt Bremerhaven aktiv werden. Die bereits erfolgreich bestehenden Networkaktivitäten, die Präsenz auf dem CSD und die Vernetzung mit anderen VK-Gruppen sollen fortgesetzt werden.

RG Berlin: Vortrag „Populismus – Probleme einer Politikform“ im Grünen Salon

Die Regionalgruppe Berlin veranstaltet am letzten Montag des Monats traditionell ihren „Grünen Salon“, so genannt nach dem ersten (regelmäßigen) Veranstaltungsort. Inzwischen findet er in der Regel bei V/K-Mitgliedern statt, die dabei auch ihr Unternehmen und ihre Aktivitäten vorstellen können. Die Themen sind breit gefächert und werden von den Mitgliedern selbst vorgeschlagen. Gäste sind zu den Veranstaltungen gerne willkommen.

Am 27.11.23 war die Regionalgruppe Berlin Gast beim Deutschen Architektur Zentrum des Bundes Deutscher Architekten, Thema des Abends: Populismus. Als Referent konnte PD Dr. Kolja Möller gewonnen werden, der sich 2021 habilitiert hat und am Lehrstuhl für Rechts- und Verfassungstheorie mit interdisziplinären Bezügen der TU Dresden arbeitet. Er hat sich mit der Thematik schon viele Jahre beschäftigt und dazu Aufsätze und Bücher veröffentlicht (www.koljamoeller.com).

Nach der Begrüßung durch den Gastgeber Dr. Thomas Welter, Bundesgeschäftsführer des BDA, und Bernd Schachtsiek, der den Abend organisiert hatte, hielt Herr Dr. Möller seinen Vortrag, an den sich eine längere Diskussion anschloss.

An den Anfang seines Vortrages stellte er zwei Thesen aus dem politischen Umfeld und erläuterte sie: die Repräsentationslückenthese und die Rechtsextremismusthese. Dann wendete er sich folgenden Fragen zu: Was ist Populismus (und was nicht)? Welche Spielarten des Populismus gibt es? Hierbei stellte er die Historie und die aktuelle Forschung zum Thema dar und zog Parallelen zu den Elementen der Politik insgesamt. Er beschrieb inklusiven (unten vs. oben) und exklusiven (wir vs. die anderen) Populismus, die angebliche „Kooperation“ von oben und Minderheiten und die „Verschwörung“ gegen die Mitte.  Dabei nahm er auch Bezug auf den Rechtspopulismus und autoritäre twists am Beispiel verschiedener Vertreter der rechten Szene, Volkssouveränität und Verfassung, sowie die Übergänge zum Faschismus (Auflösung der Rechtsbindung öffentlicher Herrschaftsausübung und die normative Rolle der Gewalt bis hin zum Gewaltrausch).

Zum Abschluss seines Vortrages und zum Einstieg in die die Diskussion stellte er einige Thesen zum Handlungsspielraum auf:

  • Breiter Manövrierspielraum, hintergründige Sozialpsychologie und Krisenerfahrung (Macht/Ohnmacht, Inklusion/Exklusion)
  • Problem der Repräsentationslückenthese: Beschränkung auf die Themenebene
  • Problem der Rechtsextremismusthese: „preaching to the converted”/Selbstversicherung)
  • Mit offenem Visier: Neuverhandlung von Volkssouveränität, Demokratie und Freiheitsrechten erforderlich
  • Verschiebung von Konfliktlinien (weg von culture wars – Kontroversen im Bereich der Wirtschafts-, Fiskal- und Sozialpolitik?)
  • Alternative Widerstands- und Ordnungsprojekte

Die anschließende Diskussion begann mit Verständnisnachfragen zum Inhalt des Vortrages und Ergänzungen aus der eigenen Erfahrungswelt der Teilnehmer. Deutlich wurde dabei eine gewisse Ratlosigkeit, wie man den von allen wahrgenommenen Trends entgegenwirken kann. Einfache Erklärungsmodelle helfen nicht weiter und immer wieder wurde die Rolle der Bildung und Ausbildung und die Rolle der Medien und ihre Art der Berichterstattung betont. Die Teilnehmer empfanden den Vortrag als sehr bereichernd und anregend und dankten Herr Dr. Möller für seine Bereitschaft, auf dem „Grünen Salon“ zu sprechen. Dies könne nur der Anfang einer weitergehenden Diskussion sein.

RG Dortmund: Westfalen UNTERWEGS, Jahresfahrt der RG Dortmund in die Niederlande

Ein fester Bestandteil im Programm der Regionalgruppe Dortmund sind die Networking-Reisen, die in diesem Sommer bereits in die 13te Auflage gingen. In den vergangenen Jahren führten die Touren u.a. nach Antwerpen, Budapest, Brüssel, Potsdam, Florenz, Wien, Madrid, Stockholm und München. Ende Juli machten sich 28 Dortmunder VK-Freunde und zwei der RG nahestehende Allies der RG Köln/Bonn für fünf Tage auf den Weg nach Leiden, Delft, Den Haag und Rotterdam.

Am ersten Tag der Reise widmeten sich die Dortmunder dem Leben Wilhelms von Oranien, dem Begründer des niederländischen Königshauses, im Rahmen eines geführten Stadtspaziergangs in Delft. Alte Kirche, Neue Kirche, Prinsenhof… Weiterhin stand das Leben Jan Vermeer´s im Fokus, eines Malers, dessen Ouevre die Kunstwelt des Goldenen Jahrhunderts wesentlich beeinflusst hat.

Den zweiten Tag verbrachte die Gruppe in Leiden und entdeckte die große Vergangenheit der wichtigen Universitätsstadt, wo die niederländische Königin Beatrix studierte und Willem Alexander während seiner Studienzeit legendäre Partys gefeiert haben soll.

Der dritte Tag führte zum Thema „Vor welchen Herausforderungen steht die Homosexuellenbewegung in den Niederlanden heute, wo die Vernetzung und Digitalisierung der verschiedenen Bewegungen im europäischen Kontext wichtiger wird?“ im Rahmen einer Radtour durch das Regierungsviertel in Den Haag. Im niederländischen Parlament wurde bereits 1985 der Vorschlag des Initiativrats „Bekämpfung der Diskriminierung und Förderung der Emanzipation der Homosexuellen“ vorgelegt, und das Memorandum „Ein Fuß in der Tür“ verfasst. Es enthielt Empfehlungen zur Bekämpfung von Diskriminierung und zur Förderung der Emanzipation von Homosexuellen. Auf diese Weise entstand das Gay Rights Monument, ein internationales Denkmal zum Gedenken an alle lesbischen Frauen und schwulen Männer in der Welt, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und unterdrückt werden oder wurden.

Den vierten Tag verbrachte die Gruppe in Rotterdam und erfuhr dort mehr über die  Geschichte der Homosexuellen am Beispiel der Stadt in den vergangenen 100 Jahren mit einem Schwerpunkt auf der Entwicklung der Schwulenbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg, hier besonders im Kontext der Studentenbewegung der 1960er Jahre.

Nach fünf Tagen in den Niederlanden mit Get Together in Leiden, Radtour in Den Haag, Mittagessen am Strand von Scheveningen, Ginverkostung, Architekturspaziergang in Rotterdam, auf den Spuren Wilhelms von Oranien in Delft und dem Farewell Dinner im „Prentenkabinet“ stand als Fazit fest:

Es war eine rundum gelungene Tour für Teilnehmer und Organisatoren, die sich am letzten Abend bereits auf ein Reiseziel für August 2024 entschieden haben, wenn es unter dem Titel:

„Reines, églises, cardinaux et grande histoire! Auf den Spuren von Marie Antoinette, König Ludwig I von Bayern und des Kardinals Richelieu…“ / Jahresfahrt der RG Dortmund vom 07.08. – 11.08.2024 nach Straßburg gehen soll.

RG Bremen und RG Oldenburg: Unternehmensbesichtigung Unions Brauerei

Zum gewohnten Monatsmeeting am ersten Freitag im Monat besuchten die Mitglieder der RG Bremen und Oldenburg diesmal eine der ältesten Brauereien Bremens, die Unions Brauerei.

Seit dem 11 Jahrundert wird in Bremen Bier gebraut. Bei einem Rundgang durch die Produktionsanlagen und Rohstofflager der Unionsbrauerei wurde vom Werksleiter die Entstehungsgeschichte der Brauerei sowie die unterschiedlichen Produktionsverfahren erläutert.
Bei einer anschliessenden Verkostung konnten die Teilnehmer die feinen Unterschiede der diversen Sorten herausschmecken.

Im Gespräch mit dem Werksleiter thematisierten die VK-Mitglieder unter anderem auch „Diversity am Arbeitsplatz“. Während hier in großen Unternehmen bereits viel erreicht wurde, ist die Umsetzung von Diversity-Aspekten in kleinen und mittleren Unternehmen gerade aufgrund ihrer Größe und unterschiedlicher Organisation eine sehr individuelle Herausforderung.
Für die Brauerei jedoch konnte eine ganz einfache Antwort gegeben werden: „Wir sind ein so kleines und heterogenes Team, sodass wir ohne Diversity gar nicht arbeiten könnten. Eine gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz ist Voraussetzung der Mitarbeit.“ Na den, Prost. 🙂