EU-Staat Ungarn verabschiedet menschenverachtendes Gesetz

Am vergangenen Montag, den 14. Juni 2021, hat die Regierungspartei von Ministerpräsident Viktor Orbán ein Gesetz durch das Parlament gebracht, dass die Sichtbarkeit Homo- und Transsexualität in der dortigen Öffentlichkeit verschwinden lässt. Im Gesetz vermischt die Regierungspartei Fidesz Strafverschärfungen für Pädophilie, Kinderschutz und ein Verbot der Propagierung von Homosexualität bei unter 18-Jährigen.

Ein empfindlicher Rückschlag für die Rechte von LGBTIQ+ im Land.

Victor Orbán sagt: „Ungarn ist hinsichtlich der Homosexualität ein tolerantes, ein geduldiges Land […] Doch gibt es eine rote Linie, die man nicht überschreiten darf: Lasst unsere Kinder zufrieden!“ Mit dieser Aussage zieht er eine verstörende Parallele zwischen Homosexualität und Pädophilie.

Matthias Weber, Vorsitzender des Vorstandes des Völklinger Kreises und Präsident des European Business Networks dazu: „Es ist zermürbend, wie Victor Orbán sich auf dem Rücken der Community profiliert. Dieses Gesetz ist konträr zu einer Vielzahl der von den Vereinten Nationen beschlossenen Menschenrechten.“

Das verabschiedete Gesetz wird entscheidenden Einfluss auf den Unterricht an ungarischen Schulen haben, auf die Jugendarbeit und auf das Rundfunkprogramm. Darüber hinaus wird es Unternehmen beispielsweise im pride month Juni nicht mehr möglich sein, ihre Solidarität mit LGBTI+ öffentlich mittels des Regenbogens im Firmenemblem kundzutun.

„Die Bilder sind erschütternd, vor dem Parlament demonstrierten 10.000 Menschen mit Regenbogenflaggen gegen das Propagandagesetz und drinnen wird es verabschiedet. Eine solche massive Beschneidung der Meinungsfreiheit und der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Ungarn, die klar gegen europäische Werte verstößt, lehnen wir eindeutig ab. Das Gesetz weckt böse Erinnerungen an das Verbot von so genannter homosexueller „Propaganda“ in Russland 2013“, so Jörg Höhn, Generalsekretär des European Pride Business Networks und Mitglied des Vorstands des Völklinger Kreises.

Unlängst berichtete die ungarische Boulevardzeitung „Blikk“ über einen Suizid eines 13-jährigen Jungen, der sich aufgrund seiner Homosexualität das Leben genommen hat. Auch solche tragischen Folgen kann eine eingeschränkte Sexualaufklärung haben, deshalb „fordern wir unsere Regierung dazu auf, deutlich gegen dieses menschenverachtende Gesetz Stellung zu beziehen, des Weiteren würden wir eine Prüfung dieses Gesetzes durch die Europäische Kommission ausdrücklich begrüßen“, so Matthias Weber und Jörg Höhn.

Diversität und Doppelmoral – wann ist Werbung von Unternehmen „Pinkwashing“ / WELT

Diversität und Doppelmoral – wann ist Werbung von Unternehmen „Pinkwashing“ und wann ist sie äußeres Zeichen von nachhaltigem und ernsthaftem DiversityManagement & Inclusion ?
Die Welt berichtet und interviewt den VK-Vorsitzenden Matthias Weber.

„Es ist zunächst völlig ok, wenn Firmen mit Pride werben – sie müssen dann nur klar hinter den Werten stehen. Wenn Unternehmen aber inkonsequent handeln und die Regenbogenfahne nur ein reines Werbemittel ist, wird es peinlich“, so Matthias Weber.

Out im Office: „Nicht die Realität ist schlimm, sondern die Angst in den Köpfen“ / MANNSCHAFT

„Letztlich profitieren alle von der ganzheitlichen Sicht auf Vielfalt …“
Matthias Weber im Interview mit dem Mannschaftsmagazin.

Vorsitzender des Vorstands Völklinger Kreis Matthias Weber spricht im Interview mit Dr. Kevin Clarke für das MANNSCHAFT Magazin über den Verband, die Bedeutung der Sichtbarkeit und wie wichtig Vorbilder sind.
Dieses Jahr von BeyondGenderAgenda bereits als einer der TOP-50-Drivers für Diversity in Deutschland ausgezeichnet, treibt er mit seinem Engagement Diversity, Equity und Inclusion in der deutschen Wirtschaft weiter voran.

Driving Change – Vorsitzender des Vorstands Matthias Weber im Podcast / BGA

Unser Vorstandsvorsitzender Matthias Weber ist Gast in der neuesten Folge des BeyondGenderAgenda Podcasts!
Er spricht mit der Gründerin und CEO von BeyondGenderAgenda Victoria Wagner darüber, wieso ein berufliches Outing noch immer ein Thema ist, welche Meinung er zu einer Diversity-Quote hat und wie er sich den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Diversität vorstellt.

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Hier ein Ausschnitt aus dem Beitrag:

Völklinger Kreis Berufsverband: Neuer Aufnahmeprozess für Mitglieder

Die Mitgliederversammlung im Oktober 2020 hat eine Satzungsänderung beschlossen, die unser bisheriges Aufnahmeverfahren erheblich verändert.

Bisher gab es eine sechsmonatige Interessentenzeit, in der sich beide Seiten kennenlernen sollten, dann waren drei Befürworter für einen Aufnahmeantrag erforderlich, anschließend die Zustimmung des Vorstands. Auch wenn der Prozess in einigen Regionalgruppen sehr gut funktioniert hat, passte er nicht mehr in die Zeit und zur Erwartung potenzieller Mitglieder.

Seit Anfang 2021 entfällt die Interessentenzeit. Es kann nun direkt ein Antrag auf Mitgliedschaft gestellt werden, die in den ersten sechs Monaten beitragsfrei ist und zum Ablauf auch wieder beendet werden kann. Erst mit dem siebten Monat wird der Mitgliedsbeitrag fällig.

Dieses neue Verfahren entspricht mehr den heutigen Erwartungen. Der frühe persönliche Kontakt und das informative Gespräch im Vorfeld, die bisher im Zentrum der Aufnahme standen, bleiben auch in Zukunft erhalten.

Dabei wird nun allerdings unterschieden, ob der Antrag direkt über die Geschäftsstelle oder über eine Regional- bzw. Fachgruppe eingereicht wird. Entsprechend unterschiedlich wird der Antragsteller durch die Geschäftsstelle und den zuständigen Vorstand kontaktiert. Denn potenzielle Mitglieder, welche über Regional- bzw. Fachgruppen kommen, haben bereits einen Einblick in den Verband erhalten. Den Kontaktsuchenden über die Geschäftsstelle fehlt dieser Einblick noch. Für diese ist dann z. B. das persönliche Gespräch deutlich wichtiger als für Antragsteller, welche bereits Gespräche mit Mitgliedern aus Gruppen hatten. Durchgeführt wird dieses Gespräch im neuen Verfahren durch die berufenen Vorstände.

Sind die formalen Bedingungen erfüllt und die jeweiligen Regionalgruppen im Benehmen, erfolgt die Aufnahme als Mitglied nach dem positiven Bescheid des Vorstandes. Dabei können nun aufgrund der beschlossenen Änderungen auch die notwendigen Dokumente digital eingereicht werden. Auch das entspricht heutigen Erwartungen und erleichtert den Neumitgliedern den Zugang zum Verband.

Das neue Verfahren ist gut angelaufen und wurde in den ersten Monaten dieses Jahres bereits ausgiebig getestet.

Neuigkeiten aus der Geschäftsstelle

Mit Joachim Faßbender ist die Geschäftsstelle komplett

Bereits seit Oktober letzten Jahres ist Joachim Faßbender Mitarbeiter der Geschäftsstelle, pünktlich zur ersten hybriden Mitgliederversammlung. Er hat sich in dieser Zeit nicht nur sehr schnell mit den Gegebenheiten des Verbands vertraut gemacht, sondern ist seither auch ein unverzichtbarer Teil des Teams am Kaiserdamm geworden.

Mit seinen eigenen Worten:

„Hallo, mein Name ist Joachim Faßbender, ich komme geografisch aus dem Oberbergischen Kreis, ca. 50 km von Köln entfernt. Da ich aber schon seit gut 30 Jahren hier in der Stadt lebe, würde ich mich mittlerweile aber doch als Berliner bezeichnen. Beruflich bin ich ausgebildeter Industriekaufmann und habe in den letzten Jahren in verschiedensten Bereichen der Community gearbeitet. In meiner Freizeit treibe ich am liebsten Sport und bin unter anderem lizenzierter Trainer für Eiskunstlauf. Ich betreue hauptsächlich den Mitgliederbereich und bin für alle Eure Anfragen per Mail unter buero@vk-online.de oder per Telefon unter 030 30103880 erreichbar.“

Joachim Faßbender ergänzt damit das bestehende Team von Alexander Grimm und Mischa Gawronski. Zusammen mit Oliver Kühn als zuständigem Vorstand wurde im Winter damit begonnen, die Geschäftsstelle organisatorisch neu aufzustellen. Hierzu gehören auch zahlreiche interne, vor allem digitale Veränderungen, die dazu dienen sollen, die Prozesse im Verband zu verbessern und den Service für die Mitglieder zu erhöhen.

 

Von GoToMeeting zu Zoom

Im letzten Jahr hat uns die Corona-Krise alle aus dem Takt gebracht. Als Verband bestand die Notwendigkeit, den Mitgliedern für ihre Treffen eine digitale Lösung anzubieten. Und auch wenn damals bereits viele von Euch zu Zoom griffen, so konnten wir aufgrund der geltenden Datenschutzverordnung dies zu diesem Zeitpunkt leider nicht tun. Wir gingen damals daher mit GoToMeeting an den Start, dieses Angebot erfüllte seinerzeit am ehesten die Anforderungen des Verbandes.

Zwischenzeitlich hat sich Zoom weiterentwickelt und entspricht nun auch unseren Anforderungen und ist allgemein deutlich akzeptierter. Daher bieten wir unseren Regional- und Fachgruppen seit kurzem auch die Möglichkeit, Zoom-Meetings über den VK-Zoom-Account abzuhalten. Alle neu angefragten Digital-Veranstaltungen werden zukünftig über Zoom angeboten. Unser Vertrag mit GoToMeeting endet Ende Mai.

Die Organisation der Digital-Meetings hat die Geschäftsstelle übernommen. Über sie können die Regional- und Fachgruppen ihre Digital-Meetings anlegen lassen. Fragen zur Moderation oder zu Sonderwünschen beantwortet das Team der Geschäftsstelle.

 

Mobile Office nun auch für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle

Corona hat die Digitalisierung der Gesellschaft und Wirtschaft vorangetrieben. Auch der Verband ermöglicht seit einigen Wochen den Mitarbeitern der Geschäftsstelle das Mobile Office. Das ermöglicht auch für die Zukunft eine größere Flexibilität und ist in der Gegenwart eine sinnvolle Antwort auf die Herausforderungen durch „dynamische“ Corona-Regeln, insbesondere in Berlin.

„Es geht um ganz selbstverständliche Akzeptanz“ / Beruf und Familie Podcast

„Es geht um ganz selbstverständliche Akzeptanz“

Matthias Weber, Vorstandsvorsitzender des Völklinger Kreis im Gespräch mit Frau Silke Güttler von Beruf und Familie über LGBT+ am Arbeitsplatz.

Im Podcast spricht Matthias Weber über die Notwendigkeit einer offenen und verschiedenste Lebensformen akzeptierenden Unternehmenskultur, über die Bedeutung einer inklusiven Kommunikation im Unternehmen für LGBT+ Mitarbeitende und die Rolle von Führungskräften in Sachen „Gleichstellung und Vereinbarkeit“.

Völklinger Kreis wird Vollmitglied der ULA

Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger intensiviert die Zusammenarbeit im Dachverband der Führungskräfte

Der Völklinger Kreis e.V., der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, hat seine seit vielen Jahren bestehende Kooperation mit dem Dachverband der deutschen Führungskräfteverbände (ULA) auf eine neue Stufe gehoben: Mit dem Jahresbeginn 2021 ist der Völklinger Kreis nunmehr Vollmitglied der ULA geworden. Unter dem Dach der ULA wird sich der VK künftig noch intensiver gemeinsam mit den anderen Verbänden in die politische Interessenvertretung der Führungskräfte einbringen. Die ULA bündelt als Dachverband und Netzwerk die Interessen von über 70.000 Führungskräften, die in 17 Mitgliedsverbänden organisiert sind.

„Die Stimme der Leistungsträger in Deutschland stellen wir uns als einen vielfältigen Chor vor, der die Interessen aller Führungskräfte wirkungsvoll gegenüber der Politik in Deutschland und Europa zur Geltung bringt. Ohne die schwulen Führungskräfte wäre dieser Chor nicht komplett. In Deutschland dürfen wir uns über das bislang Erreichte in der Gesellschaftspolitik freuen. Homosexualität wird bei uns inzwischen in breiten Kreisen nicht nur toleriert, sondern akzeptiert. Das soll auch so bleiben. Dass dies  aber nicht selbstverständlich ist, zeigen uns teils erschreckende Entwicklungen in einigen Ländern. Daher müssen wir alle gemeinsam wachsam sein und uns gegenseitig unterstützen“, erklärt ULA-Präsident Roland Leroux.

Matthias Weber, Vorsitzender des Vorstands des Völklinger Kreis: „Bereits seit knapp 20 Jahren pflegen wir die Kontakte zur ULA. Für uns war es von Anfang an wichtig, mit anderen Führungskräften in den professionellen Austausch zu gehen und von der Erweiterung der Netzwerke zu profitieren. Gerne stehen wir der ULA gerade mit unserer Kompetenz zum Thema Diversität zur Seite. Die nun erfolgte Vollmitgliedschaft ist der logische Schritt, um nicht nur unseren Mitgliedern die bestmögliche Vertretung ihrer Interessen zu bieten, sondern auch dem Verband selbst mehr Sichtbarkeit zu ermöglichen.“

Der Völklinger Kreis ist das Netzwerk schwuler Führungskräfte und Selbständiger. Als Berufsverband fördert er den beruflichen Erfolg seiner Mitglieder – insbesondere durch Vernetzung und Erfahrungsaustausch. Er setzt sich für ein diskriminierungsfreies Arbeits- und Lebensumfeld schwuler Führungskräfte ein. Und er engagiert sich für ein ganzheitliches Diversity Management in Wirtschaft, Verwaltung und Organisationen.

Die ULA ist die Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände. Als Dachverband mit siebzehn Mitgliedsverbänden ist sie das politische Sprachrohr aller Führungskräfte in Deutschland. Sie vertritt deren Interessen gegenüber Regierung und Parlament sowohl in Berlin als auch in Brüssel.

Mehr Informationen zum Völklinger Kreis und seinen Projekten unter:

www.vk-online.de / www.diversecity.de / www.max-spohr-preis.de

DiverseCity Essen 2020

In diesem Jahr findet der DiverseCity Kongress virtuell statt und wird live aus Essen in die ganze Welt gesendet – ein internationaler Dialog zu den Themen LSBTI* und Gleichstellung der Geschlechter.

Die Stadt Essen und der Völklinger Kreis e.V. organisieren die DiverseCity bereits zum dritten Mal, erstmals jedoch als rein virtuelle Veranstaltung. Eine Herausforderung, die wir gerne annehmen. Umso wichtiger ist es uns, einen Diskurs zu ermöglichen und gemeinsam über den Tellerrand zu blicken. Unter dem Motto „Vielfalt leben – Ein internationaler Dialog zu LSBTI* und Gleichstellung.“ bieten wir interessante Einblicke in zwei der sechs Vielfaltsdimensionen im internationalen Kontext. So konnten wir hochkarätige Sprecher*innen unserer internationalen Partnerstädte Tel Aviv-Yafo (Israel), Tampere (Finnland), Grenoble (Frankreich), Sunderland (England) und Nischni Nowgorod
(Russland) gewinnen. Und natürlich gibt es jede Menge Möglichkeiten, Erfahrungen auszutauschen und zu diskutieren.

Wir starten mit der inspirierenden Keynote von Professorin Dr. Anja Seng von der FOM Hochschule. Als Expertin für Employer Branding und Diversity Management spricht sie über die Vorteile von Vielfalt in der Stadtverwaltung und Kommune. Anschließende Fragen können per Video-Chat gestellt werden.

Der erste Themenblock „queer lives matter“ widmet sich der Frage, wie sich das Engagement für die Themen der LSBTI* aktivieren und verstärken lässt. Dazu gibt es interessante Einblicke in die erfolgreiche Arbeit von Etai Pinkas Arad aus Tel Aviv-Yafo und Beiträge von Eveliina Kiema-Majanen in Tampere, Emmanuel Carroz aus Grenoble und aus Sunderland. Abgerundet wird dieser Teil durch ein Interview mit Wolfgang Berude, Preisträger des Essener Blütenfestaward und Zeit für Fragen und Erfahrungsaustausch per Chat.

Nach einer kurzen Pause startet der zweite Themenblock „Gleichstellung der Geschlechter – Frauen holen mächtig auf“ mit einem Beitrag der städtischen Ausbildungsfirma InOffice zur Vielfaltförderung. Jutta Becker wird dann den Gleichstellungsplan der Stadt Essen als wirksames Instrument der Frauenförderung vorstellen. Anschließend gibt es anregende Einblicke in die Gleichstellungsarbeit von Nicol Sanakin aus Nischni Nowgorod und Anat Eizik Caspi aus Tel Aviv-Yafo. Es folgt auch hier die Möglichkeit für Fragen und Erfahrungsaustausch per Chat.

Verabschiedung durch Brigitte Liesner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Essen.

DiverseCity 2020 wird in Kooperation mit dem Queeren Netzwerk NRW veranstaltet und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Wir freuen uns auf neue Erkenntnisse, grenzüberschreitendes Lernen und lebhafte Diskussionen, an denen Sie über die Chatfunktion aktiv teilnehmen können. Der Kongress wird aufgezeichnet.

Es ist keine Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltung beginnt am 8.12.2020 um 14:00 Uhr (bis 17:30).

Alle aktuellen Informationen im Detail und den Link zur Veranstaltung finden Sie unter:

https://www.allroundinteractive.com/vk-online

Der Völklinger Kreis feiert die erste virtuelle DiverseCity mit über 200 Teilnehmern

Am 11.11.2020 fand der DiverseCity Kongress zum ersten Mal virtuell statt und wurde aus Düsseldorf in die ganze Welt gesendet. Für mehr Sichtbarkeit von LGBT+.

Zum vierten Mal organisierten die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Völklinger Kreis e. V. die DiverseCity.

Zum ersten Mal allerdings in einem hybriden Format. Eine Herausforderung, die von uns gerne angenommen wurde, in einem Jahr, in dem aufgrund ausgefallener Pride-Veranstaltungen LGBT+ international nur wenig sichtbar waren. Umso wichtiger ist es jetzt einen Diskurs zu führen, der uns gemeinsam über den Tellerrand blicken lässt.

Von einander lernen – Lebens- und Arbeitswelten von LSBTIQ+ im internationalen Kontext

war daher das Motto dieses ersten virtuellen Kongresses, auf welchem Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert wurden und über200 Menschen waren live dabei.

Geehrt wurde dieses Engagement mit den Grußbotschaften vom stellvertretenden Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfahlen und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Herrn Dr. Joachim Stamp und dem Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Dr. Stephan Keller.

 

 

 

 

 

In der darauf folgenden Keynote beleuchtete Pavel Šubrt vom European LGBTIQ Chamber of Commerce die unterschiedlichen Arbeitswelten von LGBT+ in west- und osteuropäischen Ländern.

Im weiteren erörterte unser Vorstandsvorsitzender und Moderator der DiverseCity Matthias Weber im Gespräch mit Elisabeth Wilfart, der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt, die Bedeutung der Landeshauptstadt Düsseldorf als wichtigen LGBT+ Standort.

Im nachfolgenden Panel war es dann vor allem die Aktivistin Małgorzata Mróz, welche mit ihrer Schilderung zur Politik der „LGBT+ freien Zonen“ in Polen uns ein Bild davon vermittelte, wie sich LGBT+ aktuell in Polen fühlen und welche Rolle Kirche und Staat dabei spielen.

Das es auch anders geht und gerade wirtschaftlich sinnvoller ist, zeigte uns Miguel Castro von SAP in seinem Beitrag über Wettbewerbsvorteile diversityfreundlicher Unternehmen. Sein Beitrag bekam noch mehr Gewicht, belegt das Softwareunternehmen SAP doch den ersten Platz im gerade veröffentlichten DAX30 LBGT+ Diversity Index (uhlala.com/dax30).

Ebenfalls Beleg dafür, dass Diversity ein Wettbewerbsvorteil ist, liefert Kende Karsko von der Robert Bosch GmbH, diesjähriger Preisträgerin des renomierten Max-Spohr-Preises (max-spohr-preis.de). Er sprach über die Herausforderungen liberaler Unternehmenskulturen in repressiven Staaten.

Dr. Juliane Kronen von der Right Livelihood Foundation (rightlivelihoodaward.org) würdigte die ugandische LSBTIQ+-Menschenrechtsaktivistin Kasha Jacqueline Nabagesera, die 2015 für ihr Engagement mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Das Publikum war von den Beiträgen der Panel-Gäste und deren Engagement sichtlich begeistert und beteiligte sich mit zahlreichen Fragen.

Die Veranstaltung DiverseCity Kongress Düsseldorf 2020 wurde durchgeführt vom Völklinger Kreis in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro Düsseldorf mit freundlicher Unterstützung durch Queeres Netzwerk NRW.

Diese DiverseCity wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.